Der Kauf von Diamantwerkzeugen ist ein Kauf auf Vertrauensvorschuss

Haben Sie sich nicht auch schon die Frage gestellt warum zum Beispiel eine Diamanttrennscheibe für einen Winkelschleifer Ø 230 mm beim Anbieter A 20€ kostet und das vermeintlich gleiche Produkt beim Anbieter B 85€?
Diamantbohrkronen von bluetec (PresseBox) (Stuttgart, ) Woher kommen diese gravierenden Preisunterschiede? Wie kann es sein, dass Produkte die gleich aussehen mehr als doppelt so viel kosten?

Weil Diamantwerkzeug nicht Diamantwerkzeug ist!

Es gibt viele Gründe die den Preis von Diamantwerkzeugen beeinflussen. bluetec zeigt Ihnen nachstehend auf, aus welchen Komponenten Diamantwerkzeuge bestehen und wie diese die Qualität und somit die Preisgestaltung von Diamantwerkzeugen beeinflussen.

Diamantwerkzeuge bestehen aus drei wesentlichen Komponenten:

  1. den Industriediamanten
  2. der Bindung für die Industriediamanten
  3. dem Metallträger
Diamantwerkzeuge in der Bauindustrie werden mit industriell gefertigten Diamanten bestückt. Nur noch wenige Werkzeuge für spezielle Anwendungen verfügen über Naturdiamanten. Es gibt nur wenige Hersteller weltweit, die in der Lage sind hochwertige Industriediamanten zu produzieren. Dazu kommen einige Hersteller der mittleren Qualitätsschiene und zwischenzeitlich viele Anbieter von minderwertigen Industriediamanten.

Der Industriediamant hat den Vorteil, dass er in beliebiger Form, Größe und Qualität jederzeit hergestellt werden kann.

Zu der Diamant Qualität kommt die sogenannte Diamant Konzentration im Werkzeug. Darunter versteht man den Anteil an Diamant-Volumen im gesamten Segment. Die Korngröße der Diamanten beeinflusst wiederum das Schneid-/Schleifverhalten bezogen auf unterschiedliche Materialien (für Beton wird eine andere Korngröße benötigt als für Granit). Hieraus resultieren gravierende Unterschiede in der Preiskalkulation eines Diamantwerkzeuges.

Die Bindung stellt die Verbindung des Diamanten mit dem Trägermaterial her. Sie hält den Diamant am Träger und soll den Diamanten solange binden bis er verschlissen ist. Bei den meisten Diamantwerkzeugen handelt es sich bei der Bindung um sogenannte Diamantsegmente oder Diamantstollen. Das heißt, die Diamantkörner sind in ein Metallpulver eingebunden und werden in einem Sinterprozess zu Segmenten geformt.
Das Geheimnis eines guten Diamantsegmentes besteht darin, dass die Bindung bezogen auf das zu bearbeitende Material den Diamant soweit freigibt, dass er sich ständig neu brechen (verschleißen) kann. Die billigste Form der Diamantbindung ist die Einlagerung in ein sogenanntes Hartmetall Segment. Hochwertige Bindungen bestehen aus verschiedensten Metalllegierungen die zum Teil sehr teure Metalle enthalten.

Der Metallträger (Diamanttrennscheiben-Grundkörper, Diamantbohrkronen-Rohling, etc.) weist bei einem hochwertigen Werkzeug eine bestimmte Festigkeit bzw. eine exakte Rundlaufgenauigkeit auf. Natürlich sind auch bei Metallträgern die Grenzen nach unten weit gestreckt. Beim Trockenschnitt mit Diamantwerkzeugen entstehen schnell Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius. Ein Metallträger mit über HRC40 widersteht den Temperaturen und verzeiht auch Anwendungsfehler im Betrieb. Diamanttrennscheiben mit minderwertigen Metallträgern der Festigkeit HRC7 verlieren ihre Eigenspannung und fangen an im Betrieb zu flattern. Diese Diamanttrennscheiben sind potenziell gefährlich und können nicht mehr benutzt werden.

Um die Wichtigkeit der drei Komponenten eines Diamantwerkzeugs richtig einzuschätzen muss man die Funktionsweise auch richtig erfassen.

Als Laie glaubt man, dass der Diamant während des Schleif,/Trenn-oder Bohrvorgangs gleichmäßig abgeschliffen wird. Das ist so nicht der Fall. Beim Schleifvorgang (Trennen und Bohren mit Diamantwerkzeugen ist nichts anderes als das Abschleifen von Material) schabt die scharfe Kante des Diamanten Material ab. Während des Schleifvorgangs bricht sich der Diamant immer wieder neu und produziert scharfe Kanten. Das Zusammenspiel zwischen Bindung und Diamant macht ein gutes Diamantwerkzeug aus.

Ein beliebtes Verkaufsinstrument für Diamantwerkzeuge ist die Höhe der Diamantsegmente. In der Regel sind Diamantsegmente 7 mm hoch und über die gesamte Höhe mit Diamanten bestückt. Für lasergeschweißte Produkte wird gerne eine Diamantneutrale Zone dazugenommen, damit ein besseres Schweißergebnis erzielt wird. Hierfür reicht ein Millimeter aus. Trend ist aber heuzutage Segmente mit 10 Milimeter Höhe und mehr anzubieten. Dem Kunden wird suggeriert, dass er mit höheren Segmenten mehr Leistung und höhere Standzeiten erzielt. Das kann so sein, oftmals wird aber aus der 1 Millimeter Neutralen Zone 3-4 Millimeter gemacht, sodass nutzbar nach wie vor 6-7 Millimeter sind.

Kommen wir zurück auf die Eingangsfrage.

Warum gibt es diese gravierenden Preisunterschiede?

Einfach geantwortet: Weil die Kombination der drei angeführten Komponenten alle Möglichkeiten erlauben ein Diamantwerkzeug zu einem definierten Preis zu produzieren. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Diamanttrennscheibe für 20€ auch maximal diesen Preis wert ist, so wie die Diamanttrennscheibe für 85€ ebenfalls ihren Preis rechtfertigt.

Professionelle Diamantwerkzeuge finden Sie bei bluetec. Dem langjährigen Partner des Handwerks! Sie haben noch Fragen? Sprechen Sie uns an!

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