Das war der Jugend forscht Regionalwettbewerb Heilbronn-Franken 2014

Der Regionalwettbewerb wird seit 1999 von ebm-papst organisiert und gesponsert
Leni Keller (11 Jahre), Laura Schüttler (12 Jahre) und Lena Hänfer (11 Jahre) erforschten Düngermittel in der Wettbewerbskategorie „Schüler experimentieren“. (Quelle: Uli Lindner.) (PresseBox) (Mulfingen, ) Selbstbewusst und voller Leidenschaft präsentierte der Forscher-Nachwuchs seine Projekte beim 16. Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Künzelsau. 141 Teilnehmer zeigten in der Reinhold-Würth-Hochschule insgesamt 68 Projekte aus den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Technik, Physik, Geo- und Raumwissenschaften sowie Mathematik und Informatik. Zu den preisgekrönten Projekten der jungen Tüftler zählten unter anderem ein intelligenter Kindersitz, ein vierdimensionales Tic Tac Toe und eine mobile Sternwarte.

Der dreitägige Regionalwettbewerb wird seit 1999 von ebm-papst organisiert und gesponsert. „Der Wettbewerb Jugend forscht ist nicht nur für unser Unternehmen, sondern vor allem für den technisch versierten Nachwuchs eine hervorragende Präsentationsplattform“, so Rainer Hundsdörfer, Vorsitzender der Geschäftsführung der ebm-papst Gruppe. „Wir freuen uns über den Besuch der jungen Forscher an unserer Hochschule und stellen für den Wettbewerb gerne unsere Infrastruktur und unser Laborinventar zur Verfügung“, sagte Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Ernst, Dekan der Rheinhold-Würth-Hochschule in Künzelsau.

Der bundesweite Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“ wurde 1965 von Henri Nannen – ehemaliger Chefredakteur beim „stern“ – ins Leben gerufen. Der Wettbewerb soll bei Kindern und Jugendlichen den Spaß an MINT-Fächern (Abk.: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wecken. Schüler, Auszubildende und Studenten präsentieren beim Wettbewerb ihre Projekte einer fachkundigen Jury und im Anschluss auch der Öffentlichkeit. Bei den Projekten werden die Nachwuchsforscher von ihrem Ausbildungsbetrieb, ihrer Schule und/oder ihrer Universität unterstützt.

Während die 15-21-Jährigen in der Wettbewerbskategorie „Jugend forscht“ antreten, nehmen parallel Schülerinnen und Schüler bis 14 Jahre in der Kategorie „Schüler experimentieren“ teil. „Die Sieger des Regionalwettbewerbs von 'Jugend forscht' Heilbronn-Franken in Künzelsau qualifizieren sich für den Landeswettbewerb“, erklärte Wettbewerbsleiterin Silvia Böhler. Wer beim Landeswettbewerb überzeugt, sichert sich die Teilnahme am Bundeswettbewerb. Die Sieger des Bundeswettbewerbs fahren nach Berlin – dort winkt den besten Projektgruppen ein Empfang im Kanzleramt. Schirmherr des Wettbewerbs „Jugend forscht“ ist Bundespräsident Joachim Gauck.

Der Wettbewerb markierte bereits für viele Teilnehmer den Startschuss für eine wissenschaftliche Karriere. „Wir müssen weiterhin daran arbeiten, ein technikfreundliches Klima zu schaffen und die Jugend für Technik zu begeistern – nur so können wir den Wohlstand in Deutschland bewahren“, betonte Rainer Hundsdörfer. Als Technologieunternehmen trage ebm-papst eine große Verantwortung für eine gut ausgebildete Jugend – das langjährige Engagement für den Regionalwettbewerb sei daher selbstverständlich. „Zumal der Wettbewerb auch dem Geist von ebm-papst entspricht, jungen Menschen früh Verantwortung zu übertragen“, ergänzte er.

Am Donnerstag, den 20. Februar 2014 stellten sich die Jugendlichen an der Reinhold-Würth-Hochschule in Künzelsau zunächst der kritischen Jury. Freitags und samstags von 9 bis 13 Uhr präsentierten die jungen Forscher ihre Projekte auch der Öffentlichkeit. Für Abwechslung sorgte ein buntes Rahmenprogramm. Der Zauberkünstler Andreas Richert sorgte vor Ort in Künzelsau ebenso für Unterhaltung wie das Geigenspiel und die Beatbox-Kunst von Tonio Geugelin. Sportliche Action war beim aerodynamischen Spezial-Tischkicker von ebm-papst angesagt. Beim „Frisurtest-Ventilator“ von ebm-papst hatten vor allem Mädchen ihren Spaß. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt.

Die Preisverleihung für die jungen Forscher erfolgte am Freitagnachmittag im Anschluss an die erneute Ehrung von ebm-papst als „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“. Den renommierten Preis sicherte sich ebm-papst mit seinem umweltfreundlichen und energieeinsparenden Produkt „AxiTop® Diffusor für Lärmschutz“. Die drei Tage in Künzelsau festigten erneut den Ruf von Baden-Württemberg als Land der Denker und Tüftler. „Mich freut das hohe Niveau des 16. Regionalwettbewerbs Jugend forscht – das ist gleichzeitig auch ein Ansporn zum Weiterforschen“, bestätigte Sigrid Müller-Balhorn“, Leiterin Wettbewerbsmanagement & Bildung bei Jugend forscht. Für den Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ in der Sparte Biologie qualifizierten sich unter anderem Greta Markert (17 Jahre) und Nathalie Rehse (17 Jahre). Die beiden Nachwuchsforscherinnen setzten sich mit der Bionik bzw. dem spannenden Lotus-Effekt auseinander. Mit einem biologischen Forschungsthema erfolgreich waren auch Leni Keller (11 Jahre), Laura Schüttler (12 Jahre) und Lena Häfner (11 Jahre) in der Wettbewerbskategorie „Schüler experimentieren“. Die drei Mädchen vom Gymnasium Gerabronn bzw. von der August-Ludwig-Schlözer-Schule in Kirchberg (Jagst) untersuchten die Auswirkung von unterschiedlichen Dünger-Mitteln auf Pflanzen. Die drei jungen Forscherinnen erreichten gleich bei der ersten Teilnahme einen Spitzenplatz. „Neben der überzeugenden Präsentation zeigte sich das Nachwuchstrio offen für konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge“, so das Urteil der Jury.

Bereits zum fünften Mal beim Wettbewerb dabei war Alexander Hug (20 Jahre) von der Schloss-Schule Kirchberg (Jagst). Der angehende Mechatronik-Student hat erkannt, dass der Jugend Forscht-Wettbewerb eine gute Plattform darstellt, wertvolle Praxis-Referenzen für den Lebenslauf zu sammeln und dadurch irgendwann bei Personalabteilungen zusätzlich punkten zu können. In der Sparte Mathematik und Informatik überzeugte er die fachkundige Jury mit seinem Computerprogramm „Tracespath“. Bei der Suche nach Bildern von Urlaubszielen liest das Programm die GPS-Daten von Kameras aus und berücksichtigt außerdem die Eingabe von Postleitzahlen. „Das Programm will ich noch etwas verfeinern und dann als freeware anbieten“, erklärte Alexander Hug.

Erfolgreich auf Solopfaden unterwegs war auch Arman Mielke (16 Jahre) vom Landesgymnasium Schwäbisch Gmünd. Für sein vierdimensionales Tic Tac Toe ergatterte er ebenfalls Platz eins in der Sparte Mathematik und Informatik und darf am Landeswettbewerb teilnehmen. Die Spielfläche gestaltete der junge Forscher in Java – einer objektorientierten Programmiersprache, die einst vom Unternehmen Sun Microsystems entwickelt wurde. Der Gründer von Sun Microsystems war der ehemalige Jugend forscht-Preisträger Andreas von Bechtolsheim. „Für den Landeswettbewerb möchte ich die Spielstärke des Computergegners verbessern, um den Schwierigkeitsgrad etwas zu erhöhen“, verrät Arman Mielke.

Bereits marktreif ist die von Jan Oettig (18 Jahre) entwickelte Untertischspülmaschine. Der Schüler vom Martin-Schleyer-Gymnasium aus Lauda-Königshofen überzeugte die Jury in der Sparte Technik. Der Einsatz seiner speziellen Spülmaschine sorgt für eine hohe Wärme-Rückgewinnungsquote in der Gastronomie. Preisgekrönt war auch der Projektbeitrag von Hannes Häbich (19 Jahre), Henrik Jäger (18 Jahre) und Florian Stober (17Jahre) in der Sparte Geo- und Raumwissenschaften. Das Resultat ihres Projekts ist eine mobile, autonome und komfortable Teleskop-Station, die aus einem PKW-Anhänger entwickelt wurde. „Seit 2008 beschäftigen wir uns mit unserer mobilen Sternwarte und haben sie über all die Jahre in den Wettbewerben kontinuierlich vorangetrieben“, erläuterte Hannes Häbich. Als Belohnung für die Ausdauer und den unermüdlichen Forschungsdrang erhielten auch sie eine Auszeichnung aus den Händen von Bernd Ludwig – dem Patenbeauftragten für „Jugend forscht“ bei ebm-papst. Für ein Schmunzeln beim Publikum und bei den Ehrengästen im Saal (u.a. Harald Unkelbach, Präsident der IHK Heilbronn-Franken) sorgte das Forschungsergebnis von Melina Podrug (14 Jahre), Kerstin Jenisch (16 Jahre) und Celina Hönig (15 Jahre). Die drei Mädchen vom Schulzentrum Rudersberg wollten herausfinden, ob Multitasking wirklich Frauensache ist. „Ja“, antworteten alle drei unisono und zogen damit die Lacher auf ihre Seite.

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