Umsatzentwicklung der BVMed-Unternehmen in der ersten Jahreshälfte 2006 leicht verbessert

(PresseBox) (Berlin, ) Die Umsatzentwicklung der über 210 Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Medizintechnologie, BVMed, hat sich im ersten Halbjahr 2006 leicht verbessert. Die Statistik der an den BVMed gemeldeten Umsätze weist ein Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Zum gleichen Zeitpunkt des vergangenen Jahres lag das Wachstum bei 2,9 Prozent.

Durchschnittlich verläuft die Umsatzentwicklung im Bereich der Stoma- und Inkontinenzversorgung. Hier konnte das durch die Effekte der Gesundheitsreform schlechte Ergebnis 2004/05 mit 2,5 Prozent Umsatzwachstum leicht gesteigert werden. Besser entwickelten sich die Teilbereiche „Einweg-OP-Materialien“ (plus 3,3 Prozent) und „Einmalprodukte in der Intensivmedizin“ (plus 5,5 Prozent). Aufgrund der Ärztestreiks an den Kliniken seien die Zahlen des zweiten Quartals jedoch deutlich schlechter ausgefallen. Der Verbandmittelbereich ging sogar um 1,4 Prozent zurück.

Der Preisdruck hat sich nach Ansicht des BVMed weiter verstärkt, vor allem durch die sich weiter verschärfenden Budgetrestriktionen auf der Klinikseite und die gesetzgeberischen Eingriffe bei den Hilfsmitteln. Außerdem bestehen bei den Unternehmen erhebliche Belastungen auf der Kostenseite durch die gestiegenen Rohstoffpreise, insbesondere bei rohölbasierten Vorprodukten, sowie durch die steigenden Energiepreise. Die Gewinnsituation der BVMed-Mitgliedsunternehmen bleibt damit stark angespannt.

Der BVMed spricht sich für eine neue Gesundheitswirtschaft mit mehr wettbewerblichen Elementen, Wahlfreiheiten und mehr Eigenverantwortung der Versicherten aus. „Unsere Vision ist eine neue Gesundheitswirtschaft, in der sich jeder individuell und frei seinen Krankenversicherungsschutz ‚einkaufen’ kann. Das beinhaltet eine entsprechende Basisversorgung sowie frei wählbare Zusatzleistungen - mit Präventions- und Selbstbehalttarifen, mit oder ohne freier Arztwahl, Wahloptionen in speziellen Gesundheitsbereichen etc. Das bedeutet mehr Eigenverantwortung. Dies wäre ein System mit vielen wettbewerblichen Elementen. Und sicherlich auch mit günstigen Auswirkungen auf den Standort Deutschland“, so BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt.

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