Saarwirtschaft bleibt auf Erholungskurs

Geschäftslage erneut verbessert, Aussichten weiter positiv
(PresseBox) (Saarbrücken, ) Das Stimmungsbild der Saarwirtschaft hat sich im März weiter etwas aufgehellt. Das signalisiert der IHK-Lageindikator, der die aktuelle Geschäftslage der Unternehmen im Saarland widerspiegelt. Er ist im März nochmals leicht um 0,6 auf 37,7 Punkte gestiegen. Das war der vierte Anstieg in Folge. Insgesamt bewerten derzeit rund 91 Prozent der befragten Unternehmen ihre Lage mit gut oder befriedigend. Positiv bleiben auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate. Der IHK-Erwartungsindikator liegt trotz eines leichten Rückgangs um 1,1 Punkte mit 4,4 Zählern weiterhin deutlich im positiven Bereich. "Die Signale stehen unverändert auf grün: Wir erwarten weiteres Wachstum in den Frühjahrs- und Sommermonaten. Neben positiven Impulsen vom Export dürften auch inländische Investitionen und die private Konsumnachfrage für konjunkturellen Aufwind sorgen. Unter der Voraussetzung, dass die Krimkrise sich nicht negativ auf die Konjunktur auswirkt, bleiben wir bei unserer Prognose von zwei bis 2,5 Prozent Saar-Wachstum in 2014. Auf dem Arbeitsmarkt erwarten wir im Verlauf dieses Jahres einen neuen Beschäftigungsrekord." So kommentierte der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen die Märzumfrage der IHK Saarland, an der sich 300 Unternehmen mit rund 120.000 Beschäftigten beteiligten.

Insgesamt bewerten derzeit 47 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 44 Prozent mit befriedigend und neun Prozent mit schlecht. Der IHK-Lageindikator hat mit 37,7 Punkten den höchsten Wert seit dem Sommer 2011 erreicht und liegt damit deutlich über dem vergleichbaren Ifo-Wert für ganz Deutschland.

Der Blick in die Branchen zeigt, dass die Industrie sich von der Exportflaute im vergangenen Jahr inzwischen gut erholt hat. Der Lageindikator liegt hier mit 30,1 Punkten derzeit rund 10 Zähler über dem Durchschnittswert des Vorjahres. Rund laufen die Geschäfte vor allem in der Medizin-, Mess- und Automatisierungstechnik, im Maschinenbau, in der Gummi- und Kunststoffindustrie sowie in der keramischen Industrie. Im Fahrzeugbau, in der Elektroindustrie, im Stahlbau, im Ernährungsgewerbe und in der Bauwirtschaft ist die Lage eher befriedigend. In der Stahlindustrie drücken weiterhin Überkapazitäten auf die Stimmung. Inzwischen gibt es aber mehr Aufwärtschancen als Abwärtsrisiken.

Der Handel und die Dienstleistungsunternehmen berichten mehrheitlich über gute bis sehr gute Geschäfte. Besonders rund läuft es bei den Versicherungen und in der IT-Branche. Das gilt mit Abstrichen auch für den Handel. Vor allem die Bereiche Möbel, Elektrogeräte und Unterhaltungselektronik profitieren von der unverändert hohen Anschaffungsbereitschaft der Konsumenten. Bei den unternehmensnahen Dienstleistern, im Verkehrsgewerbe sowie im Hotel- und Gaststättenbereich ist die Lage überwiegend befriedigend. Insgesamt bewegt sich der Lageindikator im Dienstleistungsbereich mit 44,3 Punkten auf einem außergewöhnlich hohen Niveau.

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