Höhere Therapietreue und Behandlungserfolg bei Nachsorgeuntersuchungen mit BIOTRONIK Home Monitoring®

Neue Subanalyse der TRUST Studie belegt höhere Teilnahmequote von ICD-Patienten an empfohlenen Untersuchungen um 25 Prozent
BIOTRONIK Home Monitoring (PresseBox) (Berlin, ) BIOTRONIK, ein führender Hersteller kardiovaskulärer Medizintechnik, gab die Veröffentlichung neuer Ergebnisse einer Subanalyse der wegweisenden Studie TRUST im European Heart Journal[1] bekannt. Bei der Analyse wurde die Einhaltung von Nachsorgeterminen durch Patienten mit einem Implantierbaren Kardioverterdefibrillator (ICD) untersucht. Patienten, die an der Home Monitoring-gestützten Fernnachsorge teilnahmen, wiesen eine 25 Prozent höhere Compliance bei der Einhaltung von empfohlenen Nachsorgeuntersuchungen auf als die Kontrollgruppe. Dies deutet auf eine optimierte Arzt-Patientenbindung hin mit positiven Auswirkungen für den Behandlungserfolg.

Im Anschluss an eine ICD-Implantation ist die regelmäßige Untersuchung der Patienten und ihres Implantats ein entscheidender Faktor für den Behandlungserfolg. Eine entsprechende Überwachung der implantat-basierten Therapie wirkt sich positiv auf die Lebensdauer und Lebensqualität des Patienten aus. Fachverbände empfehlen deshalb Nachsorgeuntersuchungen in regelmäßigen Abständen.[2] Bisher wurden diese in Form von starren kalenderbasierten Präsenznachsorgen, alle drei oder sechs Monate, durchgeführt. Implantate mit integrierter Fernnachsorgetechnologie übertragen täglich und völlig automatisch medizinische Daten sowie technische Daten des Implantats an den behandelnden Arzt. Dieser hat so den Gesundheitszustand seines Patienten kontinuierlich im Blick und kann ihn dann zu einer Nachsorgeuntersuchung einbestellen, wenn es nötig ist.

"Die TRUST-Studie hat gezeigt, dass die automatische Home Monitoring gestützte Nachsorge für die Klinik effizienter ist. Die Subanalyse hat nun auch erneut bestätigt, dass Home Monitoring in Bezug auf das Erreichen der Nachsorgeziele effektiver und zuverlässiger ist", erläuterte der leitende Prüfarzt der Studie, Dr. Niraj Varma von der Cleveland Clinic in Ohio, USA. "Häufige konventionelle Präsenznachsorgen führen zu einem Rückgang der Teilnehmerzahlen. Die Patienten verzichten wahrscheinlich eher auf eine Nachsorge, wenn sie mehrere Nachsorgeuntersuchungen hintereinander als unnötig und lästig betrachten."

Bei der TRUST Studie handelt es sich um eine prospektive, randomisierte, multizentrische klinische Studie, die mit 1.450 Patienten an 102 Zentren in Nordamerika durchgeführt wurde. Sie hat gezeigt, dass BIOTRONIK Home Monitoring® die Zahl der Nachsorgeuntersuchungen in Klinik oder Praxis um 45 Prozent reduzieren kann, bei gleich bleibender Sicherheit für den Patienten. Die Subanalyse hat jetzt zusätzlich verdeutlicht, dass Home Monitoring-gestützte Nachsorgen die Zuverlässigkeit der Patienten in Bezug auf die Teilnahme an Nachsorgeuntersuchungen erhöht. Innerhalb der Home Monitoring-Gruppe war die Teilnahmequote für alle empfohlenen Untersuchungen insgesamt 25 Prozent höher. Darüber hinaus nahmen auch mehr telemedizinisch betreute Patienten an den jährlichen Präsenznachsorgen teil als konventionell betreute, bei denen die Wahrscheinlichkeit sogar zweimal so hoch war, dass sie einen Nachsorgetermin auslassen.

"Aufgrund der TRUST Ergebnisse gehen wir davon aus, dass der bisherige kalenderbasierte Nachsorgestandard neu bewertet werden muss", fügt Dr. Varma hinzu. "Statt starrer Nachsorgeschemata sollten automatische und tägliche Fernnachsorgen als neuer Standard zur Nachsorge von Implantatpatienten eingeführt werden, was letztendlich zu einem effektiveren Patientenmanagement führt."

Die aktuellen Therapierichtlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) deuten darauf hin, dass ein komplett automatisches Telemonitoring-System in der implantatbasierten Therapie eine noch bedeutendere Rolle spielen wird. Die ESC empfiehlt ein implantatbasiertes Monitoring mit dem Evidenzgrad IIa und dem höchsten Evidenzlevel.

Referenzen:
[1] Varma et al., European Heart Journal (3 März 2014). DOI: 10.1093/eurheartj/ehu066.
[2] Wilkoff et al., Europace (2008), 10: 707-725.

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