Hybridisierung des Antriebs reduziert die verkehrsbedingten CO2-Emissionen

Das größte Potenzial, um die verkehrsbedingten CO2-Emissionen zu reduzieren hat die Hybridisierung des Motors. Davon sind 61,3 Prozent der Befragten des VDI Themenradar Automobil überzeugt
Themenpate Prof. Ulrich Seiffert berichtet über und kommentiert das VDI Themenradar Automobil von Juli 2014 (Bild: VDI Wissensforum GmbH) (PresseBox) (Düsseldorf, ) In der monatlichen Umfrage des VDI Themenradar Automobil hat die VDI Wissensforum GmbH im Juli die Öffentlichkeit befragt, welche technologische Strategie in den nächsten zehn bis 15 Jahren das größte Potenzial für die Reduzierung der verkehrsbedingten CO2-Emissionen bietet. Die große Mehrheit der Befragten (61,3 Prozent) sieht bei der Hybridisierung des Antriebs den größten Fortschritt in die Richtung. Dagegen erachten nur 21,6 Prozent den konventionellen Verbrennungsmotor als ausschlaggebend für die CO2-Reduktion. Den geringsten Erfolg sehen die Teilnehmer der Umfrage in Elektroautos. Nur 17,1 Prozent sind davon überzeugt, dass viele reine Elektroautos die verkehrsbedingten CO2-Emissionen reduzieren können.

Das Umfrageergebnis ist für Themenpate Prof. Ulrich Seiffert keine Überraschung: "Die Optimierung der Verbrennungsmotoren ist nicht nur für die konventionellen Motoren- und Getriebekonzepte notwendig, sondern auch für alle Hybridkonzepte." Seiffert war Vorstandsmitglied bei Volkswagen und ist seit Mai 2013 Ehrenmitglied der VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik (VDI-FVT). Seit Jahren befasst er sich mit dem Thema Motoren und ist ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet. "Die weltweite CO2-Gesetzgebung erzwingt für alle Fahrzeughersteller deutliche Verbesserungsfortschritte. Am unsichersten ist die Aussage zu den reinen Elektrofahrzeugen. Dabei spielen drei wesentliche Punkte eine große Rolle: die erhöhten Kosten eines reinen Elektrofahrzeuges, die Angst vor dem Liegenbleiben sowie die Diskussion zum Thema Energiewende."

Neben zahlreichen anderen Anforderungen, wie erhöhter Sicherheit, automatisiertes Fahren, Vernetzung sowie globaler Wettbewerb, wirken sich die Auflagen, um die Kohlendioxidemissionen pro Kilometer zu reduzieren, mit am stärksten auf die zukünftige Automobilentwicklung aus. Die Verschärfung der CO2-Grenzwerte im Jahr 2020 mit 95 Gramm pro Kilometer für den Mittelwert einer pro Jahr verkauften Flotte an Neufahrzeugen eines Fahrzeugherstellers bedeutet eine ganz wesentliche Veränderung der Fahrzeuge in Bezug auf Leichtbau, geringeren Luftwiderstand, Optimierung der Nebenaggregate und der Antriebe, Motoren und Getriebe. Bis zum Jahr 2050 sollen die CO2-Emissionen auf weniger als 20 Gramm pro Kilometer gesenkt werden. Dies entspricht etwa einem Verbrauch von 0,9 Liter pro 100 Kilometern, sofern ein auf Erdöl basierter Otto- oder Dieselkraftstoff eingesetzt wird.

Die aktuelle Umfrage des VDI Themenradar Automobil im August befasst sich mit der Weiterentwicklung der Forschungsfelder der Automobilindustrie in den nächsten zwölf Monaten und ist unter anderem auf www.vdi.de/autokat zu finden.

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