"Querdenken heißt, Gewohntes bewusst in Frage zu stellen"

Interview mit Otmar Ehrl, Gründer und Präsident des Querdenker-Clubs
(PresseBox) (München, ) In Zeiten der globalen Veränderung ist eine neue Form des Multi-Managers gefordert, der als Vor- und Querdenker agiert. "Allein die Mitgliederzahlen von über 320.000 Querdenkern, die wir in den letzten 5 Jahren für den Querdenker-Club gewinnen konnten, zeigen deutlich, dass das Querdenkertum eine sehr hohe Nachfrage erfährt.", so Gründer und Präsident Otmar Ehrl. Diese resultiert aus der inzwischen erkannten Notwendigkeit, mehrdimensional denken zu müssen. Der Querdenker-Club sieht es daher als seine Pflicht an, die interdisziplinär denkenden Entscheider zusammenzurufen, um ihnen damit ein gemeinsames Forum für ihre eigene Netzwerkbildung und zum Gedankenaustausch zu ermöglichen.

Sie bezeichnen sich selbst als "Querdenker" - aber was genau zeichnet einen Querdenker aus?

Querdenken heißt, Gewohntes bewusst in Frage zu stellen und Veränderungen nicht als Bedrohung, sondern als Chance zu verstehen. Wenn man Gewohntes in Frage stellt, wird einem oft die Denkheimat genommen. Dies verlangt von einem nicht nur Selbstvertrauen, sondern auch eigene Visionen zu entwickeln. Um aber aus Visionen keine Spinnerei werden zu lassen, sind "beobachten" und "zuhören" zu können die größten Fähigkeiten, die man besitzen muss, um überhaupt querdenken zu können.

Welche Vorteile können Unternehmen sich durch das Querdenken erschließen?

Vor allem "neue Vorteile", an die bisher keiner gedacht hat. Denn nur die Unternehmen, die herausragende USPs, außergewöhnliche Ideen und Produkte haben, können im globalen Verdrängungswettbewerb neue und lukrative Marktsegmente erschließen. Das Herausarbeiten der Querdenker-Vorteile ermöglicht den Unternehmen neue Sichten auf anstehende Probleme und so neue Möglichkeiten sich am Markt abzugrenzen. Und Sie wissen ja: Wissen und Innovationsfähigkeit sind die zukünftig bedeutendsten Erfolgsfaktoren einer volkswirtschaftlichen Differenzierung.

Kann jeder zum Querdenker werden - und wenn ja, wie?

Querdenken heißt in erster Linie, sich von gewohnten Strukturen und Denkmustern zu verabschieden. Dies ist die höchste Hürde, die genommen werden muss, um neue Blickwinkel zu ermöglichen und den zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden. Zudem kann sich jeder von Querdenkern inspirieren und neue Blickwinkel aufzeigen lassen und sich dadurch den Zugang zum Querdenkertum erschließen.

Wann und woran haben Sie gemerkt, dass Sie ein Querdenker sind?

Ich wollte schon immer anders sein als alle anderen. Ich habe mir stets ungewöhnliche Dinge ausgesucht, wollte aber nicht gegen den Strom schwimmen, sondern mir ein ganz eigenes Flussbett graben. Diese Maxime habe ich privat und beruflich immer mehr verinnerlicht und verwirklicht. Es macht einfach Spaß, sich ständig neu zu erfinden und an seine Grenzen zu gehen.

Der Kongress findet bereits zum fünften Mal statt, was unterscheidet ihn in diesem Jahr von den vorherigen Kongressen?

Der Deutsche Innovations- und Querdenker-Kongress bietet eine ideale Plattform zum Ideen- und Gedankenaustausch und ist mittlerweile zum führenden interdisziplinären Innovationskongress aller Vorstände und Geschäftsführer geworden. Der Unterschied zu den Vorjahren liegt an der kompletten Interaktivität und an der hochkarätigen Qualität der Teilnehmer und Referenten, u.a. Vorsitzende und Mitglieder des Vorstandes von Audi, Daimler, VW, Microsoft, Intel und Triumph, welche wir für den Kongress gewinnen konnten. Zudem stellt die BMW Welt eine einzigartige Location für die Awardverleihung am Abend des ersten Kongresstages dar, bei der die Querdenker-Awards in den Kategorien Innovation, Green, Design, Excellence, Vordenker und Enterprise verliehen werden. Prof. Dr. Claus Hipp, Dr. Heinz-Horst Deichmann, Dr. Jürgen Heraeus, Dirk Roßmann, Ute Lemper, David Garrett und Dieter Nuhr werden mit den Ehrenpreisen ausgezeichnet und diese persönlich entgegennehmen.

Weshalb wurde das Leitthema "ideen. innovation. wachstum. Zukunftsstrategien und Geschäftsmodelle für nachhaltigen Unternehmenserfolg" gewählt?

Das Leitthema wurde im Hinblick auf die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit jedes einzelnen Unternehmens gewählt, um den strategischen und interdisziplinären Austausch von Kreativität und Innovation neu zu definieren und den entscheidenden Vorsprung erfolgreich zu sichern. Denn Querdenken heißt, auch eine neue Ideen- und Innovationskultur zu schaffen. Es ist heute, in einer sich extrem schnell verändernden Welt, nicht mehr möglich, ein Problem nur singulär zu betrachten. Die Chancen, aber auch die Bedrohungen, kommen heute aus allen Richtungen. Darum müssen wir unsere Blickwinkel erweitern, multidimensional denken und uns von der Vergangenheit befreien, denn Mittelmaß gewinnt nie! Ein gefragter Erfolgsfaktor, der auch die steigende Nachfrage nach Querdenkern erklärt.

Sie treten ebenfalls als Kongress-Referent auf, auf was dürfen die Teilnehmer bei Ihrem Vortrag gespannt sein?

"Querdenken 2.0 - Open Innovation in der Crowd". Unter dieser Überschrift möchte ich gerne ein paar Beispiele aufzeigen, wie neue Geschäftsfelder für Unternehmen im Rahmen von Open Innovation bereits entstanden sind, nur aus der Tatsache, die anstehenden Probleme aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

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Querdenker International GmbH
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Juliane Säger
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