CE-Zulassung für erste MRT-fähige 4-French- CRT-Elektrode

Die Kardiologen Dr. Philippe Ritter und Dr. Christof Kolb implantieren neue bipolare Elektrode Sentus ProMRI® von BIOTRONIK bei Patienten mit Herzinsuffizienz
CE-Zulassung für erste MRT-fähige 4-French- CRT-Elektrode (PresseBox) (Berlin, ) BIOTRONIK, ein führender Hersteller kardiovaskulärer Medizintechnik, der auf die Therapie von Herzinsuffizienz spezialisiert ist, gab heute die ersten Implantationen der Elektrode Sentus ProMRI® bekannt. Die bipolare Elektrode zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT) von BIOTRONIK ist die erste MRT-fähige Elektrode mit einem Durchmesser von 4 French, was 1,6 Millimetern entspricht. Aufgrund ihrer geringen Größe erleichtert sie den Zugang zu anatomisch besonders herausfordernden Gefäßen und bietet nicht nur erweiterte Stimulationsmöglichkeiten, sondern auch den Zugang zu MRT-Untersuchungen für die Patienten. Anfang Februar erhielt die neue CRT-Elektrode die CE-Zulassung.

Tatsächlich haben Patienten mit Herzinsuffizienz einen erhöhten Bedarf, MRT-Untersuchungen vornehmen zu lassen. Sie weisen häufig einen schlechten Gesundheitszustand auf und sind in der Regel über 65 Jahre alt. Daher treten bei ihnen vermehrt Begleiterkrankungen wie Schlaganfälle, Hirntumore oder Arthritis auf, bei denen ein MRT indiziert ist. Ein mit dem Alter steigender Bedarf an MRT-Untersuchungen führt dazu, dass die Wahrscheinlichkeit, dass bei Patienten im Laufe der Lebensdauer ihres Implantats eine Indikation zu einer MRT-Untersuchung gestellt wird, auf 50-75 Prozent geschätzt wird. [1]

Dr. Philippe Ritter vom Universitätskrankenhaus Bordeaux, Frankreich, erläutert: "Patienten mit Herzinsuffizienz benötigen eine komplexe Versorgung. Besonders mit zunehmendem Alter und bei auftretenden Begleiterkrankungen kann eine MRT-Untersuchung notwendig werden. MRT (Magnetresonanztomografie) ist der Goldstandard im Bereich der bildgebenden Verfahren zur Darstellung von Weichteilgewebe. Die ProMRI® Elektroden und Implantate von BIOTRONIK geben mir die Möglichkeit, meinen Patienten eine zuverlässige Therapie anzubieten, die ihre Lebensqualität verbessert."

"Dank der kontinuierlichen Fernnachsorge mit BIOTRONIK Home Monitoring® kann ich den Erfolg der Therapie bei meinen Patienten genau überwachen. Wenn sich ihr Zustand verändert oder gar verschlechtern sollte, kann ich umgehend reagieren. Dies ist besonders bei Herzinsuffizienzpatienten von großer Bedeutung", ergänzt Dr. Christof Kolb vom Deutschen Herzzentrum, München. "Besonders für Patienten mit Herzschwäche kann es zudem entscheidend sein, ein hochleistungsfähiges Implantat zu haben, das eine erfolgreiche Therapie gleich mit der ersten Energieabgabe verspricht. Mit Idova von BIOTRONIK weiß ich meine Patienten auf der sicheren Seite."

Therapie der Herzinsuffizienz

Die Herzinsuffizienz ist eine komplexe Erkrankung, bei der der Herzmuskel fortschreitend geschwächt wird. Etwa ein bis zwei Prozent der Erwachsenen in Industrieländern weisen eine solche Herzschwäche auf. Unter den über 70-Jährigen steigt die Prävalenz auf zehn Prozent.[2] Die Erkrankung geht einher mit einer asynchronen Kontraktion der Herzkammern, die sich mit einer kardialen Resynchronisationstherapie (CRT) behandeln lässt. Klinische Studien haben die Wirksamkeit der CRT zur Reduktion klinischer Ereignisse und Krankenhauseinweisungen belegt.[3] Die IN-TIME Studie zeigte vor Kurzem eine Verringerung der Gesamtmortalität bei Herzinsuffizienzpatienten durch den Einsatz von BIOTRONIK Home Monitoring®.[4]

Die Erstimplantationen der bipolaren Elektrode Sentus ProMRI® wurden von folgenden Ärzten durchgeführt:

Dr. Thomas Blum und Dr. Jochen Stockinger, Universitäts Herz-Zentrum Freiburg-Bad Krozingen, Deutschland;
Dr. Saverio Iacopino, Villa-Anthea-Klinikum, Bari, Italien;
Dr. Ching Chi Keong, Nationales Herzzentrum, Singapur;
Dr. Christof Kolb, Deutsches Herzzentrum, München, Deutschland;
Dr. Peter Lercher und Dr. Günther Prenner, LKH Universitätsklinikum, Graz, Österreich;
Dr. Kai Nyman, Zentrales Krankenhaus, Jyväskylä, Finnland;
Dr. Datuk Razali Omar, Nationales Herzzentrum, Kuala Lumpur, Malaysia;
Dr. Philippe Ritter, Universitätskrankenhaus Bordeaux, Frankreich;
Dr. Ricardo Ruiz Granell, Universitätskrankenhaus Valencia, Spanien;
Dr. Miguel Viscusi, Sant'Anna e San Sebastiano Krankenhaus, Caserta, Italien;
Dr. Wilko Weißenberger und Dr. Nico Reinsch, Universitätsklinikum Essen Westdeutsches Herzzentrum, Deutschland;
Dr. Marco Zardini, Universitätskrankenhaus Parma, Italien.

Referenzen:

[1] Roguin et al., Europace (2008), 10 (3): 336-346.
[2] European Heart Journal (2012), 33: 1787-1847.
[3] Moss et al., New England Journal of Medicine (2009), 361: 1329-38, und Anand et al., Circulation (2009), 119: 969-977.
[4] Ergebnisse wurden im September 2013 auf der Konferenz der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie vorgestellt.

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