Mittelalterliches Bollwerk vor den Toren Frankfurts

Der Zollturm in Höchst mit Trass-Kalkputz denkmalgerecht saniert
Frankfurt-Höchst Alter Zollturm (PresseBox) (Ober-Ramstadt, ) Die Maßnahme hat sich gelohnt. Der Höchster Zollturm wurde mit einem naturbelassenen Trasskalkputz renoviert und erhielt dadurch ein stilgerechtes Antlitz.

Frankfurt-Höchst verfügt an der Mainseite über eine sehenswerte mittelalterliche Stadtbefestigung. Ein wichtiger Bestandteil der Stadtverteidigung war der im 14. Jahrhundert errichtete Wehrturm. Nach schwerer Beschädigung im dreißigjährigen Krieg wurde er 1664 wieder aufgebaut und diente anschließend bis 1866 als Wohn- und Amtsgebäude der Zollbehörde. Von 1870 bis 1899 wurde der Turm als Schulgebäude genutzt. Bis 1975 hatte das Heimatmuseum dort seinen Sitz, bevor es in das Höchster Schloss verlagert wurde. Heute ist der Höchster Geschichtsverein im Zollturm untergebracht.

Die jüngst abgeschlossene Renovierung der Turmfassaden und des angrenzenden Fachwerkgebäudes wurde von Haus & Haus GbR, Malermeister & Restauratoren, durchgeführt. Der Bischofsheimer Fachbetrieb hat sich auf denkmalpflegerische Arbeiten spezialisiert. Planung und Bauleitung lagen in den Händen des Architekturbüros Kaffenberger in Reinheim.

Im ersten Schritt musste der aus den 1970er-Jahren stammende Verputz wegen großer Schäden entfernt werden. Der Putz war stark zementhaltig und hat deshalb die Austrocknung des Mauerwerkes behindert. Bei seiner Entfernung traten Fragmente des mittelalterlichen Putzes zutage, die für die Nachwelt gesichert wurden. Der Neuverputz des Turms sollte mit einem diffusionsoffenen Kalkputzsystem erfolgen. Die Verantwortlichen entschieden sich für Histolith Trass-Kalkputz. Mürbe Fugen mussten ausgekratzt, lose anhaftende Mörtelreste vom Mauerwerk entfernt werden. Die Fugen wurden dann gesondert mit Histolith Trass-Kalkputz verfüllt. Ein anschließender Spritzbewurf aus dem gleichen Material folgte. Auf den vorbereiteten Untergrund wurde eine Ausgleichsschicht bestehend aus dem Trasskalkmörtel aufgebracht. Dieser bis zu 30 mm dicke Unterputz erhielt anschließend einen Überzug mit einer circa fünf bis zehn Millimeter dicken Putzlage, die auf traditionelle Art und Weise mit dem Holzbrett abgerieben wurde. Die dabei erzeugte Oberfläche war in ihrer Struktur und ihrer natürlichen hellbraunen Farbigkeit sehr ansprechend. Weiterhin wurde die Holzoberflächen am angrenzenden Fachwerkgebäude entschichtet und mit Histolith Leinölfarbe neu gestrichen. Die Gefache erhielten einen Anstrich mit Sylitol-Fassadenfarbe. Das Gebäude leistet jetzt wieder seinen Beitrag zur schön gestalteten historischen Höchster Altstadt.

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Roßdörfer Str. 50
D-64372 Ober-Ramstadt
Ute Schader
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