Rekordbeteiligung an LANGER NACHT DER INDUSTRIE

1.200 Teilnehmer konnten Industrie "live" erleben und sich über Ausbildungsmöglichkeiten und Berufswege informieren
(PresseBox) (Saarbrücken, ) Bei der fünften Runde der LANGEN NACHT DER INDUSTRIE haben gestern Abend 20 Industriebetriebe und industrienahe Forschungsinstitute ihre Tore geöffnet, um frühzeitig potentielle Nachwuchskräfte kennenzulernen und sich als attraktiver Arbeitgeber in der Region zu präsentieren. Mit dieser Veranstaltung ist es erneut gelungen, einen Beitrag zur Berufsorientierung junger Menschen zu leisten und den Fachkräftenachwuchs für berufliche Perspektiven in der Saarindustrie sowie für industrienahe Forschung zu begeistern, erklärten die Ausrichter IHK Saarland und der Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar).

Mehr Mädchen, mehr Studierende und erstmals auch Flüchtlinge

IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch sagte dazu: „Erfreulich war das neuerliche Rekordergebnis: 1.200 Teilnehmer – das waren nochmals 200 junge Menschen mehr als 2014 – haben die Saarindustrie live erlebt. Nicht minder wichtig: Wir haben die Zielgruppe in diesem Jahr besonders gut getroffen. Ein Drittel der Teilnehmer war weiblich. Das zeigt, dass es uns zunehmend besser gelingt, junge Frauen für technische Berufe zu begeistern.
Besonders positiv ist, dass das Durchschnittsalter der Teilnehmer mit 25 Jahren in diesem Jahr erfreulich niedrig ist. Damit ist die LANGE NACHT DER INDUSTRIE im Saarland die „jüngste“ in Deutschland. Überdies konnten wir rund 20 syrischen Flüchtlingen die Möglichkeit bieten, sich gemeinsam mit ihren Betreuern über Ausbildungsberufe in der Saarindustrie zu informieren und Kontakte mit Unternehmen zu knüpfen. So hat die LANGE NACHT DER INDUSTRIE auch in diesem Jahr wieder einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung junger Menschen geleistet.“

Joachim Malter, Hauptgeschäftsführer von ME Saar ergänzt: „Gut war, dass noch  mehr Studierende und insbesondere solche aus den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen teilgenommen haben als in den Vorjahren. Das ist wichtig. Denn die Industrie lebt letztlich von ihrer Ingenieurskunst. Die jungen Menschen haben sich zudem davon überzeugen können, dass die Industrie auch für Absolventen der beruflichen Ausbildung attraktive Karrierechancen bietet und dass ein Industriemeister mehr verdient als manch ein Akademiker in anderen Branchen.“

Grenzüberschreitender Erfolg

Positiv war in diesem Jahr außerdem  der hohe Anteil junger Menschen aus Frankreich, die sich für eine berufliche Perspektive in der Saarindustrie interessieren. Mehr als 60 Teilnehmer stammten aus Lothringen. Zur Resonanz beigetragen hat sicherlich auch, dass vier Unternehmen speziell für Jugendliche aus Frankreich Führungen und Gespräche mit Personalverantwortlichen in französischer Sprache angeboten haben. Aus Sicht von IHK und ME Saar hat sich das inzwischen grenzüberschreitende Veranstaltungsformat somit auch im fünften Jahr bewährt.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, die zugleich Schirmherrin des Events war, betonte beim gestrigen Kick-Off: „Die saarländischen Industrieunternehmen haben einiges zu bieten: Innovationskraft, Leistungsfähigkeit und Exportstärke. Bei der „Langen Nacht der Industrie“ haben sie nun die Chance, zu zeigen, was die saarländische Tradition auszeichnet. Vor allem der Nachwuchs bekommt durch die nächtliche Tour unterhaltsame und spannende Einblicke in Produktionsprozesse. Denn gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel und den drohenden Fachkräftemangel ist es wichtig, den saarländischen Nachwuchs zu fördern. Nichts sichert die Zukunft eines Landes und seiner Unternehmen nachhaltiger als der Nachwuchs, den man sich selbst heranzieht.“

Auszubildende präsentierten Arbeitsprozesse und Produktionsschritte

Das  Angebot zur Ausbildungs- und Berufsorientierung stieß bei den rund 1.200 Teilnehmern auf positive Resonanz: Die Teilnehmer konnten jeweils zwei Unternehmen besichtigen und dabei Industrie „live“ erleben. Große Unternehmen, aber auch die so genannten „Hidden Champions“ haben sich präsentiert und gezeigt, was und wie sie produzieren, wie sie ausbilden und welches Arbeitsumfeld sie ihren Fachkräften bieten. Das „Highlight“ war die Besichtigung der Produktion. Hier konnte der Fachkräftenachwuchs erleben, wie spannend und verantwortungsvoll die Arbeit in einem Industriebetrieb ist – und wie technologieintensiv und ressourcenschonend die Industrie produziert. Insbesondere die Jüngeren waren von der Technik und vom hohen Automatisierungsgrad in den Betrieben der Saarindustrie begeistert. In den meisten Unternehmen konnten sich die Teilnehmer sogar von Auszubildenden aus erster Hand Arbeitsprozesse und Produktionsschritte erklären lassen.

Darüber hinaus erfuhren die jungen Menschen viel Wissenswertes über Ausbildungsberufe sowie sonstige Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten – von Praktika für angehende Ingenieure über Fördermöglichkeiten beim dualen Studium und Promotionsmöglichkeiten bis hin zur betrieblichen Weiterbildung. Viele Unternehmen boten nämlich die Gelegenheit zu Gesprächen mit Ausbildungsleitern und Personalverantwortlichen. Infostände mit Stellenanzeigen rundeten oftmals die breite Angebotspalette ab. Erstmals präsentierten sich in diesem Jahr mit dem DFKI und dem ZeMA zwei industrienahe Forschungsinstitute. IHK und ME Saar wollten damit frühzeitig junge Menschen für spannende Forschungsthemen begeistern und damit das Interesse für ein ingenieurwissenschaftliches Studium wecken, sei es im Bereich der künstlichen Intelligenz/Robotik oder in der Automatisierungstechnik. Denn starke Forschungseinrichtungen sind ein Gewinn für die Industrie – beim Technologietransfer ebenso wie bei der Nachwuchsgewinnung für den eigenen Forschungs- und Entwicklungsbereich.

Teilnehmer von Vielfalt der Saarindustrie beeindruckt

Am Ende der Langen Nacht waren die Teilnehmer beeindruckt von der Vielfalt und den Stärken der Saarindustrie, aber auch von den vielen guten Gesprächen mit Auszubildenden, Meistern und Personalverantwortlichen. Einige von ihnen wollen sich nun bei den teilnehmenden Unternehmen um einen Ausbildungsplatz bewerben. Andere haben bereits Termine für weitergehende Gespräche zum Berufseinstieg mit den Personalverantwortlichen vereinbart.

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