Verkehrte Welt bei der Badgestaltung? Kunde setzt auf Qualität, Installateur auf Design

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Wenn sich private Bauherren für ein neues Bad entscheiden, gibt es natürlich viele unterschiedliche Kriterien, die für sie auschlaggebend sind – wie etwa Qualität, Preis-Leistungs-Verhältnis oder Design usw. Aber auch die SHK-Profis haben durch Ihre Arbeit einen guten Einblick, auf welche Punkte Ihre Kunden bei der Badgestaltung besonders Wert legen. Doch stimmen die Kriterien überein? Interessante Vorabergebnisse der Jahresanalyse 2015/2016 von BauInfoConsult zeigen markante Unterschiede zwischen dem, was die privaten Häuslebauer beim neuen Bad besonders wichtig finden und dem, was die SHK-Installateure bei ihren Kunden beobachten. So steht bei den Bauherren die Qualität im Vordergrund, während die meisten SHK-Spezialisten davon ausgehen, dass Ihre Auftraggeber zuallererst auf Design setzten. Aber auch in anderen Punkten gibt es unterschiedliche Blickwinkel.

Die aktuellen der zentralen Branchenstudie zum deutschen Baugeschehen zeigen: Für knapp zwei Drittel der 401 online befragten privaten Bauherren zeigen ist Qualität bei der Badgestaltung das wichtigste Kriterium. Fast die Hälfte der Befragten gab weiter an, dass ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ebenfalls für sie ausschlaggebend ist. Für 45 Prozent der Häuslebauer ist auch das Design des neuen Bades ein bedeutender Punkt, auf den sie ein besonderes Augenmerk legen.

Interessanterweise ist die Einschätzung der SHK-Profis, auf was private Bauherren bei der Badgestaltung insbesondere achten, in vielen Punkten anders. So glauben 59 Prozent der Installateure, dass für ihre Kunden zuallererst das Design des neuen Bades im Mittelpunkt steht. Noch gravierender ist der Unterschied in punkto Qualität. Nur 26 Prozent der befragten SHK-Spezialisten sind der Meinung, dass die privaten Bauherren beim Bad auf Qualität achten – für die privaten Häuslebauer selbst ist dies hingegen der maßgebende Faktor. Dieser Unterschied liegt sicher zum Teil daran, dass die Profis besser beurteilen können, was wirkliche Qualität ist – wogegen die Endverbraucher häufig einfach auf die vom Anbieter kommunizierte Qualität vertrauen. 

Ähnlich auffällig ist die unterschiedliche Einschätzung zum Thema Wellness: 49 Prozent der befragten Installateure sind der Meinung, dass Wellnessprodukte wie Saune oder Whirlpools für ihre privaten Kunden bei der Badgestaltung ein bedeutender Faktor ist – für die befragten privaten Bauherren hingegen rangiert das Thema Wellness mit 15 Prozent eher im hinteren Bereich. Die von den Profis vermutete große Wellnessbegeisterung könnte bei einigen SHK-Installateuren schlicht Wunschdenken sein: Schließlich sind Wellness-Oasen im Bad ein lukratives Geschäftsfeld.

Aber es gibt auch Kriterien, in denen sich beide Gruppen einig scheinen. So  ist etwa das Thema eines barrierefreien Bades für jeweils gut ein Drittel der befragten SHK-Installateure und Häuslebauer bedeutend, wenn es darum geht ein neues Bad zu bauen.

BauInfoConsult Jahresanalyse 2015/2016

Die Informationen stammen aus den ersten Vorab-Auswertungen der Befragung zur Jahresanalyse 2015/2016, der jährlichen Studie von BauInfoConsult zu Konjunktur und Entwicklungstrends in der Bau- und Installationsbranche. Dabei werden auf Basis von über 1.000 Interviews unter Branchenakteuren und Endverbrauchern u. a. behandelt:
  • Baukonjunktur: Entwicklung und Erwartungen
  • Regionale Hochbauprognose 2015 und 2016
  • (Energetische) Sanierung und Modernisierung
  • Barrierefreies Bauen: Status Quo und Erwartungen
  • Smart Home: Zukunftsmusik oder Gegenwartssound
  • Ein Sektor holt auf? Tiefbau im Fokus
  • Hochwertige Büro- und Einzelhandelsflächen
  • BIM: zwischen Trend und Nische  
  • Einkaufsverhalten von Bauakteuren
  • Zusammenarbeit zwischen Handel und Herstellern
  • Decision Making Unit: der Einfluss von Branchenprofis und Bauherren

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Christian Packwitz
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