Menschliches Geschmacksempfinden jetzt im Labor erforschbar dank stabiler Modelle von Geschmackszellen

SIRION Biotech stellt entsprechende Zellmodelle bereit
(PresseBox) (München, ) Chemical Senses, ein Journal von Oxford University Press, veröffentlicht diesen Monat eine Publikation zu stabil wachsenden Geschmackszellen in vitro. Wozu? Zum nun möglichen Studium des menschlichen Geschmacksempfindens im Labor. Forscher aus Südhessen und München identifizierten sogenannte HTC-8 Zellen, die Gene exprimieren für bitteren Geschmack. Oder umgekehrt: bittere Geschmacksstoffe lösen einen entsprechenden Signalmechanismus aus.

Geschmackszellen auf der Zunge sind hochspezialisiert und von kurzer Lebensdauer; sie haben nur ein begrenztes Potential, sich weiterzuentwickeln. Dies führte in der Vergangenheit zu Schwierigkeiten ihrer Erhaltung im Labor. Die jetzt mögliche genetische Stabilisierung humaner Geschmackszellen zur Verwendung in der Forschung geschieht mithilfe sogenannter viraler Vektoren, in diesem Fall über Adenoviren. Diese werden in die Primärzellen transduziert mit dem Ergebnis, daß sich die Zellen außerhalb des Körpers, in diesem Fall der Zunge, weiterentwickeln und ihre zellspezifischen Geschmackseigenschaften behalten. Jetzt lassen sich Zelllinien erstellen, die sich stabil bis zu 25 mal subkultivieren lassen (Passagen) und sich somit ideal für zell-basiertes Screening eignen.

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