Schreibtische für Kinder: mitwachsend und strapazierfähig

TÜV SÜD-Tipps für Auswahl und Einsatz
Schreibtische für Kinder: mitwachsend und strapazierfähig (PresseBox) (München, ) Nach den Sommerferien beginnt für viele Kinder mit der Einschulung eine neue Lebensphase. Zur richtigen Ausstattung der Erstklässler gehört ein wichtiges Möbelstück: der erste Schreibtisch ihres Lebens. Worauf bei der Auswahl und beim Einsatz zu achten ist, dazu gibt es Tipps von den Möbel-Fachleuten von TÜV SÜD.

Mitwachsen. Schreibtische für Kinder sollten sich in der Höhe verstellen lassen - also mitwachsen. Damit wird der Schreibtisch zum treuen Begleiter des gesamten Schullebens - vom Abc-Schützen bis zum Abiturienten. Die Höhenverstellung des Tisches sollte in vielen kleinen Schritten möglich sein. Mindestens alle sechs Monate ist ein Check fällig: Passt der Schreibtisch noch oder muss die Höhe angeglichen werden?

Geneigt. Die Tischplatten sollten sich nicht nur in der Höhe verstellen, sondern auch neigen lassen. Bei manchen Modellen lässt sich ein Teil der Platte um bis zu 25 Grad schräg stellen - das kann fürs Lesen oder Zeichnen hilfreich und komfortabel sein und fördert das dynamische Sitzen. Die TÜV SÜD-Fachleute empfehlen, alle Schrägstellungen unbedingt auszuprobieren - und auch zu sehen, ob die Verriegelung der geneigten Tischplatte auch höherer Belastung - beispielsweise durch Aufstützen des Oberkörpers - standhält.

Mitmachen. Auch die Arbeit am Computer sollte am Schreibtisch möglich sein. Weil hier eine geneigte Tischplatte keinen Sinn macht, kann eine geteilte Tischplatte oder ein Anbau für den Rechner die passende Lösung sein.

Tief. Welche Tiefe muss der Tisch bieten? Der Tipp der TÜV SÜD-Experten: Mindestens 60 Zentimeter für den Platz zum Lesen, Schreiben, Rechnen und mindestens 80 Zentimeter für das Arbeiten mit dem Computer.

Strapazierfähig. Die Tischplatte sollte aus strapazierfähigem, unkompliziertem Material bestehen, das sich nass abwischen lässt. Denn Malereien mit Buntstiften oder umfallende Saftgläser gehören zu den üblichen "Vorfällen" an einem Kinderschreibtisch.

Bestuhlt. Zum guten Sitzen am Schreibtisch gehört ein guter Stuhl. Auch dieser muss sich verstellen lassen und verschiedene Sitzpositionen ermöglichen, denn Abwechslung beim Sitzen beugt Haltungsschäden vor. Das Kind sollte im Sitzen beide Füße flach auf dem Boden aufstellen. Ober- und Unterschenkel bilden einen Winkel von 90 Grad oder mehr. Wenn das Kind sitzt, sollte die Tischplatte knapp unter Ellenbogenhöhe liegen. Die Oberarme hängen dabei locker nach unten. Ober- und Unterarme bilden einen Winkel von 90 Grad oder mehr.

Geprüft. Gute Orientierung bei der Suche nach dem optimalen Schreibtisch für den Nachwuchs bieten das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) und das Oktagon von TÜV SÜD. Im Möbellabor von TÜV SÜD werden unter anderem folgende Aspekte geprüft: Wie sind die Kanten gestaltet? Gibt es Scher- und Quetschstellen? Funktionieren die Verstelleinrichtungen gut und sicher? Ist der Schreibtisch ergonomisch? Auf der Prüfagenda stehen zudem die Standsicherheit sowie die Festigkeit und Dauerhaltbarkeit der Materialien.

Sauber. Aus Möbeln können grundsätzlich Schadstoffe diffundieren. Die Prüfung auf Schadstoffe ist für Kinderschreibtische zwar nicht zwingend vorgeschrieben, dennoch rückt das Thema nach der Erfahrung der TÜV SÜD-Fachleute immer stärker in den Fokus. Entsprechende Siegel wie das TÜV SÜD-Oktagon "Schadstoffgeprüft" oder der "Blaue Engel" gewinnen zunehmend Bedeutung.

Cool. Damit der Schreibtisch wirklich zum Begleiter für die komplette Schullaufbahn werden kann, muss er natürlich dem Nachwuchs gefallen. Eltern sollten das neuen Möbelstück am besten zusammen mit ihrer Tochter oder ihrem Sohn einkaufen.

Weitere Informationen zu Möbeln unter www.tuev-sued.de/ps.

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