GroKo unterschätzt Bedeutung der unabhängigen Breitbandnetzbetreiber

(PresseBox) (Lauchhammer, ) Digitale Netzallianz verzichtet auf Mittelstand und setzt einseitig auf Großunternehmen und ihre Lobbyisten

Kein Interesse an Einbeziehung der Mittelstandsinvestitionen von fast 5 Mrd. Euro in die Digitale Netzallianz?


Lauchhammer, 10.03.2014: „Über 30 Prozent aller deutschen Haushalte werden von mittelständischen unabhängigen Kabelnetzbetreibern (uKNB) aus Handwerk und Mittelstand und auch von Kommunalunternehmen betreut. Dennoch fehlten ihre Verbände und maßgebliche Vertreter beim Treffen zum Start der Digitalen Netzallianz. Offenbar wollen die große Koalition und der „Minister für Mobilität und Modernität“ einseitig auf die große Koalition mit den Großunternehmen und deren Lobbyisten setzen. Das finden wir sehr bedauerlich“, kommentierte der Vorsitzende des Fachverbands Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK), Heinz-Peter Labonte, die Ergebnisse des ersten Treffens der „Netzallianz Digitales Deutschland“ der Bundesregierung.

Die uKNB hätten in den vergangenen Jahren kontinuierlich große Teile ihrer Kupferkoaxialkabel-Infrastrukturen auf Bandbreiten jenseits der 50 MBit/s aufgerüstet. Allein die im FRK zusammengeschlossenen Unternehmen versorgten über 3 Mio. Haushalte in Deutschland mit Breitbandzugängen. Davon befände sich ein Großteil in den 30 Prozent unterversorgten ländlichen Regionen Deutschlands.

Die rd. 12 Mio. von uKNB und kommunalen Unternehmen angeschlossenen TV-Haushalte würden in den nächsten Jahren auch ans Internet angeschlossen, erklärte der FRK-Sprecher. Der Prozess laufe bereits seit Jahren. Bei einer Investition von durchschnittlich 400 Euro pro TV-Haushalt für den Anschluss mit Docsis 3.0 oder FttB/FttH ergäbe diese eine Investitionssumme von 4,8 Mrd. Euro.

„Schade, dass der Bundesminister für Verkehr und Digitale Infrastruktur die Erfahrungen der Mittelständler und kommunal ansässigen Unternehmen nicht in die „Digitale Netzallianz Deutschland“ einbezieht. Aber wir uKNB sind es schließlich gewohnt, dass die Politik sich ihre subjektive Bedeutung lieber von Großunternehmen und ihren Lobbyisten bestätigen lässt, als die Vielzahl der mittelständischen Aktivitäten in ihrer gesellschaftlichen und infrastrukturellen Bedeutung anzuerkennen“, erklärte Labonte abschließend.


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