BITMi zum Antrag digitale Wirtschaft

(PresseBox) (Aachen, ) Der Bundesverband IT-Mittelstand (BITMi) begrüßt den gestern verabschiedeten umfassenden Koalitionsantrag zur Stärkung der digitalen Wirtschaft. „Der Antrag und die Bundestagsdebatte stellen die Chancen der Digitalisierung in den Vordergrund. Dies und die Kooperation zwischen dem Ausschuss „Digitale Agenda“ und dem Wirtschaftsausschuss begrüßen wir“, sagte der BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün.

Die Schwerpunktthemen des Antrags, nämlich die Gründerszene und die Digitalisierung des Anwendermittelstands, sind sehr wichtig, allerdings kommt der IT-Mittelstand zu kurz, kritisiert der BITMi. „Gerade im IT-Mittelstand finden sich die „Hidden Champions“, die wir jetzt stärken müssen, um Vertrauen in die IT zurückzugewinnen“, erklärte Grün.

Grün: „Es ist sehr erfreulich, dass sowohl die Marke „Made in Germany“, die Vertrauen und Kompetenz schafft, als auch der Ausbau unserer Standortvorteile, nämlich IT-Sicherheit und Datenschutz, in der Debatte als auch im Antrag dargestellt werden. Gerade mittelständische IT-Sicherheitsunternehmen wie Hersteller von sicheren Verschlüsselungstechnologien oder auch sicheren Router müssen von der Politik weiter gefördert werden, zum Beispiel mit Ideenwettbewerben, Sicherheitsclustern und Usability-Förderprogrammen.“

Gleichzeitig lehnt der BITMi eine Ausweitung staatlicher Interventionen in den Markt, um Übernahmen von deutschen Unternehmen durch große internationale IKT-Konzerne zu verhindern, strikt ab. Es gilt, die Bedingungen für kleinere Unternehmen zu verbessern, und nicht in den Markt einzugreifen.

Weiter erklärt der BITMi, dass die Themen Finanzierung, Fachkräfte und Internationalisierung für den IT-Mittelstand ebenfalls sehr wichtig sind. „Ein künftiges Venture Capital-Gesetz darf nicht auf Startups reduziert werden und muss auch für den IT-Mittelstand gelten. So wie die Startups von heute der IT-Mittelstand von morgen sind, wachsen aus dem IT-Mittelstand von heute die Konzerne von morgen, und da wollen wir doch schließlich hin“, bekräftigt Grün.

Laut BITMi hat es jetzt bereits mehrere Ankündigungen und Signale für die Digitale Agenda gegeben. Allerdings konnten die drei zuständigen Minister vor einigen Tagen auf der CeBIT noch immer nicht konkretisieren, wie diese Vorhaben jetzt ausgeführt werden sollen. „Es muss jetzt Schluss sein mit „wir werden…“, wir benötigen Priorisierungen, konkrete Zeitangaben und vor allem Konkretes zur Finanzierung, denn nur so werden wir auch zu Ergebnissen kommen. Der IT-Mittelstand liefert inhaltlich an dieser Stelle gerne seine Expertise“, sagte Grün.

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Linda van Renssen
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