10,5 Milliarden € Fehlerkosten: Nichtwohnungsbau besonders anfällig

10,5 Milliarden € Fehlerkosten: Nichtwohnungsbau besonders anfällig (PresseBox) (Düsseldorf, ) In Deutschland ist das Baugeschehen bedingt durch mangelhafte Bauausführung und -planung weiterhin von einem hohen Fehlerkostenanteil gekennzeichnet. In einem Bauprojekt sind viele unterschiedliche Akteure beteiligt - angefangen vom Planer bis hin zum Subunternehmer. So können an jeder kleinen Ecke Fehler unterlaufen. Die im Rahmen der aktuellen Jahresanalyse 2014/2015 von BauInfoConsult insgesamt 541 befragten Architekten und Verarbeiter schätzen, dass der entstandene Fehlerkostenanteil am gesamten Branchenumsatz im Schnitt bei rund 11 Prozent liegt. Dies entspräche einer Summe von 10,5 Milliarden Euro - bezogen auf den statistisch erfassten baugewerblichen Gesamtumsatz im Jahr 2013. Doch in welchen Segmenten kommt es nach Einschätzungen der Branchenakteure vermehrt zu Zusatzkosten in der Bauausführung?

Die unterschiedlichen Bausegmente haben aufgrund ihrer spezifischen baulichen Herausforderungen auch verschiedene charakteristische Fehlerquellen. So birgt zum Beispiel die Sanierung eines Wohngebäudes ganz andere potenzielle Fehlerteufel als der Neubau von Werkshallen. BauInfoConsult hat 156 Architekten befragt, bei welchen Gebäudesegmenten - in denen sie selbst planerisch tätig sind - nach ihrer Meinung am häufigsten Fehlerkosten entstehen.

Jeder zweite Architekt sieht den Neubau von Nichtwohngebäuden als Fehlerkostenquelle an und 38 Prozent der befragten Planer schätzen, dass die Sanierung von Nichtwohngebäuden eher Fehlerkosten produziert. Das gerade der Nichtwohnungsbau als besonders fehleranfällig betrachten wird, liegt an der komplexen Planung von Nicht-wohngebäuden, die im Vergleich zum klassischen Wohnungsbau deutlich aufwendiger ist.

Den Wohnungsneubau machen vor allem die Bauunternehmer als Fehlerkostentreiber aus. Dagegen erwarten die SHK-Profis bei der Sanierung von Wohnungen die meisten Fehlerkosten. Die unterschiedlichen Einschätzungen kommen zum Teil daher, dass Bauunternehmer in der Breite eher im Neubau von Wohngebäuden ausführend tätig sind und SHK-Installateure häufig verstärkt in der Sanierung von Wohnungen arbeiten.

Trotz hoher Fehlerkosten gibt es positive Tendenzen am Bau: Weitere Ergebnisse der Jahresanalyse bestätigen den Trend, dass sich die Qualität am Bau nach Meinung von Architekten in den letzten 10 Jahren verbessert hat. Ein Grund für die bessere Bauqualität trotz steigender Fehlerkosten ist die stärkere Kontrolle bei der Bauausführung. Im Umkehrschluss werden mit der besseren Überwachung der Bauprozesse auch mehr potenzielle Fehler erkannt, was häufig die Fehlerkosten in die Höhe schnellen lässt.

BauInfoConsult Jahresanalyse 2014/2015

Die Ergebnisse sind Bestandteile der vor kurzem erschienenen Jahresanalyse 2014/2015, der jährlichen Studie von BauInfoConsult zu Konjunktur und Entwicklungstrends in der Bau- und Installationsbranche. Dabei werden auf Ba-sis von über 1.800 Interviews unter Branchenakteuren u. a. behandelt:

- Baukonjunktur: Entwicklung und Erwartungen
- Regionale Hochbauprognose 2014 und 2015
- Decision-Making-Unit/Brand funnel in der Baubranche
- Kommunikations- und Informationsverhalten, Social Media
- Schwerpunkt: Zukunftstrends im Bau bis 2020
- Lösungen und Produktsysteme
- Building Information Modeling: Zukunftstrend oder Fata Morgana
- Qualität am Bau: Entwicklungen
- Design als Differenzierungsmerkmal
- und vieles mehr...

Die Jahresanalyse 2014/2015 kann ab sofort bei BauInfoConsult bestellt werden (595 € zzgl. MwSt.). Fragen zur Studie beantwortet Alexander Faust unter 0211301559-14 oder per E-Mail an faust@bauinfoconsult.de.

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