"Ausbildungsinitiative Region Hannover" unterstützt Unternehmen

Lehrstellen gesucht - Interesse an dualer Ausbildung nimmt zu
Jürgen Hansen, Geschäftsführer von pro regio e.V. (von links), Fermina de los Santos-Heidler, Auszubildende, Regionspräsident Hauke Jagau, Ulrike Hornig, Geschäftsleitung des Hotels VIVA CREATIVO, Joana Mendes de Jesus, Auszubildende, Uta Wadehn-Czechan, Geschäftsleitung des Hotels VIVA CREATIVO, und Ulf-Birger Franz, Dezernent für Bildung, Wirtschaft und Verkehr werben für weitere Ausbildungsplätze (PresseBox) (Hannover, ) Das Interesse an einer dualen Ausbildung steigt. Gleichzeitig ist 2014 erstmals seit zehn Jahren die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen in der Region Hannover gesunken: Im Mai registrierte die Agentur für Arbeit 5584 offene Ausbildungsstellen, gleichzeitig waren 7283 Bewerberinnen und Bewerber noch auf der Suche. Jetzt ruft die Region Hannover Unternehmen und Betriebe auf, Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Dafür gibt es auch Hilfe: Seit 1999 unterstützt der Verein pro regio e.V. kleine und mittlere Unternehmen in Sachen Ausbildung, organisiert Teile des Bewerbungsverfahrens, sucht passende Interessentinnen und Interessenten und akquiriert Stellen. In dieser Zeit wurden im Rahmen der "Ausbildungsinitiative Region Hannover" mehr als 700 zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen. Die Region Hannover hat die Förderung jetzt noch einmal tüchtig aufgestockt: Ab diesem Jahr erhält der Verein jährlich 100.000 Euro statt wie bisher 60.000 Euro. Voraussetzung ist, dass die Regionsversammlung dies jeweils im Haushaltsbeschluss mitträgt.

"Durch die Arbeit von pro regio sind Unternehmen in der Lage auszubilden, die diese Herausforderung sonst nicht auf sich nehmen würden", sagt Regionspräsident Hauke Jagau. "Die Kooperation des Vereins ist deshalb ein Baustein in unserem Programm gegen Jugendarbeitslosigkeit." Ein Beispiel für den Erfolg ist das Hotel VIVA CREATIVO in Hannover-Bothfeld. Seit 2007 ist das Hotel Ausbildungsbetrieb. Acht Azubis werden dort derzeit auf den Beruf als Hotelfachfrau bzw. Hotelfachmann oder als Koch vorbereitet. "Wir hatten vorher gar keine Ahnung vom Thema Ausbildung; die Zusammenarbeit mit pro regio ist für uns eine unheimliche Hilfe", sagt Geschäftsleiterin Ulrike Hornig. "Der Verein sichtet die Bewerbungsunterlagen und unterstützt uns, Bewerberinnen und Bewerber zu finden, die wirklich in den Betrieb passen." Erfolgsquote bisher: 100 Prozent. "Keiner unserer Azubis, die wir über pro regio ausgesucht haben, hat abgebrochen."

Keine Selbstverständlichkeit: "20 bis 25 Prozent aller Auszubildenden beenden ihre Ausbildung nicht", sagt Ulf-Birger Franz, Dezernent für Bildung, Verkehr und Wirtschaft der Region Hannover. "Oft hapert es an der Berufsorientierung, manchmal brauchen die jungen Leute auch mehr Unterstützung, um dran zu bleiben - zum Beispiel, wenn sie in der Berufsschule Schwierigkeiten haben." Deshalb investiere die Region Hannover in genau solche Projekte. "Wir brauchen nicht nur mehr Ausbildungsplätze, wir müssen auch dafür sorgen, dass die jungen Leute dabei bleiben. Die beste Versicherung ist, dass sie einen Beruf aussuchen, der auch zu ihnen passt."

Das ist eine der Aufgaben, die sich pro regio auf die Fahnen geschrieben hat: "Wir unterstützen zum Beispiel Schulen bei der Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf den Übergang ins Berufsleben. Wir helfen aber auch Betrieben bei der Entscheidung, was für einen Ausbildungsberuf sie anbieten, bei der Auswahl von Bewerberinnen und Bewerbern, sind Ansprechpartner bei Problemen während der Ausbildung und helfen auf Wunsch bei den Prüfungsvorbereitungen", sagt Jürgen Hansen, Geschäftsführer von pro regio e.V.. Ein besonderes Projekt hat der Verein gemeinsam mit dem Hotel VIVA CREATIVO und Referentin Katrin Suhle aus der Taufe gehoben: "Wir bieten hier im Hotel Benimmkurse für Auszubildende an", berichtet Ulrike Hornig. "Das wird von den Unternehmen stark nachgefragt - zumal ein Teil der Gebühr an den Verein Kinderherz Hannover geht."

"Die Rahmenbedingungen müssen stimmen, damit Unternehmen sich entscheiden, selbst auszubilden", stellt Regionspräsident Hauke Jagau fest. Dabei sei es wichtig, auf die Veränderungen in der Gesellschaft einzugehen: "Das größte Problem der Betriebe ist inzwischen, dass Bewerberinnen und Bewerber nicht die geforderten Qualifikationen mitbringen. Wir können es uns aber nicht leisten, diese jungen Menschen auf der Straße zu lassen. Wir müssen durch die richtigen Angebote dafür sorgen, dass sie eine Ausbildung antreten und durchhalten können."

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