Gabriel: Airbus ist eine deutsch-französische Erfolgsgeschichte

Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel (5.v.r.), der französische Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg (4.v.r.) sowie die Airbus-Vorstände Fabrice Brégier (1.v.r.) und Tom Enders (2.v.r.) werden vom Airbus-Werksleiter (6.v.r.) durch das Werk in Toulouse geführt (© BMWi/Toschev) (PresseBox) (Berlin, ) Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist am 16. Juni 2014 in Toulouse zu Gesprächen mit seinem französischen Amtskollegen Arnaud Montebourg und Vertretern des europäischen Luft- und Raumfahrtunternehmens Airbus zusammengekommen.

Neben dem gemeinsamen Austausch zu Airbus und wirtschaftlichen Projekten beider Länder stand die Besichtigung des Airbuswerks auf der Tagesordnung. Bundesminister Gabriel betonte den einzigartigen Stellenwert von Airbus für die deutsch-französische Partnerschaft und die europäische Wirtschaft. In Bezug auf technologische Erneuerungen und Innovationen bei der Weiterentwicklung der Flugzeugreihen A350 und A380 sagte Gabriel die Unterstützung beider Regierungen zu.

Mit Blick auf Boeing kritisierte Bundesminister Gabriel die Subventionen der US-Regierung und mahnte einen fairen, internationalen Wettbewerb im Luftfahrtbereich an: "Wir erwarten von der europäischen Kommission, dass sie im Rahmen der Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen auch thematisiert, dass die Vereinigten Staaten derzeit WTO-widrig öffentliche Subventionen bei der Luftfahrt zahlen."

Gabriel warb zudem für eine engere Zusammenarbeit von Deutschland und Frankreich, um Europa aus seiner Wachstumsschwäche zu befreien: "Deutschland und Frankreich haben gemeinsam alle Chancen, weitere europäische Champions zu bilden, beispielsweise im Bereich der Energiepolitik oder im Bereich der digitalen Wirtschaft. Airbus zeigt, dass man dafür einen langen Atem haben muss, aber dass man es schaffen kann. Ich persönlich glaube auch, dass wir in Europa unsere Politik verändern müssen. Das Setzen auf eine reine Sparpolitik, die sich für die Frage von Wachstum und Beschäftigung nicht interessiert, ist gescheitert."

Eine Idee zur Überwindung der wirtschaftlichen Schwäche sei, die Kosten der Reformpolitik in den einzelnen Ländern nicht auf die staatlichen Defizite anzurechnen, um betroffenen Ländern mehr Zeit zur Sanierung zu geben, so Gabriel.

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