Betriebe sind optimistisch

Entwicklung der Lehrlingszahlen kritisch
(PresseBox) (Karlsruhe, ) "Die knapp 19.000 Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Karlsruhe können im Großen und Ganzen auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2013 zurückblicken", so das Resümee von Kammerpräsident Joachim Wohlfeil bei der Jahrespressekonferenz der Handwerkskammer Karlsruhe.

Der Konjunkturindikator bewegte sich im letzten Jahr - mit leichtem Ausschlag nach unten im II. Quartal - auf einem konstant hohen Niveau. Die Unternehmen berichten damit seit dem III. Quartal 2010 von guten oder zumindest zufriedenstellenden Geschäften.

Insbesondere der Bausektor war im zweiten Halbjahr 2013 gut ausgelastet, die metallverarbeitenden Unternehmen mussten im II. Quartal eine kleine Delle verkraften. Beide Schlüsselbranchen blicken mit Zuversicht auf das Jahr 2014 und rechnen mit einer guten Nachfrage, die sich bereits im guten Auftragsbestand widerspiegelt.

Betriebszahlen steigen

Die positive Prognose für das Jahr 2014 gilt für das gesamte Handwerk: So rechnen 57,9% aller Betriebe mit einer guten Geschäftslage im I. Quartal 2014. 37,3% gehen davon aus, dass die Geschäfte zufriedenstellend laufen, 4,8% rechnen mit einem Rückgang.

Der Bezirk der Handwerkskammer Karlsruhe umfasst die drei Städte Baden-Baden, Karlsruhe und Pforzheim sowie die vier Landkreise Karlsruhe, Calw, Rastatt und den Enzkreis.

Zum Jahresende zählte der Kammerbezirk 18.986 Betriebe und damit 261 Handwerksunternehmen mehr als im Vorjahr. Der deutliche Betriebszuwachs ergibt sich insbesondere durch einen positiven Saldo im zulassungsfreien Handwerk B 1. Dort stehen bei einem Bestand von 4.383 Betrieben im Berichtsjahr 1.004 Eintragungen und 743 Löschungen entgegen.

Das zulassungspflichtige Handwerk der Anlage A zählt insgesamt 11.069 Betriebe. Im Berichtsjahr wurden 423 Eintragungen durchgeführt und 524 Löschungen.

Ebenfalls wenig Bewegungen gab es im handwerksähnlichen Sektor, der insgesamt 3.533 Unternehmen zählt. Dort wurden im letzten Jahr 440 neue Betriebe eingetragen und 439 gelöscht.

Mit einem Blick auf die Altersstruktur der Betriebe verwies Präsident Joachim Wohlfeil auf die Dynamik in den Handwerksrollen. 33% aller Betriebsinhaber seien 56 Jahre und älter - damit stünden in den nächsten 10 Jahren ein Drittel aller Unternehmen zur Betriebsübergabe an. Wohlfeil wies darauf hin, dass die Qualifizierung der Betriebsinhaber wichtig ist: Gerade in den ersten fünf Jahren nach Betriebsgründung zeige sich, wer gut vorbereitet in die Selbständigkeit gegangen sei.

Die 18.986 Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Karlsruhe erwirtschafteten im letzten Jahr ca. 11,2 Milliarden Umsatz, für das Jahr 2014 wird mit einem nominellen Umsatzplus von 2% gerechnet. Insgesamt sind ca. 97.000 Personen im Handwerk beschäftigt.

Lehrstellenmarkt noch ausgeglichen

Sorgen bereitet dem Kammerpräsidenten der langfristige Trend bei den Lehrlingszahlen. Insgesamt wurden im Kammerbezirk im Berichtsjahr 2.538 neue Lehrverträge abgeschlossen - 42 weniger als im Vorjahr. Nicht alle der Kammer gemeldeten Lehrstellen konnten besetzt werden, zum Jahresende blieben mindestens 34 Ausbildungsplätze frei: "Tendenz nach oben, denn nicht alle unsere Betriebe melden ihre freie Lehrstellen der Kammer", so Wohlfeil. Der Kammerpräsident wies auf die zahlreichen Karrierechancen im Handwerk hin und unterstrich, dass der Anteil der Abiturienten bei den Berufsbeginnern im Handwerk auf 9,8% in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sei. Jeder fünfte Ausbildungsplatz im Handwerk wird von einem Mädchen besetzt, der Anteil ausländischer Lehrlinge liegt bei ca. 13%.

Die Handwerkskammer Karlsruhe, so Wohlfeil weiter, nehme insbesondere das Thema Berufsorientierung sehr ernst. Er verwies auf das Werkstattcamp, die Praktikumszeiten in den Betrieben, die Ausbildungsbotschafter und regionalen Ausbildungsberater, die in Sachen Handwerk unterwegs sind. Und auch die grenzüberschreitende Ausbildung gewinne immer mehr an Bedeutung. Die Handwerkskammer Karlsruhe beteiligt sich allein im I. Quartal 2014 an fünf Ausbildungsmessen, die im Elsass für Jugendliche angeboten werden.

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