Besitzer von Lebensversicherungen aufgepasst: Wie Sie jetzt Ihr Geld vor Fremdzugriff schützen

Verbraucherportal informiert über geplante Änderungen und zeigt Auswirkungen für Versicherte auf
(PresseBox) (Rostock, ) Die Bundesregierung hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, um die Lebensversicherer zu stabilisieren. Der "Entwurf eines Gesetzes zur Absicherung stabiler und fairer Leistungen für Lebensversicherte", kurz Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG), passierte bereits Anfang Juni das Kabinett und könnte noch in den nächsten Wochen verabschiedet werden. Inhaltlich sieht es einen niedrigeren Garantiezins für Neuverträge vor und soll gleichzeitig die Versicherer bei der Ausschüttung der sogenannten Bewertungsreserven entlasten. Das 1A Verbraucherportal informiert unter http://www.1a.net/versicherung/lebensversicherung über die Neuerungen und erläutert, welche Handlungsoptionen Versicherungsnehmer haben, wenn das Gesetz tatsächlich kommt.

Maßnahmen infolge der Niedrigzinsphase

Auf den Weg gebracht wurde das Reformpaket insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt. Derzeit müssen Lebensversicherer für Neukunden noch eine Verzinsung von 1,75 Prozent garantieren. Zwischen 1995 und 2000 waren dies noch vier Prozent. Aufgrund der schwer absehbaren Entwicklungen in der Eurozone hatte die Deutsche Aktuarvereinigung bereits im Januar empfohlen den Zinssatz im kommenden Jahr erneut zu senken.

Regierung verteidigt Reformen

Dem Entwurf zufolge soll der Zins nun ab 1. Januar 2015 auf 1,25 Prozent reduziert und die Lebensversicherung damit weiter unattraktiver werden. Diese und andere geplante Änderungen rufen sowohl in der Versicherungsbranche als auch unter den Verbrauchern herbe Kritik hervor. Während der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die Umsetzungsfrist der Neuerungen für zu rasch hält, bemängeln Verbraucherschützer vor allem die starke Belastung der Versicherungsnehmer. Mit Hilfe des Gesetzes wolle die Bundesregierung "die Attraktivität der Lebensversicherung als Instrument der Altersvorsorge wahren", erklärte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kürzlich als Reaktion auf die anhaltende Kritik. Der Gesetzesentwurf sei eine "für alle Beteiligten tragfähige Lösung", so das Fazit des Finanzministers.

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