3M Tegaderm CHG-Verband reduziert ZVK-assoziierte Sepsisrate

Aufsichtsbehörde bestätigt Ergebnisse klinischer Studie
3M_Tegaderm_CHG_ZVK: Der transparente, antimikrobielle 3M Tegaderm CHG-Verband ist geeignet, die ZVK-assoziierte Sepsisrate zu reduzieren. (PresseBox) (Neuss, ) Als einziger transparenter IV-Verband mit antimikrobieller Wirkung ist der 3M Tegaderm CHG-Verband zur Prävention Gefäßkatheter-assoziierter Septikämien indiziert. Das Ergebnis der entsprechenden randomisierten klinischen Studie unter Federführung von Prof. Jean-François Timsit [1] wurde jetzt von der zuständigen britischen Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA) geprüft und von der British Standards Institution (BSI) im Rahmen der Zuerkennung des CE-Zeichens inhaltlich bestätigt.

Der 3M Tegaderm CHG-Verband verbindet die antimikrobielle Wirkung von Chlorhexidingluconat (CHG) mit der hohen Qualität des bewährten Transparentverbands. Verantwortlich für seine Leistungsfähigkeit ist ein Weichgel-Pad, das zwei Prozent CHG enthält und seinen Effekt beim Hautkontakt entfaltet. Es migriert auch unter den Katheter und bleibt an der Insertionsstelle und in ihrer Umgebung bis zu sieben Tagen antimikrobiell aktiv [2].

Transparenz ermöglicht optische Inspektion

In-vitro-Tests haben die Aktivität von CHG gegen und als Barriere gegen eine Vielzahl grampositiver und gramnegativer Bakterien und Hefen aufgezeigt [3]. Die Transparenz des kompletten CHG-Verbands einschließlich des Gelpads ermöglicht die kontinuierliche Sichtkontrolle der Punktionsstelle. Für die einfache und sichere Fixierung sorgen die Vliesumrandung und zwei sterile Fixierstreifen.

Infektionsrate um 60 Prozent geringer

Die randomisierte klinische Studie von Prof. Jean-François Timsit, Vorsitzender der Studiengruppe OutcomeRéa, et al. [1] an zwölf französischen Krankenhäusern umfasste 34.339 Gefäßkathetertage mit einer erwarteten Liegedauer von mehr als 48 Stunden. Verglichen wurden I.V.-Verbände dreier unterschiedlicher Typen mit dem Ergebnis, dass bei Verwendung des Tegaderm CHG-Verbands die Rate der Gefäßkatheter-assoziierten Blutstrominfektionen um 60 Prozent geringer war als in den Vergleichsgruppen. Auf der Basis dieser Studie ergab eine Untersuchung von Maunoury et al. [4], dass durch die Anwendung von Tegaderm CHG-Verbänden im Durchschnitt zwölf Infektionen auf 1.000 Patienten gegenüber der Verwendung von Standardverbänden vermieden werden konnten.

Signifikante Reduzierung grampositiver Bakterien

In einer prospektiven Beobachtungsstudie des Zentralbereichs für Krankenhaushygiene und Infektiologie am Universitätsklinikum Aachen wurden die mit zentralen Venenkathetern (ZVK) assoziierten Infektionen zwischen Patienten mit Tegaderm CHG-Verband und solchen mit Standardverband auf zwei internistischen Intensivstationen verglichen [5]. Einbezogen waren knapp 1.300 Patienten mit insgesamt rund 12.200 ZVK-Tagen, davon 7.300 Tage mit Chlorhexidinverband und 4.900 Tage mit Standardverband. Bei den Patienten der CHG-Gruppe wurden mit 1,5 Infektionen auf 1.000 Kathetertage signifikant weniger Infektionen als bei denjenigen mit Standardverband (5,9 Infektionen auf 1.000 Kathetertage) erfasst. Insbesondere belegt diese Studie eine Reduzierung der Infektionen mit grampositiven Bakterien einschließlich Staphylococcus aureus und Koagulase-negativen Staphylokokken durch den Tegaderm CHG-Verband.

Sepsis-Folgen: Verweildauer und Kosten

Kritisch sind Gefäßkatheter-assoziierte Septikämien nicht nur mit Blick auf die betroffenen Patienten zu sehen, sondern auch unter gesundheitsökonomischen Aspekten. Nach einer Hochrechnung von Daten aus dem Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS) unter anderem zum Auftreten nosokomialer Infektionen auf Intensivstationen in Deutschland ergibt sich die Zahl von jährlich rund 6.000 ZVK-assoziierten Sepsisfällen [6]. Eine Sepsis kann die Verweildauer der jeweiligen Patienten um bis zu 20 Tage verlängern. Damit sind Kosten in Höhe von bis zu 42.000 Euro verbunden [7].

Literatur:

[1] Timsit JF, Mimoz O, Mourvillier B et al. Randomized Controlled Trial of Chlorhexidine Dressing and Highly Adhesive Dressing for Preventing Catheter-Related Infections in Critically Ill Adults. American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine 2012; 186 (12):1272-1278

[2] Karpanen TJ, et al. Antimicrobial activity of a Chlorhexidine intravascular catheter site gel dressing, Journal of Antimicrobial Chemotherapy, 2011. 66: 1777-1784

[3] Hensler J. et al. Growth inhibition of microorganisms involved in catheter-related infections by an antimicrobial transparent IV dressing containing chlorhexidine gluconate (CHG). ECCMID, Helsinki, Finnland, Mai 2009

[4] Maunoury F, Motrunich A, Ruckly S, Timsit JF. Non-homogeneous cost-effectiveness modelling of a new CHG-Dressing for preventing catheter-related bloodstream infections for patients in intensive care units. Poster Session bei der 16. Europäischen Jahreskonferenz der International Society for Pharmacoeconomics and Outcomes Research; 2. bis 6. November 2013; Dublin, Irland

[5] Scheithauer S, Lewalter K, Schröder J et al. Reduction of central venous line-associated bloodstream infection rates by using a chlorhexidine-containing dressing. Infection 2014; 42: 155-159

[6] Geffers C, Gastmeier P: Nosocomial infections and multidrug-resistant organisms in Germany-epidemiological data from KISS (The Hospital Infection Surveillance System). Dtsch Arztebl Int 2011; 108(6): 87-93.

[7] Philippe Eggimann, Leiter der Intensivstation am Centre hospitalier universitaire vaudois in Lausanne, Schweiz. Präsentation bei der 10. European Infection Prevention Expert Conference; Oktober 2013

Kontakt

3M Deutschland GmbH
Carl-Schurz-Str. 1
D-41453 Neuss

Bilder

Social Media