Seit vier Generationen bei Freudenberg

Holger Drexler (PresseBox) (Weinheim, ) In Deutschland gibt es viele familiengeführte Unternehmen. Sie stehen für Unternehmergeist, eine traditionsreiche Geschichte und haben häufig langjährige Mitarbeiter. Einer von ihnen ist Holger Drexler. Er arbeitet seit über 30 Jahren und seine Familie bereits in der vierten Generation bei der Freudenberg Gruppe.

Holger Drexler ist für seine Tätigkeit als Produktionsmeister schon durch seine Körpergröße ideal geeignet. Denn mit fast zwei Metern Länge überblickt er mühelos die Abläufe in der Werkshalle. Er ist so, wie man sich einen Meister vorstellt: freundlich, ein bodenständiger Typ mit wachsamem Blick und großem Erfahrungsschatz. Seit seiner Lehre als Rohrinstallateur mit 15 Jahren ist der Vater von zwei sieben- und elfjährigen Mädchen bei Freudenberg angestellt. 32 Jahre verbinden ihn und das Unternehmen. In dieser Zeit hat er sich hochgearbeitet. Zunächst als Arbeiter, dann als Schichtmeister. Jetzt leitet er als Meister eine Produktionslinie mit über 30 Mitarbeitern. Er lebt mit seiner Familie in Weinheim, wo seine Frau eine Kita leitet. In seiner Freizeit spielt er gerne Handball oder schaut seinen Kindern beim Handball zu.

Holger Drexler leitet die Produktion von Taschenfiltern. Er kennt die Mitarbeiter, weiß wie sie sind. Schließlich war er selbst einer von ihnen. "Wir sind ein eingespieltes Team und arbeiten in drei Schichten rund um die Uhr, da kennt man sich", erklärt Drexler. "Die Filter die hier gefertigt werden, sind die besten am Markt. Reklamationen gibt es kaum - und wenn, dann nehme ich das persönlich" fügt er halb scherzend, halb ernst hinzu. Der Job mache ihm immer noch großen Spaß und biete große Verantwortung. Er ist stolz auf die Produkte und darauf, bei Freudenberg zu arbeiten. Denn das hat in der Familie Tradition: Schon sein Urgroßvater Jakob Stamm war hier angestellt.

Jakob Stamm war in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts "im Leder", wie es umgangssprachlich heißt. "Er hat Häute auf dem Tafelacker gespannt" berichtet Drexler. "Damals hat jeder Arbeiter eine Münze pro gespanntem Fell bekommen. Die konnte dann in ein Gehalt umgetauscht werden." In der Familie Drexler haben sie noch solch eine Freudenberg-Münze aus dem Jahr 1875. Eine Erinnerung an den Uropa und ein Erbstück, dass von Generation zu Generation weiter gegeben wird.

Auch Großmutter und Großtante führten die Tradition fort und arbeiteten bei der Familie Freudenberg. Sie waren als Zimmermädchen bei Otto Freudenberg, einem ehemaligem Mitglied der Unternehmensleitung, im Domhof in Weinheim angestellt. Großvater Philipp Drexler arbeitete nach Ende des zweiten Weltkrieges bis zu seiner Pension als Gerbermeister in der Schuhproduktion von Freudenberg. Vater Helmut Drexler war als Kaufmann einige Jahre in der Modellabteilung der Schuhproduktion tätig. Seine Frau trug bei der Hochzeit dort hergestellte Schuhe aus Freudenberg-Leder.

Auch Holger Drexlers Schwester Ingrid, heute Fotomodell, erlernte zunächst bei Freudenberg einen Beruf: Nach der Ausbildung als Sekretärin startete sie ihre Karriere im Modegeschäft. Den Grundstein legte sie bei Freudenberg: Hier sammelte sie erste Erfahrungen auf dem Laufsteg und präsentierte Mode aus Vliesstoffen.

Dafür, dass Holger Drexler nach der Schule auch bei dem "Unternehmen seiner Familie" anfing, war seine Mutter verantwortlich. Sie war natürlich ebenfalls bei Freudenberg angestellt und arbeitete dort viele Jahre als Sekretärin. Sie empfahl ihrem Sohn, sich nach der Schule auf eine Lehrstelle zu bewerben. "Ich bin als einziger aus der Klasse genommen worden", erinnert er sich. "Das war schon ein tolles Ding damals." Auf die Frage, ob es auch noch eine fünfte Generation geben wird, antwortet er ohne Nachzudenken: "Na klar, wenn meine Mädels wollen und Freudenberg auch!"

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D-69469 Weinheim
Cornelia Buchta-Noack
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Unternehmenskommunikation

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