Bundesentwicklungsminister Müller zum neuen Bericht des Welt-Klimarates: "Klimawandel gefährdet die Bekämpfung der Armut weltweit"

(PresseBox) (Berlin, ) Heute wurde in Yokohama/Japan der neue Bericht des Welt-Klimarates zu den Auswirkungen und Risiken des Klimawandels und Anpassungsmöglichkeiten verabschiedet. Der Bericht stellt fest: Schon heute sind die Folgen des Klimawandels beispielsweise für arme Menschen, für die landwirtschaftliche Produktion aber auch für Ökosysteme an Land sowie für die Ozeane weltweit spürbar. Diese Risiken werden selbst dann zunehmen, wenn die internationale Gemeinschaft den Klimawandel sofort und entschlossen bekämpft.

Dazu Bundesminister Dr. Gerd Müller: "Wir stehen vor einer gewaltigen Zukunftsaufgabe: Wir wollen ein Ende von Armut und Hunger weltweit, zugleich müssen wir die natürlichen Lebensgrundlagen unseres Planeten - die Schöpfung - bewahren. Zentral wird sein, ob es uns gelingen wird, den Klimawandel aufzuhalten und uns darauf einzustellen. Denn die Folgen der weltweiten Erwärmung führen nicht nur zu neuer Armut und Verwundbarkeit, sondern können Jahrzehnte von Entwicklungserfolgen in unseren Partnerländern zunichtemachen. So hat zuletzt die vorher nicht gekannte Stärke des Taifuns Haiyan auf den Philippinen im November vergangenen Jahres uns allen erneut erschreckend vor Augen geführt: Hier geht es nicht um ein abstraktes Szenario besorgter Wissenschaftler, sondern um unsere Gegenwart und die Zukunft unserer Kinder."

Für Anpassung an den Klimawandel hat das BMZ allein 2012 560 Millionen Euro investiert und leistet mit rund 1,8 Milliarden Euro insgesamt (2013) etwa 90 Prozent der internationalen Klimafinanzierung der Bundesregierung.

So entstehen beispielsweise in Indien mit deutscher Unterstützung "grüne Energiekorridore" - Strom aus erneuerbaren Energien kann damit in das nationale Verbundnetz eingespeist werden. In Afrika hat sich das BMZ jüngst mit 50 Millionen Euro an der Gründung einer Dürreversicherung für Afrika beteiligt, die afrikanischen Staaten die Absicherung bestimmter Dürrerisiken ermöglicht.

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