Fahrradfrühling: Vor dem Start Schraubenverbindungen kontrollieren

TÜV Rheinland: Keinen Hochdruckreiniger zum Säubern benutzen / Reifen: Angaben zum Luftdruck auf der Reifenflanke
(PresseBox) (Köln, ) Viele Fahrräder überwintern in kalten Kellern, feuchten Gartenhäusern oder ungeschützt im Freien. Darum benötigen sie im Frühjahr eine gründliche Pflege und Überprüfung. „Das erhält den Wert des Rades und dient der Sicherheit des Fahrers“, sagt Georg Herrmann, Fahrradexperte von TÜV Rheinland. Um den groben Schmutz abzuwaschen, sind lediglich Seifenlauge, Stielbürste, Schwamm und Putzlappen zum Trockenreiben nötig. Die Kette lässt sich am besten mit einer ausrangierten Zahnbürste säubern, bevor ihre Glieder mit dünnflüssigem Kettenöl wie Kettenspray geölt werden. Bei schwer zugänglichen, beweglichen Elementen, wie Schaltung und Bremszügen, kommt ein sogenanntes kriechfähiges Schmiermittel wie Teflonspray zum Einsatz. Ein Hochdruckreiniger sollte nicht benutzt werden. Der harte Wasserstrahl beschädigt leicht die Lager, da durch ihn Schmutz und Feuchtigkeit hineingedrückt werden.

Verschleißteile austauschen
Ist das Rad geputzt und geölt, können seine Funktionen gecheckt werden. Für eine sichere Fahrt sind einwandfreie Bremsen und Reifen, funktionierendes Licht und intakte Schraubenverbindungen besonders wichtig. Ein Blick auf Verschleißteile wie die Belege der Felgenbremsen und die Felgen verrät, ob sie ausgetauscht werden müssen. Das ist der Fall, wenn die Markie¬rungen der Belege beziehungsweise die Verschleißanzeige der Felge nicht mehr deutlich zu sehen sind. Ist das Reifenmaterial porös und das Profil abgefahren, muss der Mantel ausgetauscht werden. Auch auf einen optimalen Luftdruck ist zu achten. „Ist er zu niedrig, fahren sich die Räder schwerer und gehen schneller kaputt“, erklärt Georg Herrmann. Mindest- und Maximalluftdruck sind auf der Reifenflanke abzulesen.

Stecker und Schrauben überprüfen
Die Stecker des Lichtkabels an den Leuchten und am Dynamo können sich während der Winterpause gelöst haben. Ihr Sitz sollte ebenso überprüft werden wie die gesamten Schraubenverbindungen des Rades. „Beim Nachziehen auch an die Schrauben der Anbauteile wie Schutzblech und Gepäckträger denken“, erinnert der TÜV Rheinland-Experte. Kleine Reparaturen am Rad können in Eigenregie erledigt werden. Um größere Schäden sollte sich eine Fahrradwerkstatt kümmern.

Kontakt

TÜV Rheinland
Am Grauen Stein
D-51105 Köln
Rainer Weiskirchen
Pressesprecher
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