Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks

40 Oberbayern belegen auf Landesebene Platz 1
Hauptgeschäftsführer Dr. Lothar Semper (stehend 2.v.li.) und BHT-Präsidiumsmitglied Hans Auracher (stehend rechts) gratulierten den oberbayerischen Landessiegern. Foto: Baier (PresseBox) (München, ) 40 junge Frauen und Männer, die in oberbayerischen Betrieben ausgebildet wurden, sind die besten Gesellen des Freistaates in ihren jeweiligen Ausbildungsberufen. Sie wurden in Amberg als Landessiegerinnen und Landessieger beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks ausgezeichnet.

„Wir sind stolz darauf, dass fast 40 Prozent der besten Nachwuchstalente im gesamten Freistaat in oberbayerischen Betrieben zu hervorragenden Fachkräften ausgebildet wurden“, betont Handwerkskammerpräsident Georg Schlagbauer. Der qualifizierte Nachwuchs wird dringend gebraucht – schon heute fehlen Gesellen, Betriebsleiter und Unternehmensgründer. „Diese Entwicklung verdanken wir auch den ständigen Forderungen von Seiten der EU und der OECD nach einer weiteren Erhöhung der Studierquote“, kritisiert Schlagbauer, „dabei haben wir das weltweit beste System der Berufsausbildung und die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in der EU.“ Der Kammerpräsident kritisiert jedoch auch die Forderungen nach Teilqualifizierungen, die derzeit in Deutschland im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsstrom laut werden: „Junge Flüchtlinge in eine Schmalspur-Ausbildung zu stecken, bringt uns auf lange Sicht gar nichts. Auf diese Weise produzieren wir geringqualifizierte Hilfskräfte, die beim nächsten Wirtschaftsabschwung als erste ausgestellt werden“, betont Schlagbauer. Hier sei vielmehr ein langer Atem gefragt: „Auch wenn es länger dauert, helfen umfassend ausgebildete Fachkräfte der deutschen Wirtschaft mehr. Schließlich haben wir keinen Hilfskräftemangel, sondern einen Fachkräftemangel.“ Damit die Ausbildung der Flüchtlinge gelingt, müssen diese und ihre Ausbildungsbetriebe auch während der Lehre umfassend betreut werden. Dafür hat die Handwerkskammer für München und Oberbayern eigens einen Ausbildungsberater abgestellt.

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Max-Joseph-Str. 4
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