WSW erzielen gutes Ergebnis in 2013

Der Umsatz liegt erstmals über 1 Milliarde Euro
(PresseBox) (Wuppertal, ) Das Geschäftsjahr 2013 verlief für die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) in vielen wichtigen Bereichen positiv. Im Konzern blieb unter dem Strich ein leichtes Minus übrig - vor Ertragssteuern haben die WSW ein Plus erreicht.

WSW Energie & Wasser AG erhöht das Ergebnis

Bei der WSW Energie & Wasser AG lief das Kerngeschäft im letzten Jahr gut. So konnten der Stromabsatz um knapp 24 Prozent und der Gasabsatz sogar um 40 Prozent gesteigert werden. Auch die Fernwärme und der Vertrieb von Energienahen Dienstleistungen (EDL) legten zu, um 4,8 bzw. 3,3 Prozent. Besonders beim Strom- und Gasvertrieb wird der bundesweite Markt für die WSW immer wichtiger, weil dadurch der Verlust von Absatzmengen in Wuppertal - bedingt durch die Demografie und Energieeinsparung - ausgeglichen werden kann. Im Ergebnis schloss das Unternehmen das Geschäftsjahr mit 53,6 Millionen Euro Gewinn ab - zehn Prozent mehr als im Geschäftsjahr 2012. Die Umsatzerlöse wurden um 15 Prozent auf 878 Millionen Euro gesteigert.

Die Trinkwasserversorgung und Stadtentwässerung wurden zum 1. Mai 2013 an den neu gegründeten städtischen Eigenbetrieb Wasser/Abwasser übertragen, um diese Aufgaben langfristig in kommunaler Trägerschaft erhalten zu können. Dafür verpachtet die WSW Energie & Wasser AG die Wasserversorgungsinfrastruktur an den neuen Eigenbetrieb und übernimmt die Betriebsführung der Talsperren, Wasserwerke und des Leitungsnetzes.

Um nach ihrer Beteiligung am Windpark Helmstadt ihr Engagement im Bereich der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien weiter zu intensivieren, haben die WSW gemeinsam mit GDF Suez Energie Deutschland und der Berliner Gasag AG eine Projektentwicklungsgesellschaft unter dem Namen "Tevaro" gegründet. Ziel ist es, in den nächsten Jahren Windparks im Gesamtumfang von etwa 150 Megawatt installierter Leistung zu entwickeln und zu realisieren.

In Wuppertal stand hingegen das Thema Elektromobilität im Vordergrund. Die WSW haben es sich zum Ziel gesetzt, für die Nutzer von Elektroautos und -fahrrädern eine flächendeckende Ladeinfrastruktur bereit zu stellen. 2013 wurden zehn öffentliche E-Tankstellen errichtet sowie eine Ladestation für Pedelecs. Auch in 2014 soll die Zahl der Ladesäulen weiter wachsen.

Auf das wachsende Problem der Energiearmut haben die WSW gemeinsam mit der Verbraucherzentrale mit der Schaffung einer Budget- und Rechtsberatung für überschuldete Haushalte reagiert. Das 2010 mit öffentlichen Fördergeldern gestartete Projekt haben die WSW 2013 weiterfinanziert. Außerdem bieten die WSW für die gleiche Zielgruppe ein Mini-Contracting an, das es einkommensschwachen Haushalten ermöglicht, energieeffiziente Kühlschränke anzuschaffen und so langfristig Energiekosten einzusparen.

Problematisch gestaltete sich die Energieproduktion im Heizkraftwerk der WSW in Barmen. Der deutliche Verfall der Strompreise am Großhandelsmarkt in Folge des starken Zubaus der Erneuerbaren Energien sowie hohe Kosten für den Einsatz von Gas als Brennstoff haben zu einem deutlichen Rückgang der eingespeisten Strommenge aus den WSW-Kraftwerken geführt. Sie sank gegenüber 2012 um 283 Gigawattstunden auf 342 Gigawattstunden im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Fernwärmeproduktion (Netzeinspeisung) legte hingegen gegenüber dem Vorjahr von 542 auf 575 Gigawattstunden zu.

Das Kraftwerk Wilhelmshaven, an dem die WSW 15 Prozent halten, hat mit dem Jahreswechsel 2013/2014 den Probebetrieb aufgenommen. Mit dem planmäßigen Betrieb des Kraftwerks wird noch im Sommer gerechnet. Aufgrund der angespannten Lage an den Großhandelsmärkten haben WSW in 2014 eine zusätzliche Drohverlustrückstellung in Höhe von 7 Millionen Euro gebildet.

WSW mobil verringert Defizit

Die WSW mobil GmbH konnte durch Restrukturierungsmaßnahmen die Wirtschaftlichkeit im Bus- und Schwebebahnverkehr verbessern und das Defizit in der Verkehrssparte verringern. Es sank um 15 Prozent und beträgt nunmehr 45,7 Millionen Euro (Vorjahr 53,5 Millionen Euro). Während die Fahrgastzahl mit 88 Millionen in etwa auf Vorjahresniveau verblieb, mussten die WSW bei den Abokunden einen Rückgang verkraften. Insbesondere die sinkenden Schülerzahlen und entsprechend weniger SchokoTicket-Abonnenten wirkten sich auf der Einnahmeseite negativ aus. Insgesamt lagen die Umsatzerlöse 2013 mit 64 Millionen Euro aber um 2 Millionen Euro höher als 2012. Durch die Leistungsanpassung im Wuppertaler ÖPNV, die zum 1. März 2013 wirksam wurde, konnten die WSW bis zum Ende des Jahres bereits 1,83 Millionen Euro einsparen. Die WSW mobil GmbH hat im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 65,5 Millionen Euro in Sachanlagen investiert, davon entfielen 37,8 Millionen auf die neuen Schwebebahnzüge und 7,1 Millionen auf die Erneuerung der Busflotte.

2013 konnte die WSW mit dem formidentischen Nachbau der Station Werther Brücke den Neubau aller Bahnhöfe im Rahmen des Schwebebahnausbaus abschließen.

WSW-Konzern mit positivem Ergebnis vor Ertragssteuer

Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Wuppertal mbH (AWG), an der die WSW 70 Prozent der Anteile halten, hat aufgrund einer Rückstellung lediglich 1,5 Millionen Euro zum Konzernergebnis beigetragen. Dennoch fiel das Ergebnis vor Steuern mit 7,9 Millionen Euro positiv aus. Für die WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH verblieb damit ein geringes Defizit in Höhe von 2,7 Millionen Euro nach Steuern.

Zum 31.12.2013 waren im WSW-Konzern 3332 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

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