Mit Infineon schneller in das xDSL-Zeitalter

(PresseBox) (München, ) Auf der Fachmesse Supercomm, die in dieser Woche in Atlanta, USA, stattfindet, hat Infineon neue Halbleiterlösungen für anspruchsvolle Dienste via xDSL vorgestellt. Ein winziger Chip, der auf nur 1,4 Quadratzentimetern über 4 Millionen Transistoren und andere elektronische Elemente integriert, bringt digitale Informationen per VDSL (Very High Data Rate Digital Subscriber Line) über herkömmliche Kupferleitungen mit einer Rate von maximal 100 Mbit/s (Megabit/ Sekunde) zum Kunden. Ein modernes Analog-Modem mit einer Rate von 56 Kbit/s ist etwa 2000mal langsamer.

Der Chip eignet sich für Systeme, die unterschiedliche Angebote wie Sprach-, Internet- und Videoübertragung auf einer Kupferleitung kombinieren. Nach einer aktuellen Studie von Nielsen/Netratings bedienen sich heute etwa 26 Prozent aller Internet-Nutzer in Deutschland der xDSL-Technologie, monatlich kommen rund 100.000 hinzu.


xDSL-Dienste via Kupferleitung

Der neue VDSL-Chip gehört zur neuen Modem-On-Chip-Generation für Standard-Kupferleitungen und erfordert keine externen Bauelemente wie Frequenzfilter mehr. Service-Provider können damit die Übertragung von Video-, Sprach- und anderen Daten wirtschaftlich über das bestehende Telefon-Kupferkabelnetz anbieten: Mit so genannten Gateway-Lösungen auf Basis des neuen Chips mit der Bezeichnung VDSL5100i kann die Datenrate für Breitband-Dienste einfach angepasst werden. Befindet sich ein Kunde bis zu 4 km entfernt von der Vermittlungsstelle, kann er trotzdem VDSL-Dienste mit einer Datenrate von bis zu 4 Mbit/s nutzen. Bringt der Provider den Netzwerkanschluss näher zum Kunden, können höhere Datenraten angeboten werden. Bei einer Entfernung von 500 Metern wären das bis zu 100 Mbit/s. Der VDSL5100i ist durch die Integration von bisher drei separaten Chips in ein Gehäuse entstanden und verringert den Platzbedarf auf nur ein Viertel im Vergleich zu bisherigen Lösungen.


Grundlage für hochwertige Services

Für ADSL (Asymmetric DSL)-Systeme hat Infineon die so genannte IPVD (Integrated Packet Voice and Data)-Plattform als flexible und kosteneffektive Lösung entwickelt. Hersteller von Zugangssystemen können damit Linecards bestücken, die alle gängigen Standards wie ADSL und POTS (Plain Old Telephone Service) unterstützen. Service-Provider können ihren Kunden damit paket-basierte Sprachdienste in Kombination mit DSL anbieten, um beispielsweise Videoübertragung über die gleiche Leitung zu ermöglichen.

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