Biokunststoffe im Spiegel der Verarbeitung

(PresseBox) (Würzburg, ) Kunststoffe sind aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Die fossile Basis herkömmlicher Kunststoffe wird mit der Zeit jedoch immer knapper. Das hat unter anderem die Entwicklung biobasierter Kunststoffe vorangetrieben, die aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden und besonders umweltfreundlich - abbaubar - sind.

Solche Biokunststoffe gibt es nicht erst seit kurzem; der Einführungsvortrag des 2. Fachsymposiums zur Verarbeitung von Biokunststoffen in Würzburg durch Prof. Dr. Hans-Josef Endres vom Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule Hannover (IfBB) zum Thema "Biokunststoffe vor 20 Jahren" gibt einen Überblick über die Entwicklung der Biopolymere. Viel ist seitdem geschehen. Der Markt für Biokunststoffe wächst kontinuierlich. Das gilt sowohl für die verfügbaren Biokunststoffe als auch für die aus ihnen hergestellten Produkte: z. B. Blas- und Flachfolien, Beschichtungen, Verpackungen, Kosmetikartikel, Tragetaschen und Gartenbauteile. Aus einer Nische ist ein bereits bedeutendes, eigenständiges Segment auf dem Kunststoff-Sektor geworden.


Die vor allem auf Stärke, Cellulose, Polymilchsäure, Chitin und Lignin basierenden Biokunststoffe unterscheiden sich in ihren Eigenschaften stark von den traditionellen Kunststoffen. Die Biorohkunststoffe erfüllen alleine selten die Prozessanforderungen und die Anforderungen an das Produkt; sie bedürfen daher (z. B. zur Verbesserung mechanischer Eigenschaften und der Wärmeformbeständigkeit) einer passenden Compoundierung und Additivierung.

Das vom Kunststoff-Zentrum SKZ (Würzburg) und dem IfBB (Hannover) am 17. und 18. September 2014 veranstaltete Symposium legt insofern den Schwerpunkt auf Themen der Verarbeitbarkeit, nachdem in der Vergangenheit der Fokus solcher Veranstaltungen hauptsächlich auf Produkte und technische Anwendungen gerichtet war. Mit Hilfe von Verstärkungs- und Füllstoffen sowie verschiedenen verarbeitungsspezifischen Additiven werden die Anforderungen an Prozessstabilität, effiziente wirtschaftliche Verarbeitung und Materialqualität für die industrielle Anwendung dieser Werkstoffe erreicht.

Die von ausgewiesenen Experten vorgetragenen Themen befassen sich unter anderem mit unterschiedlichen Compoundierkonzepten, Verarbeitungskennwerten und Barriereeigenschaften. Die verarbeitungstechnischen Fragestellungen aus Extrusion, Spritzgießen und Blasformen werden vorgestellt und diskutiert. Nicht zuletzt geht es auch um die Nachhaltigkeit von Biokunststoffen aus Sicht der Verarbeiter.

Biokunststoffe nehmen seitens der Bundesregierung einen hohen Stellenwert ein. Eine Verbesserung des entsprechenden Informationsstandes ist auch aus diesem Grunde angeraten. So richtet sich die Veranstaltung an Konstrukteure, Werkstoff- und Maschinenhersteller sowie Kunststoffverarbeiter. Eine Führung im SKZ Technologie-Zentrum mit relevanten Vorführungen beschließt das zweitägige Symposium.

Wissen eröffnet Perspektiven

Das SKZ steht seit über 50 Jahren für kompetente Aus- und Weiterbildung. Die Auswahl der Themen ist speziell für Unternehmen im Umgang mit allen Formen des Kunststoffes abgestimmt. 600 Veranstaltungen mit über 10.000 Teilnehmern jährlich sowie 1.500 Referenten machen das SKZ zum Marktführer für Wissenstransfer im Bereich Kunststoff in Deutschland und Europa.

Weitere Informationen auf: http://www.skz.de/2505

Tagungsdaten

- Thema: 2. Fachsymposium zur Verarbeitung von Biokunststoffen
- Termin: 17. bis 18. September 2014
- Ort: Tagungszentrum Festung Marienberg, Oberer Burgweg, 97082 Würzburg
- Leitung: Prof. Dr.-Ing. Hans-Josef Endres, IfBB - Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe, Hochschule Hannover
- Veranstalter: SKZ - ConSem GmbH, Würzburg
- Organisation: Dipl.-Ing. Sylvia Schmidt, SKZ, Tel. 0931/4104-206
- Information/Anmeldung: Susanne Fehrer, SKZ, Tel. 0931/4104-164

Kontakt

SKZ - KFE gGmbH
Frankfurter Str. 15 - 17
D-97082 Würzburg
Susanne Fehrer
SKZ - ConSem GmbH: Congress + Seminare
Anmeldung (schriftlich)
Karlheinz Dipl.-Ing. Baumgärtel
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Dipl.-Ing. Norbert Schlör
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