Ostbeauftragte Gleicke begrüßt Aufarbeitung der Zwangsarbeit in der DDR

(PresseBox) (Berlin, ) Bei der heutigen Präsentation des Forschungsberichts "Zwangsarbeit in der SBZ/DDR" in Berlin begrüßte die Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Iris Gleicke, die Aufarbeitung dieses Kapitels deutscher Geschichte.

"Die systematische Auseinandersetzung mit der DDR-Diktatur ist und bleibt wichtig für den inneren Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Sie ist unverzichtbar, wenn wir das Bewusstsein für den Wert der freiheitlichen Demokratie und der Menschenrechte bewahren und schärfen wollen. Die heute vorgestellten Untersuchungsergebnisse sind ein klarer Beleg dafür, dass den politischen Häftlingen in der DDR systematisch Unrecht geschah", so Staatssekretärin Gleicke.

Die Ostbeauftragte begrüßte die Untersuchungsergebnisse als Schritt voran in der zeitgeschichtlichen Forschung. Zugleich betonte sie, dass weitere Untersuchungen notwendig seien. Staatssekretärin Gleicke: "Deshalb habe ich zu Beginn des Jahres die Studie 'Historische Aufarbeitung der Zwangsarbeit politischer Häftlinge im DDR-Strafvollzug' in Auftrag gegeben. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt bei der Rolle und Verantwortung des SED-Staates für dabei erlittenes Unrecht. Ergänzend plane ich eine gesonderte Untersuchung zur Arbeit Minderjähriger in Heimen der DDR-Jugendhilfe."

Das Forschungsprojekt der Ostbeauftragten zum DDR-Strafvollzug soll bereits vorliegende Forschungsergebnisse ergänzen und zu einer systematischen Darstellung der Haft-Zwangsarbeit politischer Häftlinge im DDR-Strafvollzug verdichten. Dabei soll auch die Perspektive der Betroffenen repräsentativ einfließen. Wichtige Einzelaspekte der Untersuchung werden u. a. die Rolle der Haft-Zwangsarbeit in der DDR-Volkswirtschaft, die Arbeitsbedingungen, die besondere Behandlung politischer Häftlinge und die Folgen der Zwangsarbeit für die Betroffenen sein, wobei erstmals auch Karteien des für den DDR-Strafvollzug zuständigen Ministerium des Innern (MdI) ausgewertet werden sollen. Die Ergebnisse der Studie werden im kommenden Frühjahr vorliegen.

Die vollständige Rede der Ostbeauftragten finden Sie hier (PDF: 31 KB).

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