Keine Schraube locker

Auf der 5. VDI-Fachtagung "Schraubenverbindungen" am 12. und 13. November 2014 in Leipzig diskutieren Experten optimierte Berechnungs-, Auslegungs- und Gestaltungmöglichkeiten für Verschraubungen
Auf der 5. VDI-Fachtagung präsentiert der VDI erstmals die Endfassung der neuen VDI-Richtlinie 2230 Blatt 2 (Bild: VDI Wissensforum GmbH/ MPA-ifW TU Darmstadt) (PresseBox) (Düsseldorf, ) Wie kann die Methode der finiten Elemente (FEM) die Auslegung und Berechnung von Schraubenverbindungen unterstützen? Welche Messmethoden lassen sich einsetzen, um Montagevorspannkräfte zu messen? Wie lassen sich Lasterverteilungen bei Querbelastungen ermitteln? Mit diesen und weiteren Fragen befassen sich Experten aus dem Bereich der Füge- und Verbindungstechnik auf der 5. VDI-Fachtagung "Schraubenverbindungen 2014" am 12. und 13. November 2014 in Leipzig.

Die Veranstaltung eröffnet Tagungsleiter Prof. Willfried Lori von der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Der Vorsitzende des VDI-Fachausschusses "Schraubenverbindungen" stellt erstmals die verbindliche Fassung der VDI-Richtlinie 2230, Blatt 2 zu Mehrschraubenverbindungen vor. Er erläutert, welche inhaltlichen Verbesserungen bezüglich der analytischen und der numerischen Berechnung eingeflossen sind. Ebenso stellt er die aktualisierte Neufassung des seit Jahrzehnten bekannten und bewährten Blattes 1 der Richtlinie vor. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung greifen Fachleute auf, wie sie die praxisgerechte Berechnung von Schraubenverbindungen durchführen und welche Verfahren zu verwenden sind. Zudem klären sie die Frage, welche Parameter Einfluss auf die Funktions- und Betriebssicherheit haben.

Die Integration von FEM-Untersuchungen bietet eine große Chance, Schraubenverbindungen beanspruchungsgerecht und sicher auszulegen. Welche Modelle Experten einsetzen können und worauf zu achten ist, zeigen Schaeffler Technologies, Knorr-Bremse SfS sowie EJOT Baubefestigungen an Praxisbeispielen.

Darüber hinaus präsentieren Vortragende die Besonderheiten bei der Berechnung der Lastverteilung bei querbelasteten Mehrschraubenverbindungen. Weitere Beiträge thematisieren die Mechanismen des Losdrehens, Vorspannkraftverluste bei selbstfurchenden Schrauben und Anforderungen an die Verschraubung elektrischer Komponenten.

Referenten unter anderem von Robert Bosch, ITH und Volkswagen zeigen, was Anwender bei der Messung und Ermittlung von Vorspannkräften sowie bei der Festigkeitsbewertung von Schrauben berücksichtigen müssen. Ein weiteres Thema der Tagung ist die betriebssichere Auslegung im Bereich der innovativen Leichtbau-Anwendungen oder beim Einsatz von spezifischen Schraubenwerkstoffen. Auch bietet die begleitende Fachausstellung den Teilnehmern die Möglichkeit, sich über Innovationen im Bereich der Verbindungstechnik zu informieren.

Anmeldung und Programm unter www.vdi.de/schrauben oder über das VDI Wissensforum Kundenzentrum, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, E-Mail: wissensforum@vdi.de, Telefon: +49 211 6214-201, Telefax: -154.

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