BHT-Vertreter treffen Bayerns EU-Abgeordnete

Traublinger: "80 Prozent der Gesetze kommen aus Brüssel"
(PresseBox) (München, ) Einen Monat nach den Europawahlen haben sich Vertreter des Bayerischen Handwerkstages (BHT) gestern in Brüssel mit neu- und wiedergewählten Mitgliedern des Europäischen Parlaments aus Bayern getroffen. Dabei informierten Präsident Heinrich Traublinger, MdL a. D., Vizepräsident Hans Stark, Hauptgeschäftsführer Dr. Lothar Semper und Geschäftsführer Dr. Frank Hüpers die Parlamentarier über Themen, die dem bayerischen Handwerk aktuell unter den Nägeln brennen.

"Mittlerweile werden etwa 80 Prozent der Gesetze, die das Handwerk betreffen, in Brüssel gemacht. Deshalb ist uns der Austausch mit den Parlamentariern sehr wichtig", betonte Traublinger. Beispielhaft nannte er den Berufszugang. Die EU plant nicht die Abschaffung des Meistertitels", erklärte der BHT-Präsident, "aber den Meistervorbehalt, der in Deutschland zur Selbstständigmachung in 41 Handwerksberufen erforderlich ist, greift sie sehr wohl an. Dabei ist dieser die zentrale Säule der dualen Ausbildung im Handwerk." Traublinger rief die Abgeordneten dazu auf, das Handwerk im Kampf um den Meistervorbehalt zu unterstützen. Weiter standen Themen wie die Lebensmittelkontrollrichtlinie, bei der sich der BHT für eine Gebührenfreiheit bei unbeanstandeten Kontrollen sowie gegen eine jährliche Pflicht zur Veröffentlichung der Endergebnisse amtlicher Lebensmittelkontrollen einsetzt und die Energiewende auf der Tagesordnung. Bei der Energieversorgung tritt das bayerische Handwerk dafür ein, die Kosten endlich gerecht zu verteilen und nicht nur einseitig Verbraucher und Mittelstand zu belasten.

Die EU-Parlamentarier zeigten sich aufgeschlossen für die Themen des Handwerks und sicherten vor allem zum Meistervorbehalt ihre Unterstützung zu. Markus Ferber, Abgeordneter der EVP-Fraktion, erklärte stellvertretend: "Ich finde es sehr gut, dass das Handwerk so frühzeitig das Gespräch mit uns sucht."

Zum Abschluss des Aufenthalts trafen die BHT-Vertreter noch mit Bayerns Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen, Dr. Beate Merk, zusammen. Dort wurden ebenfalls für das Handwerk wichtige Themen, wie etwa die Senkung der Abgaben auf den Energieverbrauch, erörtert.

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