EEG-Umlage: Aktueller Vorschlag der Bundesregierung halbiert die Rendite des Endkunden

(PresseBox) (Bonn, ) Die Planungen der Bundesregierung den Eigenverbrauch von Photovoltaik-Anlagen generell ohne Größenklassenbeschränkung mit 40% der EEG-Umlage zu belasten, hat weitreichende Konsequenzen für die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Speichersystemen beim privaten Endkunden.

Aktuelle Berechnungen von EuPD Research zeigen, dass die geplante Belastung des Eigenverbrauches zu einer deutlichen Absenkung der zu erzielenden Anlagenrendite führt. Eine Referenzanlage (Installationsdatum 1.8.2014) mit 5 kWp erreicht in Deutschland eine jährliche Stromerzeugung von 4.500 kWh. Wird diese Anlage mit einer Speicherlösung kombiniert, können in einem 4-Personenhaushalt etwa 60% des erzeugten Photovoltaik-Stroms als Eigenverbrauch genutzt werden.

60% der Photovoltaik-Erzeugung entsprechen 2.700 kWh, die nun mit 40% der EEG-Umlage von aktuell 6,24 Cent/ kWh - somit 2,5 Cent/ kWh - belastet werden sollen. Für den selbst erzeugten und verbrauchten Photovoltaik-Strom eines Jahres muss der Referenzhaushalt 67,50 Euro abführen.

Über die gesamte Nutzungsdauer von 20 Jahren, unter Berücksichtigung einer jährlichen Ertragsminderung des Photovoltaik-Systems von 0,25% und der Annahme einer konstanten EEG-Umlage summieren sich die Kosten der EEG-Belastung auf 1.338 Euro. Bezogen auf die Wirtschaftlichkeit des Photovoltaik-Speichersystems führt die Einführung der Belastung des Eigenverbrauches mit 40% der EEG-Umlage zu einer Verminderung der Rendite des betrachteten Referenzsystems von 1,6% auf 0,9%.

Um diese zusätzliche Belastung des Eigenverbrauches mit der EEG-Umlage zu kompensieren, müsste, unter der Annahme konstanter Rahmenbedingungen, der Preis des Speichersystems von 1.900 €/ kWh um 210 Euro auf 1.690 Euro/ kWh gesenkt werden.

Während der Beitrag zur EEG-Umlage des Referenzhaushaltes mit 67,50 Euro minimal ausfällt, führt die geplante EEG-Belastung des Eigenverbrauches von Photovoltaik-Strom zu einer Verminderung der Attraktivität von Investitionen in Photovoltaik-Speichersysteme. Insgesamt wirkt diese Eigenverbrauchsbelastung der bestehenden Förderung von Speichersystemen für Photovoltaik-Anlagen entgegen und bremst die notwendige Entwicklung von Technologien zur Integration der Photovoltaik in das Energiesystem der Zukunft künstlich aus.

Wenn Sie weitere Informationen erhalten möchten, wenden Sie sich gerne an Martin Ammon +49 228 97143 22 | m.ammon@eupd-research.com oder an unsere Pressestelle.

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