Ausbildungszahlen im bayerischen Handwerk

Schlagbauer: "Keine 'Lehre light' für Flüchtlinge"
(PresseBox) (München, ) Ende Oktober lag die Zahl der neu abgeschlossenen Lehrverträge im bayerischen Handwerk mit 28.071 auf Vorjahresniveau. Zum gleichen Zeitpunkt in 2014 waren 28.045 Ausbildungsverträge registriert worden. „Es ist erfreulich, dass wir das Vorjahresniveau halten konnten“, betont Georg Schlagbauer, Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), „schließlich kämpfen wir seit mehreren Jahren gegen einen Abwärtstrend auf dem Ausbildungsstellenmarkt.“ In der Folge fehlen dem Handwerk Gesellen, Betriebsleiter und Unternehmensgründer. Bei der Suche nach Berufsnachwuchs zählt für die Handwerksorganisationen nicht, woher die potenziellen Auszubildenden kommen, sondern wohin sie wollen. Deshalb werden bei den Maßnahmen zur Nachwuchswerbung neben Mittelschülern, Realschülern und Abiturienten auch verstärkt Studienabbrecher, Jugendliche mit Migrationshintergrund und junge Flüchtlinge angesprochen.

„Lehrlinge aus anderen Ländern gehören im Handwerk dazu: 2014 wurden in unseren Betrieben im Freistaat junge Menschen aus rund 120 Nationen ausgebildet“, berichtet der BHT-Präsident. Eine einjährige „Lehre light“ für Flüchtlinge lehnt das Handwerk ab. Schlagbauer: „Es mangelt uns in Deutschland an Fachkräften. Daher brauchen wir Menschen mit fundierter Ausbildung und keine ‚Teilqualifizierten‘, die nur eine einzige Maschine bedienen können.“

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