Leichtbau und Nachhaltigkeit im Automobil kombinieren

Beim internationalen Kongress "Kunststoffe im Automobilbau" am 2. und 3. April 2014 in Mannheim befassen sich Experten unter anderem mit effizienten Leichtbaustrukturen, optimierten Oberflächen und einem nachhaltigen Innendekor
Die CFK-Struktur des Porsche 918 Spyder: Thema des internationalen Kongresses (PresseBox) (Düsseldorf, ) Innovationen in der Kunststofftechnik beeinflussen direkt die fahrzeugtechnischen Entwicklungen von morgen. Zu den bestimmenden Themen gehören derzeit der automobile Leichtbau, das Streben nach Ressourceneffizienz und nach wie vor anspruchsvolle Lösungen im Design. Mit dem internationalen Kongress "Kunststoffe im Automobilbau" am 2. und 3. April 2014 in Mannheim bietet die VDI Wissensforum GmbH eine Plattform, um diese und weitere Themen zu diskutieren. Hier erörtern Experten, wie sie die steigenden technischen und ökonomischen Anforderungen an das Automobil der Zukunft erfüllen können.

Die Effizienz eines Fahrzeuges mithilfe einer konsequenten Leichtbauweise zu steigern, ist bereits seit mehreren Jahren ein Entwicklungstrend der Automobilindustrie. Der Porsche 918 Spyder ist ein Beleg, dass sich dieser Grundsatz auch in einem als Plug-in-Hybrid konzipierten Supersportwagen verwirklichen lässt. Martin Schromm von Porsche präsentiert in seinem Vortrag das Fahrzeugkonzept und die CFK-Struktur des Rolling Chassis: Monocoque und Aggregateträger sind vollständig aus CFK gefertigt. Während der Entwicklung der Struktur erzielte Porsche neue Erkenntnisse zur Materialcharakterisierung und dem Verfahren des integralen Resin Transfer Molding (RTM). Der abschließend erreichte hohe Grad der Funktionsintegration und das niedrige Gewicht der Voll-CFK Struktur tragen dazu bei, dass im Porsche 918 Spyder das Zusammenspiel von Effizienz und sportlicher Fahrdynamik gelingt.

Neue Methoden und optimierte Verfahren der Oberflächenveredelung zählen ebenfalls zu den Kernthemen des internationalen Kongresses "Kunststoffe im Automobilbau". In diesem Jahr stellt Dirk Kieslich von Gerhardi Kunststofftechnik technische Möglichkeiten vor, beleuchtete Bauteile im Fahrzeuginterieur in Kombination mit Chrom- oder metalloptischen Oberflächen abzubilden. Die Beleuchtung von Tastern oder Schaltern, das sogenannte Tag/Nachtdesign, dient nicht nur funktional der Orientierung im Cockpit, sondern hat vermehrt auch psychologische Hintergründe, um beispielsweise Ermüdungserscheinungen vorzubeugen. Kieslich beschreibt erprobte und innovative Verfahren, um auf diesen Bauteilen galvanisch abgeschiedene Chromoberflächen oder metalloptische Oberflächen anzubringen. Insbesondere geht er dabei auf die Herausforderung ein, Inselflächen von ausgesparten Symbolen oder Buchstaben ohne Stege zu verwirklichen.

Als Beispiel für ein ganzheitlich nachhaltig ausgelegtes Fahrzeug ist der BMW i3 Thema unterschiedlicher Vorträge auf der Veranstaltung. Unter anderem präsentiert Roland Madlener von BMW das Echtholzdekor aus Eukalyptus im BMW i3. In der Entwicklungsphase standen die Nachhaltigkeit und ihre Sichtbarkeit im Fokus. Von der Furnierauswahl über die FSC-Zertifizierung der kompletten Produktkette bis zur Farbgebung und Oberflächenbehandlung ist BMW neue Wege gegangen. Eine Herausforderung stellte zudem die Verzugsoptimierung der großflächigen Spritzguss-Träger dar.

Weitere Vorträge kommen unter anderem von Audi, Daimler und Volkswagen sowie Fraunhofer ISC, Gerhardi Kunststofftechnik und Magna Exteriors and Interiors.

Anmeldung und Programm unter www.kunststoffe-im-auto.de oder über das VDI Wissensforum Kundenzentrum, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, E-Mail: wissensforum@vdi.de, Telefon: +49 211 6214-201, Telefax: -154.

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