Wichtiger Erfolg für Mikrobiogasanlagen von Polymerspazialist REHAU

Vom Kochen mit Biogas
Die Familien in Kogelo und die Jugendlichen der ‚Sauti Kuu‘ Stiftung freuen sich über den Erfolg von ‚REHAU HomeGas‘. Foto: REHAU (PresseBox) (Rehau / Kogelo, ) Seit Juni 2012 steht Polymerspezialist REHAU der 'SautiKuu'-Initiative von Dr. Auma Obama partnerschaftlich zur Seite - unter anderem mit Know-how und firmeneigenen Systemlösungen. Die REHAU Projektverantwortlichen arbeiten seither mit den Jugendlichen der Stiftung im kenianischen Kogelo intensiv daran, die Lebensbedingungen auf dem Land konsequent und nachhaltig zu verbessern. Dabei konzentrieren sie sich darauf, die ländlichen Gebiete zu einem attraktiven Lebensraum im Einklang mit der Natur zu festigen und einer Abwanderung in die Städte entgegenzuwirken. Die Ressourcen zu nutzen, die dem Land und den Menschen zur Verfügung stehen, ist dabei das Leitmotiv. Aus der engen Zusammenarbeit heraus entstand ein innovatives Projekt, das genau darauf aufbaut: 'REHAU HomeGas'.

Eine in der Anschaffung kostengünstige und dabei leistungsfähige Mikrobiogasanlage, die auf die Gegebenheiten vor Ort perfekt angepasst ist, scheint ein Ansatz, um den Menschen vor Ort das Kochen erheblich zu erleichtern. Die Menschen in Kogelo leben in ihren Häusern teilweise ohne Strom, ohne fließend Wasser. Ein Topf auf einer einfachen Unterkonstruktion, geformt aus Lehm und Steinen, dient ihnen als Herd. Der durch das Feuer provozierte Rauch verqualmt die Häuser und verursacht bei den Bewohnern nicht selten ernste Augen- und Atemwegserkrankungen. Zudem suchen die Menschen oft über viele Stunden nach dem begehrten Brennholz. Die Region ist größtenteils abgeholzt und wo früher Wald zu finden war, liegt heute braches, trockenes Land.

Hier setzt Polymerspezialist REHAU an, gibt das Wissen rund um Energieeffizienz und alternative Energiequellen weiter und unterstützt mit Produktlösungen. "Anstelle nur Geld zu geben, ist es unser Ansatz, gemeinsam mit den Jugendlichen und Projektleitern von 'Sauti Kuu' nachhaltige Lösungen zu entwickeln.", so Ingo von Ramdohr, Leiter Sales Office International Business Development BAU in Erlangen. Das entspricht auch dem Wirken von 'Sauti Kuu', Hilfe zur Selbsthilfe zu vermitteln.

Vier Mikrobiogasanlagen wurden in Kogelo bereits installiert; unter der Regie von Franziska Enzmann, die ein 3-monatiges REHAU Praktikum in Kenia absolvierte und Studentin des Studiengangs 'Life Science Engineering' an der Universität Erlangen-Nürnberg ist. "Es ist schön zu wissen, dass die Systeme jetzt gut laufen und den Menschen vor Ort den Tagesablauf erleichtern", so die 21-Jährige nach ihrer Rückkehr nach Deutschland. Eine der Biogasanlage steht der Primary School von Kogelo zur Verfügung, eine befindet sich auf dem Gelände der 'Sauti Kuu' Initiative und zwei weitere auf Bauernhöhen im Ort.

Kuhdung ist ein essenzieller Faktor, um mit der Mikrobiogasanlage eine beständige Gasflamme zu produzieren. Da mit dem REHAU System das zeitaufwändige Sammeln von knappem Feuerholz entfällt, bleibt den Kindern mehr Zeit für die Schule. Und durch die Anschaffung von Kühen wird die Milchwirtschaft als zusätzliche Einnahmequelle der Menschen vor Ort gefördert. Ein wichtiger Etappensieg, um konsequent die Serienreife der Anlage vorantreiben zu können, ist der Zuschlag für ein Förderprojekt der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) für Minibiogasanlagen, den das REHAU Sales Office International Business Development BAU CE Anfang des Jahres erhalten hat. Ziel des Projektes: Die dezentrale Gewinnung von Biogas in einer Kleinstlösung aus bisher energetisch ungenutzten Reststoffen in Kenia. Das Projekt wird durch die DEG aus öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mitfinanziert.

Im Rahmen eines Staatsbesuches der kenianischen Außen- und Handelsministerin Amina Mohamed in Deutschland, nutzten Ingo von Ramdohr und Ernst-Otto Zippel, REHAU Sales Manager, in Berlin Anfang Februar zudem die Gelegenheit, die innovative Eigenentwicklung vorzustellen. Amina Mohamed zeigte sich bei dem Treffen gleichermaßen beeindruckt wie begeistert. Sie weiß: Die zunehmende Entwaldung für Feuerholz ist in Kenia eines der brisanten Topthemen. Die Systemlösung 'REHAU HomeGas' ist durch lokale Endfertigung und Wartung ein besonders kostengünstiges Angebot für Kleinbauern und Familien mit Tierhaltung im ländlichen Raum. Mit der Universität in Nairobi, die sich intensiv mit den Ressorts Landwirtschaft und erneuerbare Energien befasst, ist ein weiterer, wichtiger und innovativer Partner für das Biogasanlagen-Projekt identifiziert.

Der Praktikumsplatz in Kenia ist im Übrigen erneut ausgeschrieben. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.rehau.de/...

Informationen zur Stiftung von Dr. Auma Obama finden Sie unter www.rehau.de/presse und http://www.sautikuufoundation.org

Polymerspezialist REHAU schafft nachhaltige Beiträge für die ökologischen und ökonomischen Herausforderungen von morgen. Mehr als 17.000 hochqualifizierte Mitarbeiter rund um den Globus engagieren sich dafür. Ausgezeichnete Innovationen, modernste Fertigungstechnologien und flexible Logistik haben das seit mehr als 60 Jahren bestehende unabhängige Familienunternehmen für nahezu alle Wirtschaftsbereiche zum zukunftsorientierten und zuverlässigen Partner mit Know-how gemacht. Schwerpunkt sind die Themen Mobilität, Energieeffizientes Bauen, Nutzung regenerativer Energien, Future Living und Wasser-Management.

Dr. Auma Obama wurde 1960 in Kenia geboren. Mehrere Jahre lebte sie in Deutschland, studierte Germanistik in Heidelberg und an der Universität Bayreuth. Seit vielen Jahren engagiert sich Auma Obama für Jugendliche weltweit. Bevor sie ‚Sauti Kuu‘ ins Leben rief, war sie lange Zeit soziale Botschafterin zur Förderung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Bis 2011 war sie für die Entwicklungsorganisation Care aktiv. Mit der ‚Sauti Kuu‘-Stiftung engagiert sie sich heute u.a. für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Afrika. Ihre Lebensgeschichte veröffentlichte Auma Obama mit dem Buch „Das Leben kommt immer dazwischen“.

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