Water Footprint: Nachhaltiges Wassermanagement wird immer wichtiger

Um Unternehmen den Water Footprint als methodischen Ansatz vorzustellen, organisierte DNV GL am 20. Februar 2014 in Düsseldorf eine eintägige Informationsveranstaltung.
(PresseBox) (Essen, ) Die Bevölkerungszahlen steigen und wir verbrauchen immer mehr Energie. Auch die Nachfrage nach Wasser wird in Zukunft stark wachsen. Schon jetzt übersteigt der Verbrauch an Grundwasser in vielen Regionen der Welt die regenerativen Kapazitäten. Für Unternehmen wird es immer wichtiger, geeignete Water-Footprint-Konzepte zu entwickeln, um wasserbezogene Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette systematisch zu identifizieren und durch geeignetes Wassermanagement zu reduzieren.

An der DNV GL-Informationsveranstaltung nahmen insgesamt 31 Wasser- und Umweltexperten aus ganz Deutschland teil und diskutierten über die Zukunft von Water-Footprint-Konzepten. Es herrschte ein breiter Konsens, dass wasserbezogene Risiken stark an Bedeutung gewonnen haben und dass es für Unternehmen essentiell ist, ein nachhaltiges und umfassendes Wassermanagement, das auch die gesamte Lieferkette einschließt, einzuführen. So betonten die Referenten der Unternehmen Coca Cola und Tchibo, dass der nachhaltige Umgang mit Wasserressourcen bereits zu einem wichtigen Bestandteil der Unternehmensstrategie geworden sei.

Neben der Darstellung des rechtlichen Rahmens durch die internationale Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer LLP wurde in der Informationsveranstaltung ein besonderer Fokus auf die Präsentation von Praxisbeispielen gelegt. So berichteten Vertreter der Unternehmen Coca Cola, Tchibo und Golder Associates über ihre Erfahrungen und praktische Umsetzung mit dem Thema Water Footprint und stellten ihren Ansatz eines nachhaltigen Wassermanagements vor. Die Technische Universität Berlin präsentierte ferner die Ergebnisse einer in Zusammenarbeit mit der Volkswagen AG erstellten Water-Footprint-Studie, die den Wasserkonsum verschiedener Fahrzeugtypen über den gesamten Produktlebenszyklus berechnete.

Über wasserbezogene Risiken im Investmentsektor berichtete die DEG (Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH) und stellte den Wasserrisikofilter vor. Diese computergestützte Anwendung erlaubt Investoren die Einschätzung von standortbezogenen Risiken und wurde in Zusammenarbeit mit dem World Wildlife Fund und dem Water Footprint Network entwickelt.

European Water Stewardship (EWS) Standard
Der Einblick in diverse unternehmerische Wassermanagementpraktiken wurde ergänzt durch einen Vortrag der Organisation European Water Partnership, in dem den Teilnehmern vorgestellt wurde, wie der European Water Stewardship (EWS) Standard für die Einführung, Verbesserung und Kommunikation einer nachhaltigen Wasserstrategie genutzt werden kann.
Die Umsetzung des Standards ermöglicht Unternehmen ihren Wasserverbrauch unter gleichzeitiger Berücksichtigung der Erhaltung des Ökosystems in ihrem Umfeld zu senken. „Die Einführung und Zertifizierung nach dem EWS-Standard, könnte sich in Europa als Water-Footprint-Konzept durchsetzen, da der Standard Unternehmen einen guten Rahmen bietet, sich strategisch mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich kontinuierlich weiter zu verbessern“, so Markus Weber, Experte für Nachhaltigkeit bei DNV GL.

Die Erlöse aus der Veranstaltung wurden UNICEF für Wasserwirtschaftsprojekte in Entwicklungsländern gespendet.

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Michael Niemeier
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