Hüftgürtel überwacht Muskulatur

Technology Review über Gürtel gegen Rückenleiden
(PresseBox) (Hannover, ) Wissenschaftler haben einen Hüftgürtel entwickelt, der wie ein elektronischer Trainer für Patienten mit Rückenleiden funktioniert. Während der Physiotherapie überwacht der Gürtel „Lumbia“ mit eingebauten Sensoren die elektrische Aktivität mehrerer Muskeln. Therapeuten können diese Signale am Computer auswerten und Fehlhaltungen rechtzeitig erkennen, schreibt das Magazin Technology Review in der aktuellen Juni-Ausgabe.

Der Hüftgürtel für die Krankengymnastik wurde von Forschern am spanischen Technologiezentrum Tecnalia Research & Inno­vation und vom italienischen Unternehmen BTS Bioengineering entwickelt. Ausgestattet mit Sensoren und sechs kleinen Vibrationsmotoren, zeichnet der Gürtel die Muskelbewegungen des Patienten auf. Diese sogenannten EMG-Signale werden an einen Computer gesendet, der sie mit vorhandenen Aktivitätsmustern vergleicht. Werden die Übungen nicht korrekt ausgeführt, aktiviert das Programm die passende Kombination an Vibrationsmotoren.

Therapeuten können mithilfe der EMG-Daten den Patienten besser anleiten und etwa auf Muskelschwächen Rücksicht nehmen. Der Gürtel soll nach Angaben von Tecnalis auch helfen, erneut auftretenden Rückenschmerzen vorzubeugen.

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