EEG 2014: Branche kann weiter (Bioerd)Gas geben

ARCANUM Energy sieht Zukunft für einen Markt im Wandel
Luftbild Biogasanlage (PresseBox) (Unna, ) Das EEG 2014 bringt einen Paradigmenwechsel für den Bioerdgas-Markt in Deutschland. Doch ARCANUM Energy (Unna), Deutschlands führendes Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen für Bioerdgas (Biomethan), sieht beim EEG neben den Schattenseiten auch neues Licht. Geschäftsführender Gesellschafter Dr. Helmut Kern: "Der Bioerdgas-Sektor wird sich grundlegend wandeln. Akteure, die sich darauf einstellen, haben auch künftig gute Chancen, am Markt erfolgreich zu sein."

ARCANUM Energy sieht neue Absatzwege für die Branche. So ist Kern davon überzeugt, dass Bioerdgas den Kraftstoffmarkt in den nächsten Jahren immer stärker durchdringen werde. "Bioerdgas wird mehr und mehr konventionelle Biokraftstoffe ersetzen, weil es stärker als andere zur Reduzierung von Treibhausgasen beiträgt." Neue Chancen böten sich zudem auf dem (inter-)nationalen Wärmemarkt, aber auch in der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird Bioerdgas weiterhin eingesetzt werden. Für die Biogasproduktion aus Bioabfällen werde es Sondervergütungen nach dem EEG geben. Hier sieht Kern besondere Chancen für Kommunen, um die Verwertung von Bioabfällen weiter zu optimieren und für Industrieunternehmen, die biogene Produktionsreste zur Biogaserzeugung nutzen wollen.

Diese neuen Produktions- und Absatzmöglichkeiten können nach Einschätzung der Bioerdgas-Spezialisten aus Unna nicht sofort den in der Vergangenheit attraktiven KWK-Markt für Bioerdgas aus nachwachsenden Rohstoffen (Nawaro) vollständig ersetzen. "Wir sind aber davon überzeugt, dass sich diese neuen Ansätze erst in den nächsten Jahren mit guten Wachstumsraten entwickeln werden.", weist Vera Schürmann, ebenfalls Geschäftsführende Gesellschafterin von ARCANUM Energy, auf die Chancen hin. Denn die deutschen Klimaschutzziele werden ohne Bioerdgas kaum zu erreichen sein. Bioerdgas reduziert nicht nur den CO2-Ausstoß, sondern trägt im Gegensatz zu Wind- und Sonnenenergie dank ständiger Verfügbarkeit und Speicherfähigkeit zu einer hohen Versorgungssicherheit bei.

Neben neuen Absatzwegen empfiehlt ARCANUM Energy Biogasproduzenten eine Optimierung des eigenen Portfolios. So schaffe das EEG 2014 beispielsweise die Möglichkeit zu einer getrennten Bilanzierung der Gärsubstrate und damit zu einer besseren Erlössituation. Qualitäts-Swaps und eine Bilanzkreiskooperation, die ARCANUM Energy selbst anbietet, stellen weitere Optimierungsmöglichkeiten dar. An der Bilanzkreiskooperation beteiligen sich gegenwärtig mehr als 40 Unternehmen - vom Landwirt bis zum Energiekonzern - um gemeinsam Kosten und Risiken bei der Bilanzierung von Bioerdgas deutlich zu reduzieren. Mittlerweile deckt die Kooperation mit 1,4 TWh 25 Prozent des Bioerdgasmarktes in Deutschland ab.

ARCANUM Energy steht für die Umstellung auf die neuen Marktgegebenheiten, für die Erschließung neuer Absatzwege und für die Optimierung des Portfolios als Berater und als Dienstleister zur Verfügung. "Mit unserem langjährigen Knowhow begleiten wir die nach der EEG-Novelle nötige Umstellung kompetent und mit Blick für intelligente und individuell tragfähige Lösungen", versichert Vera Schürmann. Ein erster Schritt: ARCANUM Energy baut gegenwärtig die "ArGe Bioerdgas 2.0" auf. Hinter diesem Kürzel verbirgt sich ein Netzwerk von Branchenakteuren, die gemeinsam für die erfolgreiche Einspeisung, Abwicklung und Verwendung von Bioerdgas unter den Vorzeichen des EEG 2014 eintreten. Der gegenseitige Erfahrungsaustausch beginnt mit einer Auftaktveranstaltung der ArGe am 26. August 2014. Anmeldungen bei ARCANUM Energy sind erforderlich.

Trotz der Zukunftschancen auf einem geänderten Bioerdgasmarkt, halten Kern und Schürmann weiter an ihrer grundsätzlichen Kritik an der EEG-Novelle fest. Die reine Kostenargumentation, die dem Gesetz zugrunde liege, gefährde den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland, betonen die beiden ARCANUM-Gesellschafter. "Die Erfolge einer neuen nachhaltigen und klimafreundlichen Energiepolitik der vergangenen Jahre werden damit ebenso aufs Spiel gesetzt wie der deutsche Vorsprung in der Bioerdgas-Technologie." Insbesondere kritisieren beide, dass der eigentlich zugesagte Bestandsschutz beim Bioerdgas nicht mehr gilt. "Das zerstört Vertrauen und macht den KWK-Markt für Bioerdgas-Produzenten nur noch unter ganz bestimmten Voraussetzungen interessant." Das nachträgliche "Reparaturgesetz" zum EEG zeige, dass die Novelle mit zu heißer Nadel gestrickt wurde. Es bringe allerdings auch nur geringfügige Verbesserungen, wie die verlängerte Umwidmungsmöglichkeit von Erdgas-BHKW auf Bioerdgas bis Ende 2014. "Insofern ist das EEG 2014 deutlich zu kurz gegriffen und konzentriert sich nur auf die populäre "EEG-Umlage" Diskussion ohne ein Miteinander neuer und konventioneller Energiemärkte zu forcieren. So hoffen wir nur eine kurze Transitionsperiode bis zum bereits angekündigten EEG 2017" ergänzen die beiden Experten und bleiben gleichwohl optimistisch: "Die Branche wird sich auf die neuen Gegebenheiten einstellen und weiter kräftig (Bioerd)Gas geben."

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