IT-Unternehmen für Landesinklusionspreis von Baden-Württemberg nominiert

Gelebte Inklusion beim Softwareunternehmen SIVIS in Karlsruhe: Der beidseitig beinamputierte Geschäftsführer Bernd Israel (rechts) informiert sich beim blinden Programmierer Vladyslav Kutsenko. Foto: SIVIS (PresseBox) (Karlsruhe, ) Das Karlsruher IT-Unternehmen SIVIS zählt zu den 38 Nominierten für den Landesinklusionspreis Baden-Württemberg. Der Preis wird 2014 zum ersten Mal ausgelobt und umfasst vier Kategorien. Das Projekt "Inklusion und verantwortliches Handeln am Arbeitsplatz" der SIVIS gehört zu den zehn Nominierten im Bereich Arbeiten. Dafür konnten sich Personen und Einrichtungen bewerben, die Menschen mit Behinderungen den gleichen Zugang zu Arbeit ermöglichen, wie allen anderen Menschen.

Bereits seit sechs Jahren beschäftigt die SIVIS einen blinden Programmierer und einen körperbehinderten Geschäftsführer. Bei der Auswahl der Mitarbeiter achtet die SIVIS nicht auf ihr Alter, ihre Nationalität oder ihre Behinderung, sondern auf ihre Qualifikation und ihren Leistungsanspruch. Mit der Beschäftigung dieser zwei Mitarbeiter mit Behinderung erfüllt sie die Beschäftigungsquote von fünf Prozent. Anstatt Ausgleichszahlungen zu leisten, wurden hier die Arbeitsplätze der Mitarbeiter an ihre jeweilige Behinderung angepasst: So ermöglichen eine Braille-Zeile, die den Bildschirminhalt in Blindenschrift überträgt und ein Screenreader, mit dem der Bildschirm ausgelesen und zeilenweise dargestellt wird, dem Programmierer Vladyslav Kutsenko seine Arbeit problemlos.

"Wir freuen uns sehr über die Nominierung des Sozialministeriums für den Landesinklusions-preis im Bereich Arbeit. Für uns zählt die Leistung unserer Mitarbeiter - nicht das Ausmaß ihrer Behinderung. Der Preisverleihung am 18. Juli blicken wir zuversichtlich entgegen", sagt SIVIS-Geschäftsführer Bernd Israel. Er zählt zu den körperbehinderten Mitarbeitern.

Für den Landesinklusionspreis Baden-Württemberg konnten sich Projekte in den Bereichen Wohnen, Arbeiten, Bildung und Erziehung sowie Freizeit, Kultur und Sport bewerben, die das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen befördern und im Alltag aktiv leben. Die 38 Nominierten wurden von einer 14-köpfigen Jury aus über 250 Bewerbungen ausgewählt. Die Jury bestand überwiegend aus Vertretern von Organisationen der Menschen mit Behinderungen und deren Angehörigen.

Bis zur feierlichen Preisverleihung am 18. Juli im Haus des Sports in Stuttgart-Bad Cannstatt bleibt es spannend. Erst an diesem Tag werden die jeweils drei Preisträger jedes Bereichs bekanntgeben.

Das Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro für den ersten Platz, 5.000 Euro für den zweiten Platz und 3.000 Euro für den dritten Platz muss in die weitere Arbeit der ausgezeichneten Projekte fließen und soll so der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu gute kommen.

Sozialministerin Katrin Altpeter (MdL), Kultusminister Andreas Stoch (MdL) und der Landes-Behindertenbeauftragte Gerd Weimer haben den Landesinklusionspreis erstmals in diesem Jahr ausgeschrieben. Er ist mit insgesamt 120.000 Euro dotiert. Bereits die Nominierung, die mit einem Preisgeld von 1.000 Euro verbunden ist, gilt als landesweite Anerkennung für die vorbildliche Inklusionsarbeit der ausgewählten Projekte.

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Thujaweg 1
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Harald Jacke
SIVIS-Pressebüro Hannover

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