Gleichstellungsbeauftragte fordert mehr Engagement von Schulen

Probieren sich im Elektrotechnik-Labor der FH Flensburg: Tordis, Kira und Madlen, Foto: Gatermann (PresseBox) (Flensburg, ) Es hätten noch mehr sein können. Doch nicht alle jungen Frauen, die die Angebote des Girls' Day an der Fachhochschule Flensburg wahrnehmen wollten, bekamen die Gelegenheit dazu. "Bedauerlicher Weise mussten Mädchen ihre Anmeldung zurücknehmen, da ihre Schule ihnen keine Entbindung vom Unterricht erteilte", sagte Dr. Michele Friedrich, Gleichstellungsbeauftragte der FH. Sie freue sich zwar über mehr als 30 Teilnehmerinnen, einige Lehrkräfte hätten sogar alle Mädchen ihrer Klasse vorbeigeschickt. Dennoch fordert Friedrich auch mehr Engagement: "Ich hoffe, dass im kommenden Jahr mehr Schulen mitmachen."

Der bundesweite Girls' Day soll jungen Frauen die Möglichkeit geben, vermeintliche Männerberufe oder ingenieurwissenschaftliche Studiengänge kennen zu lernen. So konnten die Teilnehmerinnen an der FH beispielsweise einen Blick ins Elektrotechnik- oder Chemielabor werfen oder eine Vorlesung zum Thema internationales Marketing hören oder einen Film drehen. "Sie sollen sich selbst ein Bild machen, wie toll und spannend ingenieurwissenschaftliche Berufe sind", sagte Prof. Dr. Herbert Zickfeld, Präsident der Fachhochschule Flensburg. Die Aufteilung in Männer- und Frauenberufe sei längst überholt: "Auch Männer schieben mittlerweile den Kinderwagen", sagte Zickfeld.

Auch Wirtschaftsdekan Prof. Dr. Werner Schurawitzki sieht keine Unterschiede mehr zwischen männlichen und weiblichen Jobs. Für beide Geschlechter gelte, dass der Beruf den Lebensunterhalt finanzieren und Freude machen müsse. "Wir bieten ihnen die Möglichkeit, frühzeitig verschiedene Angebote auszuprobieren", so Schurawitzki.

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