GmbH Gründung in der Schweiz – kostengünstig oder Kostenfalle?

Immer mehr Unternehmer nutzen die steuerlichen Vorteile der Schweiz als GmbH Standort
(PresseBox) (Rotkreuz, ) In Deutschland eine GmbH zu gründen, ist mit einer Investition in Höhe von mindestens 25.000 Euro verbunden. Für viele Gründer stellt dies ein finanzielles Problem dar. Das Budget ist knapp und es wird nach Alternativen gesucht. Die Schweiz zeigt sich hier mit 16.500 Euro wesentlich unternehmerfreundlicher. Wie sieht dies jedoch bei einer genaueren Betrachtung aus? Ist es lohnend eine GmbH in der Schweiz zu gründen?

Was macht die Schweiz für den Unternehmer so attraktiv?

In erster Linie sicherlich das geringere Stammkapital. Wichtig erscheint auch für viele GmbH-Gründer, wie lange eine Eintragung in das Handelsregister dauert. Grundsätzlich darf es der GmbH-Gründer in Deutschland nicht eilig haben, denn vier bis acht Wochen Wartezeit bis zur Eintragung im Handelsregister, und dem damit verbundenen Wegfall des iG Zusatzes (in Gründung), ist keine Utopie. Die Schweiz punktet hier mit einer Bearbeitungszeit von lediglich 10 Tagen (im Express-Service nur 5 Tage). Voraussetzung ist ein in der Schweiz angemeldeter Wohnsitz oder es muss mindestens ein Geschäftsführer mit Einzelunterschrift in der Schweiz seinen Wohnsitz haben. Somit können Unternehmer mit Wohnsitz in Deutschland auch in der Schweiz eine GmbH gründen.

Das deutsche "Drei - Schritte - Prinzip" der GmbH-Gründung
  1. Die Vorgründergesellschaft: Bei diesem ersten Schritt ist, wie bei einer oHG oder GbR, mit Privatvermögen zu haften. Dies gilt natürlich nur, wenn bereits unternehmerische Aktivitäten vorgenommen werden. Es wird ein Gesellschaftsvertrag ausgearbeitet, der durch einen Notar beurkundet wird.
  2. Die GmbH in Gründung (GmbH i.G.): Hier gilt es einen Geschäftsführer zu bestellen und die Einzahlung der Stammeinlagen hat zu erfolgen. In dem Zeitraum zwischen beurkundetem Gesellschaftsvertrag, Anmeldung zum Handelsregister und der faktischen Eintragung und Bekanntmachung, trägt die GmbH den Zusatz in Gründung (i.G.). Für Rechtsgeschäfte in diesem Zeitraum kann der Unternehmer auch privat in die Haftung genommen werden.
  3. Ziel erreicht - GmbH erfolgreich gegründet: Der Eintrag und die Bekanntmachung im Handelsregister hat "endlich" stattgefunden. Ab jetzt kann die beschränkt haftende Gesellschaft auch als solche am Markt agieren.
Gründungskosten richtig kalkulieren

Auf den ersten Blick erscheint die GmbH-Gründung in der Schweiz für den Unternehmer sehr verheißungsvoll. Leider werden hierbei oftmals die Kosten, für gesetzliche Vorgaben und Behördengänge, nicht mit in die Waagschale geworfen. Dies gestaltet sich durch das Schweizer Recht nicht immer einfach, was auch viele Schweizer schon bemerkt haben. Aus diesem Grund bietet der Schweizer Treuhänderverband Treuhand Suisse einen speziellen Dienst an. Auf deren Internetseite sind zertifizierte Unternehmen zu finden, welche dem ausländischen GmbH-Gründer hilfreich zur Seite stehen. Natürlich sind diese Dienste nicht kostenfrei und sollten daher auch einkalkuliert werden. Daher muss vor der Entscheidung wo eine GmbH gegründet werden soll, eine genaue Auflistung von Pro und Contra Schweiz stattfinden. Der Teufel steckt bekanntlich im Detail.

Wer gründet Firmen in der Schweiz?

Aus der aktuellen Studie von Bisnode D&B geht deutlich hervor, dass gut ein Drittel aller Firmengründer in der Schweiz, aus dem Ausland kommen. In das Schweizer Handelsregister wurden 2013 insgesamt 36.187 Unternehmen (dahinter standen 55.478 Personen) eingetragen. Hier handelte es sich um Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Aktiengesellschaften und Einzelunternehmen. Über einen Schweizer Pass verfügten lediglich nur 32,9 %! Welche Zahlen wurden durch die Studie genau ermittelt?

Rankingliste ausländischer Firmengründer in der Schweiz:
  • Deutsche 6,5 %
  • Italiener 6,3%
  • Franzosen 4 %
  • Portugiesen 1,5 %
  • Kosovaren 1,3%
  • Türken 1,1 %
  • Briten 1 %
Weitere Nationen liegen unter 1 %.

Welche Kantone sind für Deutsche attraktiv?

Beliebt sind generell Grenzgebiete und die Nähe zu Wirtschaft und Kultur. Kantone wie Uri, Glarus und Bern sind durch den fehlenden Kontakt zu einer Grenze nicht so attraktiv. Im Gegensatz zu Tessin, Basel, Genf, Waadt und Zug. Alleine in Genf wurden 50,4 % Neugründungen durch Ausländer vorgenommen. Deutsche Unternehmer siedeln sich mit Vorliebe in Nidwalden (16 %) an. Ebenfalls attraktiv sind durch die Lage die Kantone Thurgau, Schaffhausen, Basel und vor allem der Kanton Zug. Hier sind in den einzelnen Kantonen zwischen 14 % und 15 % Neugründungen festzustellen. Als Treuhand Dienstleister bietet die BeBuFina GmbH www.bebufina.ch unter der Schirmherrschaft des Steuerexperten Peter Schöpfer einen umfassenden Beratungsservice an.

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BeBuFina GmbH
Birkenstrasse 47
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