BITKOM und Bundesregierung gründen ein IT-Notfallzentrum für den Mittelstand

(PresseBox) () Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), das Bundesinnenministerium und das Bundeswirtschafts-ministerium haben ein IT-Notfallzentrum für den Mittelstand gegründet. In Form einer Private Public Partnerschaft wird das Projekt von einer Reihe von Unternehmen finanziell unterstützt. Dazu zählen Datev, Deutsche Telekom, Giesecke & Devrient, Microsoft, PSINet, SAP und Symantec. Das neue IT-Notfallzentrum hat den Namen Mcert. „M“ steht für Mittelstand, „cert“ für Computer Emergency Response Team. In erster Linie bietet das Mcert zeitnah kundenspezifische Informationen zu neuen Viren, Hackern und anderen Gefahren aus dem Internet sowie zu Sofwarepatches und Updates an. Es richtet sich mit speziellen Beratungsdienstleistungen an die mittelständischen IT-Anwender in Deutschland. Das Konzept sieht eine individuell auf die Bedürfnisse und die IT-Systeme des Kunden zugeschnittene Informationssteuerung vor. Die Unternehmen sollen in die Lage versetzt werden, sich gegen Sicherheitsrisiken besser zu schützen und im Schadensfall schnell und gezielt zu reagieren. Im Rahmen eines umfassenden Forums haben sie Gelegenheit, Fragen rund um die IT-Sicherheit zu klären. Durch die Zusammenarbeit mit Cert-Netzwerken des Bundes, der Wirtschaft und der Hochschulen ergeben sich Synergien für den gesamten Bereich der Datensicherheit. Die Trägergesellschaft „Mcert – Deutsche Gesellschaft für IT-Sicherheit mbH“ wurde als hundertprozentige Tochtergesellschaft des BITKOM gegründet. Zurzeit wird die Geschäftsstelle in Berlin aufgebaut. Noch im Sommer 2003 wird das Mcert den Praxisbetrieb aufnehmen. Interessierte können sich schon vorab auf den Webseiten des Mcert (www.mcert.de) informieren und als potenzielle Nutzer vormerken lassen.

Sicherheit ist ein zentrales Thema in der Informationsgesellschaft. Rund 80 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen nutzen Computer und IT-Netzwerke, sorgen aber meist nicht für ausreichenden Schutz. Mit hoher Geschwindigkeit wachsen die Bedrohungen durch immer neue Computerviren, Hackerangriffe oder für den Nutzer kaum zu erkennende Sicherheitslücken. Jährlich verdoppelt sich die Anzahl der bekannten Sicherheitslücken und Angriffe. Attacken auf Computer und Netzwerke verursachten im Jahr 2001 weltweit Schäden von etwa 15 Milliarden Euro. Hinzu kommen enorme wirtschaftliche Schäden durch Wirtschaftspionage und Hacker, die sich Sicherheitslücken zu Nutze machen. Auf Initiative von BITKOM und der Bundesregierung geht mit Mcert nun erstmals ein übergeordnetes Informationsangebot zur IT-Sicherheit speziell für den Mittelstand an den Start. „Durch individuelle Leistungsangebote hebt Mcert nicht nur den Sicherheitsstandard jedes einzelnen Unternehmens, sondern erhöht das Sicherheitsniveau des gesamten Mittelstands“, betont Peter Broß, Geschäftsführer des BITKOM. „Die Informations- und Kommunikationsnetze eines Landes sind Nervenstränge unserer Informationsgesellschaft. Daher ist die Sicherung IT-abhängiger Infrastrukturen für uns eine zentrale Aufgabe. Das Mcert ist ein neues Element und ein wichtiger Baustein des deutschen CERT-Verbunds. Wir haben in Deutschland ein einzigartiges System der Zusammenarbeit von CERTs der Wirtschaft, Forschung und Verwaltung. Das IT-Notfallzentrum für den Mittelstand ergänzt in vorbildlicher Weise das Angebot der Bundesregierung. Sie betreibt mit dem Cert Bund bereits ein rund um die Uhr erreichbares Computernotfallteam“, so Dr. Göttrik Wewer, Staatssekretär im Bundesinnenministerium. Staatssekretär Alfred Tacke im BMWA: „Die Hoffnungen auf ein Wachstum von E-Business in der kommenden Zeit lassen sich nur realisieren, wenn auf Seiten der Unternehmen und ihrer Kunden Vertrauen in die neuen Technologien gesetzt wird. Wir erwarten, dass der Mittelstand von dem Serviceangebot Gebrauch macht und den Wert von „Qualität IT-Sicherheit“ als Wettbewerbsargument erkennt.“

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