TU Kaiserslautern für faire und transparente Berufungsverfahren ausgezeichnet

Stefan Lorenz, Dr. Hubert Detmer, stellvertretender Geschäftsführer des DHV, und TU-Präsident Helmut J. Schmidt (v.l.n.r.) bei der Übergabe des Gütesiegels. Foto: Th. Koziel (PresseBox) (Kaiserslautern, ) Die Technische Universität Kaiserslautern ist heute nach den Exzellenz-Universitäten Köln und Aachen bundesweit als dritte Hochschule mit dem Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) für faire und transparente Berufungsverfahren ausgezeichnet worden. Die TU Kaiserslautern ist damit die erste mittelgroße Universität, die für ihre Berufungspraxis zertifiziert wurde und diese hohe Auszeichnung im Wettbewerb um die besten Köpfe für Professuren führen darf.

"Diese Auszeichnung verstehen wir als Anerkennung unseres Berufungsstils bei der Anwerbung von hervorragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, der nicht zuletzt der sorgfältigen Planung und der straffen Führung der Verhandlungen zu verdanken ist. Berufungsverhandlungen sind an der TU Kaiserslautern "Chefsache", Präsident und Kanzler widmen sich dieser Aufgabe immer persönlich. Und umfassende Hilfestellungen bei Umzug, Wohnungssuche und Familienbetreuung sind immer Teil der Verhandlungen", so TU-Präsident Prof. Dr. Helmut J. Schmidt.

Die vom DHV positiv hervorgehobenen Punkte wie zügige Verhandlungen, gelebte Willkommenskultur, kurze Entscheidungswege, umfassende Unterrichtung der jeweiligen Verhandlungsschritte sowie die Unterstützungsangebote in den ersten einhundert Tagen durch den Dual-Career-Service und die Familien-Service-Stelle für neuberufene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seien wichtige Erfolgsfaktoren. Zu den weiteren Stärken der TU-Berufungsverfahren zählten eine weit überdurchschnittlich gute Verhandlungsatmosphäre und ein respektvoller und wertschätzender Umgang mit den Bewerberinnen und Bewerbern. Die enge Zusammenarbeit von Präsident, Kanzler, Dekanaten und Verwaltung unterstreiche den hohen Stellenwert der Berufungen und sei auch auf die professionellen Bearbeitungsprozesse der Personalverwaltung an der TU Kaiserslautern zurückzuführen.

"Die Berufungsverhandlung ist die letzte Phase des Einstellungsverfahrens von Professorinnen und Professoren. Hier verhandelt die/der Kandidat/in mit der Hochschulleitung die Ausstattung seiner Professur. Welche Räume und Labors werden ihr/ihm zugewiesen? Welche Personalausstattung, also wissenschaftliche und technische Mitarbeiter, Sekretariat, steht zur Verfügung, wie viel Geld wird benötigt, um die Professur "arbeitsfähig" zu machen, zum Beispiel mit Laborausstattung und Geräten zu versorgen. Letztendlich wird das persönliche Gehalt der/des Neuen verhandelt und verbindlich festgesetzt", erläutert Stefan Lorenz, Kanzler der TU Kaiserslautern.

Bereits im Jahre 2008 hat der DHV im ersten Berufungsverfahren-Ranking in Deutschland die TU Kaiserslautern gemeinsam mit der Universität Bayreuth auf Platz 1 gesetzt. Insofern ist es sehr erfreulich, dass sechs Jahre später die Berufungskultur nach wie vor auf hohem Niveau an der TU Kaiserslautern gepflegt wird.

Im Ergebnis führt diese Berufungspolitik zu einer Auswahl von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die später überdurchschnittlich oft weitere Rufe erhalten. Das belegt, die TU Kaiserslautern beruft die "Richtigen" und sie finden Bedingungen, um für den "Berufungsmarkt" interessant zu bleiben und erhalten deshalb später weitere Rufe. Dadurch erzielt die TU auch einen Reputationsgewinn. Noch wichtiger ist jedoch, dass jetzt geführte Bleibeverhandlungen überdurchschnittlich erfolgreich sind. Dafür ist mitentscheidend, dass die Professorinnen und Professoren die Qualität des Standorts, das gute Schulangebot sowie die günstigen Lebenshaltungskosten und die gute Verkehrsanbindung in die Metropolen schätzen gelernt haben.

"Es ist gut für den Wissenschaftsstandort Kaiserslautern und für Rheinland-Pfalz, dass es dieses Gütesiegel gibt. Professorinnen und Professoren, die über Berufungs- oder Bleibeverhandlungen gewonnen werden konnten, werden sich bestätigt fühlen und besonders motiviert an der TU in Forschung und Lehre tätig sein. Andere werden in Zukunft positiv neugierig nach Kaiserslautern kommen, wenn sie einen Ruf hierher erhalten sollten", ergänzt Schmidt.

Wesentliche Grundlage für die Vergabe des DHV-Gütesiegels ist ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen, den der DHV auf Grund seiner Erfahrung entwickelt hat. Der Schwerpunkt in der Auswertung des Fragebogens wurde auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen gelegt. Darüber hinaus interviewt der DHV fünf an die Hochschule berufene Professorinnen und Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren. Das DHV-Gütesiegel darf von der Hochschule drei Jahre lang benutzt werden.

Weitere Informationen unter www.hochschulverband.de

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