E-Learning-Plattform unterstützt Mediziner

MATERNA und Universität Witten/Herdecke starten Fortbildungs-Portal für Ärzte
(PresseBox) (Dortmund, ) Die Reformierung des Gesundheitswesens ist in aller Munde. Mit dem Portal www.medizinerwissen.de haben die Universität Witten/Herdecke und der IT-Dienstleister MATERNA GmbH einen wichtigen Schritt in Richtung einer effizienten Fortbildung für Ärzte unternommen. Die mit medizinischem Wissen gefüllte Online-Fortbildungsakademie lädt den Mediziner ein zum Lesen, Lernen und Überprüfen des neu gewonnenen Wissens per Online-Quiz. Bei bestandener Prüfung gibt es Fortbildungspunkte. Bezahlt wird sicher und bequem mit der paysafecard, einer Prepaid-Karte zum Einkaufen im Internet, die Micropayment ermöglicht. Die Plattform basiert in weiten Teilen auf Open-Source-Software.

Punkte sammeln für den „Ärzte-TÜV“

medizinerwissen.de ist ein Private-Public-Partnership-Projekt (PPP-Modell) zwischen der Medizinischen Fakultät der Universität Witten/Herdecke und MATERNA. Eingebettet ist die E-Learning-Lösung in das Wissensnetzwerk www.evidence.de der privaten Hochschule. Die Internet-Plattform bietet Ärzten die Möglichkeit, sich fortzubilden, ohne viel Zeit oder Geld zu investieren. Unter www.medizinerwissen.de können sich Haus- oder Fachärzte anhand von Behandlungsleitlinien und Checklisten zu verschiedenen Themen fortbilden. Werden mindestens 60 Prozent des Online-Quiz richtig beantwortet, gibt es einen Fortbildungspunkt, der von der Ärztekammer anerkannt wird. Insgesamt gibt es 14 Quiz-Module zu verschiedenen Krankheitsbildern. Jedes Modul enthält zehn Fragen, die sich aus Multiple-Choice-Fragen, Tabellen- und Bildzuordnungen und Drop-Down-Menüs zusammensetzen. Während der Bearbeitung eines Quiz-Modules zeigt ein „Lern-Tacho“ die aktuelle Leistung des Mediziners an. Die Fortbildungspunkte sind von der Ärztekammer Westfalen-Lippe anerkannt und sind bundesweit gültig.

Open-Source-basiertes Micropayment umgesetzt

Zu Beginn jedes Quiz-Modules erfolgt der Zugang durch Eingabe eines Nummern-Codes (PIN), den die Teilnehmer entweder direkt von MATERNA erhalten oder auf der paysafecard ablesen können. Der Betrag von fünf Euro pro Test – und damit eine typische Micropayment-Anwendung – kann mit jeder handelsüblichen paysafecard bezahlt werden. Bei der anonymen Zahlweise mit der Prepaid-Karte steht insbesondere der Sicherheitsaspekt im Vordergrund. Nach bestandenem Test kann der Prüfling eine Teilnahmebescheinigung abrufen, die im pdf-Format online erstellt und direkt ausgedruckt werden kann. Schrift- oder Fax-Verkehr entfallen damit. Zukünftig geplant ist auch ein elektronischer Datenaustausch mit den Kassenärztlichen Vereinigungen.

Verantwortlich für den Test sowie die medizinischen Inhalte der Behandlungsleitlinien ist die Universität Witten/Herdecke. Die Pflege des tagesaktuellen Content erfolgt remote von der Universität Witten/ Herdecke aus. Die Benutzerdaten sind auf einem gesicherten Open-Source-basierten Server untergebracht (Application Server Tomcat, Apache Web-Server sowie Linux). Die technische Entwicklung der Fortbildungsplattform und die per SSL-gesicherte Anbindung an das Bezahlkartensystem hat MATERNA realisiert. Darüber hinaus übernimmt MATERNA das Hosting sowie den Betrieb des Systems im eigenen Rechenzentrum und sorgt für die Daten- und Systemsicherheit. Die Lösung basiert auf dem Content-Management-System von CoreMedia.

Private-Public-Partnership

Momentan trägt MATERNA im Rahmen der Private-Public-Partnership einen Großteil der Finanzierung des Wissensportals. Da die Finanzierung langfristig sowohl über die Ärzteverbände als auch über Werbeträger aus der Pharma- und technisch-medizinischen Industrie gedeckt werden soll, können interessierte Unternehmen die Karten mit ihrem Firmen- oder Produktlogo bewerben. Das Interesse an der Fortbildungsplattform ist hoch und mit dem Pharmaunternehmen Janssen-Cilag konnte ein erster Kunde gewonnen werden.

Denkbar ist in Zukunft auch ein Quiz für den gesundheitsbewussten Patienten, der auf diese Art und Weise ein bestimmtes Grundwissen beispielsweise für seine allergische Erkrankung erwerben kann.

Die Zukunft des Gesundheitswesens

Um eine gute medizinische Versorgung weiterhin zu sichern bzw. zu erweitern, hat das Bundesministeriums für Gesundheit und soziale Sicherung Maßnahmen für Qualität und Wirtschaftlichkeit verfasst. Eine betrifft „Die Verbesserung der Patientenversorgung“, die eine verpflichtende regelmäßige Fortbildung für Ärzte vorsieht. 63 Prozent der Deutschen befürworten den Ärzte-TÜV, lautet das Ergebnis einer Umfrage des Bonner dimap-Instituts im Auftrag von MDR-Aktuell. An all diesen Stellen greift medizinerwissen.de – die interaktive Online-Fortbildungsakademie.


MATERNA GmbH
Als führendes Software-Unternehmen der Informations- und Kommunikations-Technologie beschäftigt MATERNA weltweit 1.150 Mitarbeiter und erzielte 2002 einen Umsatz von 153 Millionen Euro. In der Business Unit Information realisiert MATERNA ganzheitliche IT-Lösungen zur Prozessoptimierung in Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung. Dazu zählen die Themenfelder e-Business (Portale, Content-Management), IT-Service-Management und System-Management. Die Business Unit Communications bietet Produkte und Lösungen aus dem Geschäftsbereich Mobile Solutions und Unified Messaging. Hierzu zählen vor allem mobile Mehrwertdienste auf Basis von SMS, WAP und Mobile Java, die unter dem Markennamen Anny Way vertrieben werden.

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Voßkuhle 37, 44141 Dortmund
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Universität Witten/Herdecke
Die Universität Witten/Herdecke ist die erste Universität in Deutschland, die 1982 durch die Initiative von Privatleuten gegründet wurde. Ziel der Neugründung war es, den Hochschulen die „Machbarkeit“ von Reformen an einem praktischen Beispiel zu zeigen. Heute studieren an der Universität Witten/Herdecke mehr als 1.100 junge Menschen in den Studiengängen Medizin, Wirtschaftswissenschaft, Zahnmedizin, Biochemie, Pflegewissenschaft, Musiktherapie und Pharmaceutical medicine. Die Besonderheiten der Ausbildung in Witten/Herdecke: praxisnahe Studienangebote, eigenes Auswahlverfahren (statt staatlicher Zuweisung), internationale Orientierung, kulturwissenschaftlich-künstlerische Angebote. Das Budget des Geschäftsjahres 2001/2 in Höhe von 27,9 Mio. € wurde zu 32% aus Spenden und Stiftungen aufgebracht. 17% Landesförderung, 13% sonstige Erträge, 15% Forschungsförderung, 16% Einkünfte aus der Universitätszahnklinik und 7% aus der Kostenbeteiligung der Studierenden runden die Finanzierung des Modellprojektes ab.

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