Deutschland unterstützt Zentralafrikanische Republik mit Beitrag zur Ernährungs- und Gesundheitsversorgung

(PresseBox) (Berlin, ) Minister Müller: "Hilfsorganisationen in der ZAR brauchen Unterstützung. Weltgemeinschaft darf dem Hungern und Morden in der Zentralafrikanischen Republik nicht tatenlos zusehen."

Die Bundesrepublik stellt der Zentralafrikanischen Republik 8,5 Millionen Euro bereit, um dazu beitragen, die Lebensbedingungen der Menschen im dem an Hunger und Gewalt leidenden Land zu verbessern. Außerdem unterstützt Deutschland das Welternährungsprogramm mit 1,5 Millionen Euro für Flüchtlinge aus der ZAR in der Demokratischen Republik Kongo. Dies sagte der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, auf seiner Reise in die ZAR zu.

Minister Müller: "Die Vertreterinnen und Vertreter der Hilfsorganisationen leisten einen enormen Beitrag angesichts der gefährlichen und katastrophalen Lage in der Zentralafrikanischen Republik. Sie brauchen eine koordinierte Unterstützung. Die gemeinsame Reise mit meinem französischen Amtskollegen, EU-Kommissar Piebalgs und dem OECD-DAC-Vorsitzenden ist deshalb ein wichtiges Signal. Wir wollen das Hungern und Morden mitten in Afrika nicht hinnehmen."

Konkret sagte Bundesminister Müller die Unterstützung einer Nothilfe-Operation des Welternährungsprogrammes in der Zentralafrikanischen Republik zur Ernährungssicherung und Nahrungsmittelhilfe über 3,5 Millionen Euro. Zudem stellte er 5 Millionen Euro als Übergangshilfe zur nachhaltigen Ernährungssicherung zur Verfügung und zur kurzfristigen Wiederherstellung der Infrastruktur in den Bereichen Wasser, Sanitär, Hygiene.

Müller war Donnerstagabend in der Zentralafrikanischen Republik gelandet. Begleitet wird der Minister von der Vorsitzenden des Bundestagsausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dagmar Wöhrl. Gemeinsam mit dem französischen Staatsminister für Entwicklung beim Außenminister, Pascal Canfin, dem EU-Kommissar für Entwicklung, Andris Piebalgs und Erik Solheim, dem Vorsitzenden des Development Assistance Committee der OECD, kurz DAC, informierte sich Müller über die Lage in der ZAR und die Hilfsmöglichkeiten. Die Reise war Ergebnis der Gespräche zwischen Minister Müller und seinem französischen Amtskollegen Canfin anlässlich des deutsch-französischen Ministerrats am 20. Februar 2014 in Paris.

Auf dem Programm des knapp 2-tägigen Besuches stehen zahlreiche Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern von Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen vor Ort. Außerdem trifft Müller die Übergangspräsidentin der ZAR, Catherine Samba-Panza. Minister Müller: "Akute Aufgaben in der ZAR sind humanitäre Hilfe und Ernährungssicherung, die Stabilisierung der Sicherheitslage und die Wiederherstellung funktionsfähiger staatlicher Strukturen. Entscheidend für die Lösung des Konflikts ist der politische Prozess des Landes. Die ZAR muss zu Sicherheit und Ordnung zurückkehren, dies ist ein längerfristiger Prozess. Ziviles Engagement kann neben der humanitären Nothilfe einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, die Strukturen des völlig zerstörten Landes wieder aufzubauen." Minister Müller wird seinen Besuch in der ZAR am späten Freitagnachmittag beenden.

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