Das TimoCom Transportbarometer zeigt sich im 2. Quartal sehr wechselhaft

Marktentwicklung eher ungewöhnlich
Im 2. Quartal 2014 beschreibt man das TimoCom Transportbarometer am besten mit einem einzigen Wort: wechselhaft. (PresseBox) (Düsseldorf, )
Im 2. Quartal des Jahres hat das TimoCom Transportbarometer in allen Bereichen überrascht. Das Fracht-zu-Laderaumverhältnis schwankte von Monat zu Monat und lag zum Teil deutlich unter den Vergleichswerten der Vorjahre. Doch ebenso stark, wie der Frachtanteil abfiel, stieg er zum Quartalsende wieder an. Und so lag das 2. Quartal mit einem Fracht-zu-Laderaumverhältnis von 52:48 auf dem nahezu gleichen Niveau wie 2012 (54:46) und 2013 (53:47).


Wechselhaft, unbeständig und für die Jahreszeit zu kühl – was sich anhört wie der tägliche Wetterbericht trifft in diesem Quartal genau so auf das TimoCom Transportbarometer zu. Zu Quartalsbeginn konnte der Transportmarkt den Schwung aus dem Februar und März mitnehmen. Der Frachtanteil stieg in diesem Zeitraum um fast 25 Prozentpunkte von einem Fracht-zu-Laderaumverhältnis von 30:70 (Februar) auf 54:46 (April). Doch ausgerechnet im Wonnemonat Mai war es schon wieder vorbei mit der Herrlichkeit. Der Frachtanteil im TimoCom Transportbarometer fiel auf 48% und lag damit mehr als zehn Prozentpunkte unter dem Wert aus dem Mai 2013. „Tatsächlich war die Entwicklung des TimoCom Transportbarometers in den ersten beiden Monaten des 2. Quartals so für uns nicht vorherzusehen“, sagt Marcel Frings, Chief Representative der Frachtenbörse TimoCom. „Wir hatten damit gerechnet, dass es zu einem deutlichen Frachtüberschuss kommen würde, doch stattdessen sank der Anteil der Ladung im europäischen Transportmarkt um sechs Prozentpunkte.“

Flut und Feiertage trüben das Ergebnis
Für diese Entwicklung hat die Transportbörse TimoCom im Wesentlichen zwei Phänomene ausgemacht, die im Mai auftraten. Zum einen gibt es gerade in diesem Monat so viele gesetzliche Feiertage wie in keinem anderen Monat. Insgesamt 24 arbeitsfreie Feiertage waren es im Mai in den einzelnen europäischen Ländern. Zum anderen brach der Transportmarkt in Südosteuropa aufgrund des Hochwassers auf dem Balkan völlig ein. Die Flutkatastrophe in Kroatien, Serbien und Bosnien-Herzegowina hatte nicht nur fatale Folgen für die Menschen und die Wirtschaft der betroffenen Länder, sondern wirkte sich auch auf die anderen Länder in Europa aus. „Dadurch mussten wir unsere zum Ende des 1. Quartals getroffene Aussage, wonach es im 2. Quartal sehr viele Frachten und mangelnde Laderaumkapazitäten geben werde, revidieren“, so Frings, „und als ob der Punkt ‚Unbeständigkeit‘ nochmals untermauert werden sollte, folgte dann im Juni noch eine weitere unerwartete Wendung im TimoCom Transportbarometer.“

In den vergangenen vier Jahren kannte der Frachtanteil im Transportbarometer zwischen Mai und Juni nur eine Richtung: abwärts. 2013 fiel er im europäischen Straßentransportmarkt sogar um ganze zehn Prozentpunkte von einem Fracht-zu-Laderaumverhältnis von 60:40 im Mai auf ein ausgeglichenes 50:50 im Juni. Im Jahr davor ging es immerhin um fünf Prozentpunkte runter. Doch auch in diesem Punkt ist das 2. Quartal 2014 eine Besonderheit. Entgegen den Erwartungen konnte das TimoCom Transportbarometer wieder zulegen. Im letzten Monat des Quartals betrug das Verhältnis von Fracht zu Laderaum im europäischen Straßentransportmarkt 54:46.

Erste Jahreshälfte voller Überraschungen

Aufgrund der Erfahrungen aus den ersten sechs Monaten fällt der Ausblick auf das 3. Quartal diesmal etwas zurückhaltender aus: „Wir gehen zurzeit davon aus, dass am Ende des kommenden Quartals wieder ein Laderaumüberschuss besteht. Die Sommermonate und die Ferienzeit sorgen im 3. Quartal schon fast traditionell für eine Flaute auf dem Transportmarkt. Im September zieht das Geschäft mit den Frachten aber wieder an“, sagt Frings.

Ebenfalls positiv stimmt ein Blick auf die reinen Angebotszahlen in der TimoCom Frachtenbörse TC Truck&Cargo®. Das Niveau ist hier in den ersten vier Monaten des Jahres um rund 20% angestiegen, verglichen mit dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Es müssen somit nominell mehr Frachten transportiert werden – und das könnte dem Transportmarkt in Europa weitere Impulse verleihen.



Autor: Daniel Mahnken

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