60 Milliarden für Atomwaffenmodernisierung

Auch in der Eifel, in Büchel, soll der Strahlentod bis 2050 weiter lagern.
(PresseBox) (Leipzig, ) Entgegen Art. II des Atomwaffensperrvertrages und entgegen des im Zwei-Plus-Vier-Vertrag völkerrechtlich verbindlich erklärten Verzichts auf jede unmittelbare und mittelbare Verfügungsgewalt über Atomwaffen beharrt die Bundesregierung weiterhin auf einer "nuklearen Teilhabe" im Rahmen der NATO. Die Bundesrepublik als Nichtkernwaffenstaat ist damit, wie auch alle Atomwaffenstaaten, permanent vertragsbrüchig.

In den medialen Diskussionen und täglichen politischen Talkshows spielt die Tatsache daher keine Rolle, dass die Piloten des in Büchel stationierten Jagdbombergeschwaders 33 regelmäßig mit Atomwaffenträgern in Gestalt der 42 Tornado-Flugzeuge den Einsatz der Massenvernichtungswaffen üben. 2600 Beschäftigte arbeiten im Geschwader. Auf dem Fliegerhorst fallen jährliche Betriebskosten von über 200 Millionen Euro an. 77 Millionen Euro hat der Bund in den letzten zehn Jahren in die Infrastruktur des Standorts investiert.

NATO probte Hiroshima in Dresden

Der frühere Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Willy Wimmer, berichtete von NATO-Übungen wie der WINTEX/FALLEX im Jahre 1986 im damaligen Atombunker Marienthal. Damals ersuchte das NATO-Hauptquartier im Verlaufe dieser NATO-Übung um Zustimmung der zuständigen deutschen Stellen zu einem Einsatz von Nuklearwaffen gegen Ziele in der damaligen DDR ersucht. Im Fadenkreuz standen u. a. Dresden und weitere ostdeutsche Großstädte und damit die Zivilbevölkerung der „Ostzone“. Die ahnte von alledem nichts, als sie drei Jahre später mit dem Ruf „Wir sind ein Volk“ die Wiedervereinigung und die NATO-Mitgliedschaft erzwang. ...

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