Schaltbau Gruppe mit Umsatzplus und deutlicher Ergebnisverbesserung im ersten Halbjahr

(PresseBox) (München, ) .
- Auftragseingang und -bestand übertreffen Vorjahreswerte
- Organischer Umsatzrückgang wird durch Akquisitionen deutlich überkompensiert
- Projektverzögerungen und Akquisitionen belasten EBIT - einmaliger Konsolidierungseffekt führt dennoch zu Rekordergebnis

Die Schaltbau Gruppe hat nach vorläufigen Zahlen in den ersten sechs Monaten 2014 den Auftragseingang um 6,7 % auf 227,7 Mio. EUR gesteigert. Der Konzernumsatz nahm im selben Zeitraum um 1,6 % auf 196,7 Mio. EUR zu. Einen wesentlichen Wachstumsbeitrag leisteten die seit April vollkonsolidierte polnische Tochtergesellschaft RAWAG sowie die seit Ende April einbezogenen Aktivitäten von ALTE Technologies. Bereinigt um Effekte aus Erstkonsolidierungen erhöhte sich der Auftragseingang um 3,2 %, während der Umsatz um 4,5 % rückläufig war.

Die verhaltene organische Umsatzentwicklung ist zu einem großen Teil auf Projektverschiebungen zurückzuführen. Insbesondere die Infrastrukturtechnik blieb deutlich hinter dem Vorjahr zurück, da u.a. erwartete Aufträge zur notwendigen Modernisierung der Leit- und Sicherheitstechnik nicht abgerufen wurden. Tür- sowie Bremssysteme blieben leicht unter dem Vergleichswert 2013. Beim Umsatz mit Komponenten konnte der hohe Vorjahreswert annähernd erreicht werden; das abgeschwächte Geschäft in Nordamerika wurde durch Mehrumsätze in Europa und China nahezu ausgeglichen.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) verringerte sich auf 12,3 Mio. EUR (Vorjahr 17,6 Mio. EUR), wobei RAWAG positiv zum Ergebnis beigetragen hat. Ergebnisbelastend wirkten sich neben den Projektverschiebungen insbesondere umfangreiche Vorleistungen für künftiges Wachstum und Aufwendungen für Projekte, die erst ab 2015 umsatzwirksam werden sowie Aufwendungen in Zusammenhang mit den Akquisitionen aus. Zudem erhöhten sich die Personal- und Sachaufwendungen für die Modernisierung der IT-Infrastruktur. Darüber hinaus trug der übernommene Geschäftsbetrieb von ALTE Technologies negativ zum EBIT bei.

Deutlich überkompensiert wurde dies durch die Neubewertung der bislang gehaltenen 42,6 % der Anteile an der RAWAG, die im Zuge des Mehrheitserwerbs erforderlich war. Der im Beteiligungsergebnis enthaltene positive Einmaleffekt in Höhe von 11,8 Mio. EUR führte zu einem Ergebnis vor Steuern von 23,2 Mio. EUR (Vorjahr 16,6 Mio. EUR) und einem Konzernjahresüberschuss von 20,3 Mio. EUR. Auf die Aktionäre entfällt ein Ergebnis von 18,0 Mio. EUR oder 2,93 EUR (Vorjahr 1,71 EUR) je Aktie.

Für das Gesamtjahr wird, wie bereits berichtet, nunmehr ein Umsatz von rund 425 Mio. EUR, ein EBIT von rund 31 Mio. EUR und ein EPS von 4,15 Euro prognostiziert. "Die sich jetzt ergebende EBIT-Marge von 7,3 % spiegelt neben vorübergehenden Belastungen auch und vor allem unsere Wachstumsinvestitionen wider", sagt Vorstandssprecher Dr. Jürgen H. Cammann. "Die Ernte werden wir ab 2015 einfahren."

Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2014 wird am 11. August veröffentlicht.
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