Wie gut sind Deutschlands Festnetze? connect hat die Qualität der Infrastruktur mit 1,6 Millionen Messungen getestet

Erfreuliches Fazit: Fast alle konnten sich im Vergleich zum Vorjahr verbessern - auch wenn es im Detail noch Kritik gibt
Connect (PresseBox) (Stuttgart, ) Nahezu alle Anbieter investieren derzeit massiv in ihre Festnetze, um auf steigende Datenmengen und Kundenzahlen zu reagieren. Die gute Nachricht des Festnetztests 2014, den connect mit seinem Partner zafaco inzwischen zum fünften Mal in Folge durchführt: Der Aufwand lohnt sich. Obwohl die Bewertungskriterien in diesem Jahr verschärft wurden, schneiden so gut wie alle Teilnehmer besser ab als im Vorjahr - alle bundesweiten Anbieter holen mindestens die Note gut.

Telekom ist erneut Testsieger, doch Kabelnetze holen auf

Den Spitzenplatz des Netztests 2014 mit der Note sehr gut (454 Punkte von 500) sichert sich einmal mehr der DSL/VDSL-Marktführer Telekom. Die getesteten DSL-Anschlüsse überzeugen mit hoher und stabiler Rundum-Performance. Egal, ob Sprach- oder Datenverkehr - die Messwerte lassen kaum Wünsche offen. Doch die Luft an der Spitze wird dünner: So ist der Breitbandkabel-Primus Unitymedia der Telekom inzwischen ganz dicht auf den Fersen und schneidet ebenso Sehr gut (452 Punkte) ab wie das von ihm gekaufte Netz von Kabel BW (441 Punkte). Verbessern konnte sich Reseller 1&1, der seine Performanceprobleme bei starker Netzauslastung deutlich entschärft hat (gut, 421 Punkte). Etwas Boden verloren hat dagegen Vodafone (gut, 419 Punkte): Nach der Übernahme von Kabel Deutschland sind die Umbauarbeiten am Netz offenbar in vollem Gange, was teils zu verzögerten Rufaufbauzeiten führte. Auch litt die Sprachqualität bei gleichzeitigem Datenverkehr. Im Kabel-Deutschland-Netz offenbarte der Test ebenfalls spürbare Probleme - vor allem in den Abendstunden, wenn die Datenlast ansteigt, sind die Verbindungsaufbauzeiten und Sprachlaufzeiten in andere Netze zu lang. Unterm Strich erreicht Kabel Deutschland aber noch für die Note gut (391 Punkte). Mit exakt dem gleichen Ergebnis ging o2/Telefónica über die Ziellinie. Die Münchner haben sich gegenüber dem Vorjahr stark verbessert, was auch an der neuen Technikpattform und der Zusammenarbeit mit der Telekom liegt. Die von der Telekom eingekauften Leitungen liefern deutlich bessere Ergebnisse als die drei im Test noch berücksichtigten Altanschlüsse. Ping-Zeiten und Download-Fehler bei gleichzeitigem Upload sind bei den alten Alice-Anschlüssen signifikant höher. Allerdings zeigt der Test auch Lastprobleme im Kernnetz: Bei Telefonaten mit parallelem Datenverkehr steigt der Anteil an Fällen, in denen die Sprachqualität merklich sinkt. Dass die Telefónica-Techniker im Hintergrund dennoch einen guten Job machen, beweisen etwa die sehr guten Sprachlaufzeiten aus dem Telefónica-Festnetz zu O2-Mobilfunkanschlüssen.

Die umfassenden Testergebnisse finden Sie in der anhängenden Tabelle sowie unter www.connect.de/Festnetztest.

So testen connect und zafaco

Den großen Festnetztest führt connect mit der langjährig bewährten Unterstützung der zafaco GmbH mit Sitz in Ismaning aus. Sie betreibt Testanschlüsse an insgesamt 34 Standorten wie etwa Nürnberg, Frankfurt, München, Stuttgart oder Berlin - wobei nicht an jedem Standort jeder Provider oder jede Anschlusstechnik verfügbar ist. Dort nahmen automatisierte Testsysteme im Zeitraum vom 19. Mai bis zum 15. Juni 2014 insgesamt rund 1,6 Millionen Messungen vor und analysierten Sprachqualität, Datenraten und vieles mehr. Dabei kamen jeweils die Original-Endgeräte der Anbieter mit aktueller Firmware zum Einsatz. Automatisiert wurden rund um die Uhr Messungen von Telefonie und Datenübertragungen durchgeführt. Um Einflüsse außerhalb ihrer eigenen Netze auszuschließen, konnten die Netzbetreiber den Referenzserver für einige Datenmessungen in ihrem eigenen Netz aufstellen - wovon allerdings nicht alle Testkandidaten Gebrauch machten. Damit unaufschiebbare Wartungsarbeiten nicht zu unfairen Nachteilen führen, berücksichtigte zafaco zudem eine nächtliche "Wartungspause" und erfasste in der Zeit von 2 bis 5 Uhr morgens keine Messwerte. Zur Bestimmung der Sprachqualität wurden PESQ-Werte (Perceptual Evaluation of Speech Quality) ermittelt - Ergebnisse über 3,5 gelten im Mobilfunk als gut, im Festnetz sollte die Zahl über 4,0 liegen.

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