Systemkompetenz Elektrotraktion

Unterwegs in die Zukunft
(PresseBox) (Genf, ) Wesentliche Motivation für die Elektrifizierung des Fahrzeugantriebs ist die Möglichkeit, die Funktionalität, Effizienz und Umweltverträglichkeit von Automobilen zu verbessern. Als Maßstab für den Fortschritt bei der Leistungsfähigkeit der automobilen Kernkomponente "Elektromotor" gelten die hoch dynamischen und bewegungspräzisen Achsantriebe für Maschinen, Geräte und Anlagen der Industrie (Servomotor-Technik). Entscheidend für den Siegeszug der Servomotor-Antriebe waren die innovativen Entwicklungen der letzten 10 Jahre bei den Regelungsbausteinen selbst (Sensorik, Mikroelektronik, Leistungselektronik, Prozessoren, Rechner, Software) und bei ihrer Vernetzung.

In der Frage der Leistungsfähigkeit spricht also alles für die Vision "Vernetzte Elektrotraktion", d.h. für die Servomotor-E-Traktion als neue Kernkomponente von mobilen E-Antrieben, die im Zusammenspiel mit Traktions-Sensorik und Traktions-Steuergerät eine neue Qualität bei der aktiven Fahrsicherheit erschließt und die Systemkomplexität reduziert.

Die AAGLANDER GmbH und die Inmares AG tragen diesen Herausforderungen Rechnung und präsentieren auf dem Autosalon mit ihrem patentierten "Direct-control Propulsion and Recuperation System" (DPRS) und der mit Gebrauchsmuster geschützten "Connected Dual Servo-Drive" Antriebsachse überzeugende technische Lösungen für vielfältige Anwendungen.

Vernetzte Elektrotraktion durch DPRS Antriebsmodul

Moderne Autos und die Elektromobilität der Zukunft werden auch von den vielfältigen Möglichkeiten bestimmt, die durch die Vernetzung des Automobils mit den Systemen zur Fahrerinformation, mit den Entertainment- und Kommunikationsdiensten und mit der verkehrstechnischen Infrastruktur entstanden sind und weiter entstehen werden.

Noch bedeutender als das Management von Information und Kommunikation im Automobil sind automatische Fahrsicherheitssysteme, welche die begrenzte fahrerische Aufnahme- und Reaktionsfähigkeit bei schwierigen Traktionsverhältnissen situationsgerecht ausgleichen. Im Fall des patentierten DPRS Antriebsmoduls werden dazu die Möglichkeiten genutzt, die sich aus der Bewegungspräzision von vernetzten Servomotoren und den Vorteilen ihrer Ansteuerung in Echtzeit ergeben: ausgestattet mit einer neuartig angeordneten Sensorik für die Lagebestimmung der Motorwelle werden via Leistungselektronik und Motion Control-Rechner die Antriebskräfte der DPRS E-Maschinen gezielt umverteilt (Torque Vectoring). Diese Technik des rein elektrisch geregelten Ausgleichs der Drehmomente zwischen den Antriebsrädern kann auch die Aufgaben der klassischen Fahrsicherheits- und Assistenzsysteme übernehmen (ASR/TCS, ESP, elektronische Differentialsperre).

DPRS-Antriebsmodul
- Kompakte Bauweise durch integriertes Planetengetriebe
- Situationspräzise Traktion durch Echtzeit-Eingriff in die Bewegung aller Antriebsräder
- Skalierbare Motorleistung (Nennleistung) von 25 - 60 kW (Serie A) und 5 - 20 kW (Serie B)
- Skalierbare Zwischenkreisspannung. Standard: 400 V olt
- Hohe Systemeffizienz, insbesondere bei der Rückgewinnung der Bewegungsenergie
- Einfacher Einbau

"Connected Dual Servo-Drive" Antriebsachse

Mit der "Connected Dual Servo-Drive" Antriebsachse mit einer Gesamtleistung (Nennleistung) von 64 Kilowatt und einem maximalen Anfahrmoment von rund 1800 Newtonmetern dokumentieren AAGLANDER und Inmares die außerordentliche Leistungsfähigkeit ihrer DPRS-Elektrotraktion und Systemsteuerung.

Das Auto als rollender Hot Spot - die vernetzte Mobilität als n euer Standard - wird zusammen mit der Elektromobilität und ihren neuartigen Traktionslösungen die automobile Welt verändern. Für diese Zukunft sind die modular aufgebauten Connected Servo-Drive Antriebe zusammen mit der sie umgebenden Systemarchitektur schon heute gerüstet: über den Datenhighway, der die Sensoren der DPRS Antriebsmodule mit dem zentralen Bordrechner verbindet, erfolgt die Überwachung und Regelung der Fahr- und Betriebssicherheit voll vernetzt - abgestützt auf die Fun ktionalitäten bewegungspräziser Einzelrad-Servoantriebe und ihre Kommunikation und Steuerung nach Ethernet-Standards.

Dass der Gesetzgeber die V erfügbarkeit der ESP Funktionen seit Ende 2011 für alle neu zugelassenen Personen- und Nutzkraftwagen verlangt, soll nicht bedeuten, dass die klassischen ESP Hilfsmittel in Zukunft auch in Fahrzeuge mit einer Elektrotraktion vom "Typ DPRS" eingebaut werden müssen, bei welchen die Fahrsicherheit durch die rein elektromotorische Verzögerung und/oder Beschleunigung der angetriebenen Räder aktiv und in Echtzeit unterstützt wird (Torque Vectoring). So demonstriert die "Connected Dual Servo-Drive" Antriebsachse schon heute die Technologie einer vernetzten Elektrotraktion von morgen, die die automatische Fahrsicherheit und Fahrdynamik den klassischen Systemen gegenüber weiter verbessert und die Systemkosten wesentlich reduziert.

microMAX 3.0 - ein visionäres Mobilitätskonzept trifft auf zukunftsweisende Elektrotraktion

Technologie für die Zukunft! Was liegt es da näher als den Einbau der Connected Dual Servo-Drive Technologie in das visionäre "microMAX"-Konzept der Rinspeed AG anzugehen. Dient der "microMAX" in diesem Jahr bereits als Technologieträger für Linde Material Handling und t-Systems, so soll 2015 der "microM AX" stellvertretend für Light Utility Vehicles mit der "Connected Dual Servo-Drive" Antriebstechnik ausgerüstet werden. Ob Heck-, Front- oder Allradantrieb - mit der von AAGLANDER und Inmares entwickelten DPRS Antriebstechnik lässt sich der "microMAX" traktionsstark, vollvernetzt und emissionsfrei als urbanes Nutzfahrzeug einsetzen.

AAGLANDER Elektro-Kutschen mit Limousinen-Fahrkomfort und Inmares E-Cross Technologieträger für emissionsfreien Rallye-Offroad-Sport

Eine weitere Anwendung stellt die Adaption der DPRS Technologie für die Elektro- Kutschen von AAGLANDER dar . So wird im Modelljahr 2014 das AAGLAND' sche Kutschenprogramm mit der Connected Dual Servo-Drive Technologie ausgestattet.

Das Systemdesign für die AAGLANDER Elektro-Kutsche sichert signifikante Fortschritte bei der Traktionssicherheit: Anfahr-, Beschleunigung- und Verzögerungsprobleme bei nassen, unbefestigten oder verschmutzen Wegen und bei engen Kurven mit Steigung oder Gefälle sind Vergangenheit. Doch nicht nur sichere Fahreigenschaften standen im Fokus der Systementwicklung, sondern auch die Verbesserung von Antriebsleistung, Energieeffizienz, Handling und Fahrkomfort der Kutsche selbst. Hierfür ausschlaggebend ist der neu konstruierte Connected Servo-Drive Heckantrieb, ausgeführt als Einzelradaufhängung (Achsschwinge) mit integrierter Aufnahme des DPRS Antriebsmoduls.

Welche Potenziale die DPRS Antriebsmodule und ihre Anwendung als integrierte "Connected Dual Servo-Drive" Heckantriebsachsen besitzen, unterstreichen ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, unter anderem bei City Vans, leichten Nutzfahrzeugen, mobilen Arbeitsmaschinen, Sport- und Sonderfahrzeugen.

So ist es nicht überraschend, dass die Experten von Inmares und ihre Partner in Bad Hindelang (unter der Leitung von Richard Schalber, der seinerzeit mit der Entwicklung und Herstellung der BMW F 650 R beauftragt war , mit der BMW die Rallye Paris-Dakar von 1999 und 2000 als Sieger bei den Motorrädern dominierte) ne ben der sanften Mobilität, welche die Aaglander Motorkutschen und ihre DPRS Antriebs- und Connected Dual Servo-Drive Fahrwerkstechnik vorbildlich repräsentiert, ein weiteres Highlight der Elektrotraktion in Arbeit haben: Den allradgetriebenen Technologieträger "E-Cross".

Konstruiert für den harten - aber emissionsfreien - Rallye Offr oad-Sport arbeiten Schalber und die Inmares AG an der Fertigstellung dieses rein elektrisch angetriebenen Experimentalfahrzeugs, dessen Technologie die Szene bereichern wird: Vier unabhängige DPRS E-Module, ein höchst robustes Chassis, baugleiche Achsund Fahrwerkskomponenten, eine modular aufgebaute Lithium-Ionen Traktionsbatterie mit universaler BMS-Architektur, ein Brennstoffzellen Range-Extender und eine konsequent nach Ethernet-Standards aufgebaute E/E-Architektur sind die wichtigsten Technik-Schmankerl, die diesen Elektro-SUV der Porsche-Cayenne-Klasse kennzeichnen, der bislang noch nicht gezeigte Möglichkeiten einer fortschrittlichen Elektrotraktion unter Beweis stellen soll.

Connected Dual Servo-Drive-Achsen für mobile Arbeitsmaschinen

Nicht minder hart im Nehmen muss die elektrische Antriebstechnik bei mobilen Arbeitsmaschinen sein, wie z.B. im Fall von Kommunalfahrzeugen, Gabelstaplern und Flurförderfahrzeugen. Hier zählen Traktionsstärke, Rangiergenauigkeit, präzises und energieeffizientes Fahren sowie hohe Produktivität zu den wesentlichen Vorgaben. Dass sie zugleich emissions- und geräuscharm sind, ist dabei selbstverständlich.

So prüft der europäische Marktführer für Flurförderzeuge den Einsatz der "Connected Dual Servo-Drive" Antriebsachsen für Kunden-Anwendungen im Geschäftsbereich "Electronic Systems & Drives".

Mit "Connected Dual Servo-Drive" von AAGLANDER und Inmares sind noch viele Ideen vernetzter Elektrotraktion realisierbar.

Über die Inmares AG:

Seit mehr als 30 Jahren arbeiten die Ingenieure und Partner der Inmares AG an den Standorten Binningen/Schweiz und Bad Hindelang/Deutschland in allen Bereichen der Mobilität - von der Planung, Entwicklung und Herstellung von Fa hrzeugen und Komponenten bis hin zu Motorsport-Aktivitäten, Marketing und Consulting. Die Inmares Spezialisten kennen die Möglichkeiten und Probleme des motorisierten Individualverkehrs und arbeiten an neuartigen automobilen Technologien und nachhaltigen Mobilitätskonzepten für Wirtschaft, Gesellschaft und die Umwelt. Kerngeschäft von Inmares sind die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von innovativen Systemen und Gesamtlösungen für eine leistungsfähige und kosteneffiziente Elektromobilität.

www.inmares.ch

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